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Rennrad- News - Profis- Jedermänner
Aktualisiert: vor 1 Stunde 48 Minuten

Martin verlängert – Omega Pharma-Quick Step wird zu Etixx-QuickStep

Mo, 2014-07-21 11:57

Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin hat seinen Vertrag bei Omega Pharma-Quick Step um zwei weitere Jahre verlängert - das Team wird ab der Saison 2015 einen neuen Namen tragen.

Martins Unterschrift unter den bis Ende 2016 laufenden Kontrakt gab der Rennstall am zweiten Ruhetag der 101. Tour de France am Montag in Lastours bekannt. Der 29-jährige Cottbuser steht seit dem Jahr 2012 bei der belgischen Equipe unter Vertrag.

“Optimale Rahmenbedingungen”

“Das Team bietet mir die optimalen Rahmenbedingungen für meine großen Ziele”, kommentierte Martin seinen Entschluss, dem Team auch in den kommenden zwei Jahre die Treue zu halten. Olympia-Gold in Rio de Janeiro 2016 lautet das große Ziel des dreimaligen Weltmeisters und Silbermedallien-Gewinners der Spiele in London 2012 im Kampf gegen die Uhr. Zudem möchte der Wahl-Schweizer mit einem Sieg beim Prolog der Tour de France 2015 in Utrecht erstmals ins Gelbe Trikot des Gesamtführenden schlüpfen. Auch den Stundenweltrekord hat Martin seit einiger Zeit im Auge. Bei der diesjährigen Frankreich gewann Martin die neunte Etappe in Mulhouse und fuhr einen Tag im gepunkteten Trikot des besten Bergfahrers.

Team heißt ab 2015 Etixx-QuickStep

Auf einen seinen Topfahrer kann Teamchef Patrick Lefevere somit weiter bauen, die finanzielle Ausstattung des Teams wird ab der kommenden Saison auf andere Beine gestellt. Anstelle des belgischen Pharmaziekonzerns Omega Pharma wird das Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmen Etixx als neuer Haupt- und Namenssponsor auftreten. Unter Etixx-QuickStep werden Martin und seine Teamkollegen dann um Siege kämpfen.

Great #OPQS news: future team is secured till 2017! Next year our name will be Etixx - Quick-Step. #TDF pic.twitter.com/OcP6YW8KgG

— OPQS Cycling Team (@opqscyclingteam) 21. Juli 2014

Foto Martin: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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Kristoff jubelt auch in Nimes – Greipel wird Vierter

So, 2014-07-20 17:45

Alexander Kristoff (Katusha) hat auf der 15. Etappe der 101. Tour de France seinen zweiten Tagessieg unter Dach und Fach gebracht.

Der 27 Jahre alte Norweger konnte sich nach 222 Kilometern von Tallard nach Nimes im Sprint gegen Australier Heinrich Haussler (IAM) und den Slowaken Peter Sagan (Cannondale) behaupten. Die beiden deutschen Top-Sprinter André Greipel (Lotto-Belisol) und Marcel Kittel (Giant-Shimano) mussten mit den Plätzen vier und elf zufrieden geben.

“Ich hatte nie damit gerechnet, bei einer einzigen Tour gleich zwei Etappen zu gewinnen. Jetzt wäre es natürlich schön, auch in Paris erfolgreich zu sein”, kommentierte indes Tagessieger Kristoff seinen zweiten Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Bereits in Saint-Étienne durfte der Olympia-Dritte von London den Sieg der 12. Etappe bejubeln.

Nibali weiter vor Valverde

Keine Veränderungen hatte die Etappe auf die Spitze der Gesamtwertung, die weiterhin der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) mit 4:37 Minuten vor dem Spanier Alejandro Valverde (Movistar). Auf den Plätzen drei und vier folgen die beiden Franzosen Romain Bardet (Ag2r/+4:50) und Thibaut Pinot (FDJ.fr/+5:06). Rang fünf belegt der US-Amerikaner Tejay van Garderen (BMC/+5:49). Der Tschechische Leopold König vertritt den deutschen NetApp-Endura-Rennstall bei 9:32 Minuten Rückstand auf Platz acht.

Auch die übrigen Wertungstrikots bleiben über den zweiten Ruhetag in Carcassonne bei ihren Trägern. Sagan verteidigte souverän sein Grünes Trikot des Punktbesten, wie auch Kristoffs spanischer Katusha-Teamkollege Joaquim Rodriguez (Katusha) das gepunktete des besten Bergfahrers. “Lokalmatador” Bardet fährt weiterhin im Weißen Trikot des besten Jungprofis.

Am Dienstag wird die Tour dann mit dem 237,5 Kilometer langen 16. Tagesabschnitt von Carcassonne nach Bagnères-de-Luchon fortgesetzt. Mit dem 1.755 hohen Port de Balés wird bei Kilometer 216 der ersten von drei Pyrenäen-Etappen dabei ein Berg der höchsten Kategorie (HC) überquert.

Foto: ©Tim De Waele / Team Katusha

Webseite Tour de France: www.letour.fr

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Roger Kluges Tour-Tagebuch: Mit einem Wink in die Kamera auf das Dach der Tour

Sa, 2014-07-19 20:38

Guten Morgen liebe Leser! Gestern war es mal spät geworden und kaputt war ich natürlich auch, nach über sechs Stunden auf dem Rad und mit knappen 4000 Höhenmetern!

Es war gar nicht so weit ins Hotel von den Kilometern her, aber wir sind nur im Schneckentempo vorangekommen. Erst mussten wir den Schlussanstieg wieder runter, von 1800 Meter auf cirka 1000 Meter, und dann wieder auf 1500 Meter hoch zu unserem Hotel. Mit Bus dauert es dann immer länger. Aber nun zur Etappe. Sie fing mal wieder sehr sportlich an! Auf den ersten drei bis vier Kilometer galt es gleich mal gut 200 Höhenmetern zu überwinden.

Das hat es für mich mal wieder sehr anstrengend gemacht, wenn die Bergflöhe oder die Mittelgewichtigen attackieren und in die Gruppe wollen. Ich konnte mich aber gerade so am Schwanz des Feldes noch festbeißen. Nach einem kleinen Gefälle musste ich dann feststellen, dass es vorne im Feld gerissen ist und sich kurzzeitig mehr als 30 Mann gelöst hatten und schon um die 20 Sekunden Vorsprung hatten. Nach etwa weiteren zehn Kilomtern waren wir dann wieder vorne dran, bzw. haben sich von vorne, unter anderem Nibali im Gelben Trikot, zurückfallen lassen. Übrig blieben 17 Fahrer, die die Gruppe des Tages bildeten und sich einen maximalen Vorsprung von vier bis fünf Minuten rausfahren konnten.

Im Feld übernahm dann Astana die Kontrolle. Erfreulicherweise in einen noch angenehmen Tempo, sodass der Rest des Feldes geschlossen über den 34 Kilometer Anstieg hinauf zum Col du Lautaret gefahren ist. 30 Kilometer später folgte die Verpflegungszone in Briancon. Da haben am Straßenrand zwei Freunde aus Berlin auf mich gewartet und mich angefeuert. Danach ging es sofort in den Anstieg hoch zum Col d’Izoard, dem Dach der Tour mit 2.360 Metern. Die ersten fünf Kilometer circa konnte ich noch mithalten, musste dann aber mit einem Wink in die Kamera das Feld ziehen lassen, und fuhr die restlichen 14 Kilometer in meinem Tempo den Berg hinauf. Nach der Abfahrt und mit noch 20 Kilometer zu fahren, holte mich dann das Gruppetto ein, und ich fuhr mit ca. 30 anderen Fahrer den letzten Anstieg des Tages hinauf zum Ziel.

Heute früh wurden wir von einem ordentlichen Gewitter geweckt, aber ich hoffe, dass die Etappe dennoch größten Teils trocken sein wird! Wie es war, werdet ihr heute Abend lesen können. Es wird zwar wieder spät, da wir einen 125 Kilometer Transfer zum nächsten Hotel haben, aber der Tag darauf ist ja dann der 2. Ruhetag.

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Zum zweiten Mal nach 2010 (damals Team Milram) nimmt Roger Kluge an einer Tour de France teil. In seinem Tour-Tagebuch berichtet der 28 Jahre alte Eisenhüttenstädter von seinen Erlebnissen von der 101. Frankreich-Rundfahrt, die er im Trikot der schweizerischen IAM-Equipe bestreitet.

Webseite Roger Kluge: http://rogerkluge.com

Foto: SilkeOnTour / flickr

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Pole Majka siegt als Solist, Nibali verteidigt Gelb in Risoul

Sa, 2014-07-19 16:38

Vom Ersatzfahrer zum Etappensieger: Der erst kurz vor Beginn der 101. Tour de France ins Aufgebot der Tinkoff-Saxo-Mannschaft gerückte Rafal Majka hat die 14. Etappe der Tour de France gewonnen.

Der 24-Jährige setzte sich nach 177 Kilometern von Grenoble zur Bergankunft in Risoul als Solist durch und sorgte damit für den ersten polnischen Tour-Etappensieg seit 20 Jahren - und erst dem zweiten überhaupt in der Geschichte der Frankreich-Rundfahrt. Zweiter in 1.855 Metern Höhe und somit dem höchsten Punkt der Großen Schleife 2014 wurde mit 24 Sekunden Rückstand der Italiener Vincenzo Nibali (Astana), der seinen Vorsprung in der Gesamtwertung damit weiter ausbaute. Der Franzose Jean-Christophe Péraud (Ag2R) fuhr zwei Sekunden nach Nibali als Dritter über den Zielstrich.

Erster Profisieg für Majka

“Das ist mein ersten Profisieg, ich bin sonst immer nur Zweiter oder Dritter gewesen. Ich wusste, dass ich heute angreifen musste und am Ende habe ich dann tatsächlich gewonnen. Meine Form wird momentan immer besser”, kommentierte Tagessieger Majka den ersten Profisieg seiner Laufbahn im Anschluss. Der Pole war erst kurz vor Tour-Beginn ins Aufgebot seiner Tinkoff-Saxo-Equipe gerutscht, nachdem diese den Tschechen Roman Kreuziger wegen Unregelmäßigkeiten in dessen Biologischen Pass gestrichten hatte.

Erneut eine starke Vorstellung lieferte auch der Tscheche Leopold König aus der deutschen NetApp-Endura-Mannschaft ab, der mit 1:20 Minute Rückstand auf Majka als Neunter den Zielstrich passierte. Am Vortag belegte König hinter Tagessieger Nibali und Majka Platz drei und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz acht, 9:32 Minuten hinter Nibali.

Nibali baut Führung weiter aus

Auf nunmehr 4:37 Minuten Vorsprung auf den Spanier Alejandro Valverde (Movistar) konnte der 29 Jahre alte Sizillianer seine Führung ausbauen. Rang drei belegt 13 Sekunden hinter Valverde der Franzose Romain Bardet (Ag2R), der die Etappe zeitgleich mit seinem Landsmann Thibaut Pinot (FDJ.fr) 50 Sekunden nach Majkas Zieldurchfahrt auf Platz fünf beendete.

Foto: Natalie Muir / Lizenzbedingungen (CC BY-NC-ND 2.0)

Webseite des Rennens: www.letour.fr

La revanche de @tinkoff_saxo, 1ère victoire de @rafalmajka / The revenge of @tinkoff_saxo #TDF pic.twitter.com/1vO7iNs522

— Le Tour de France (@letour) 19. Juli 2014

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Roger Kluges Tour-Tagebuch: Erst Körner sparen, dann Eisbad in den Alpen

Fr, 2014-07-18 22:16

Das Ergebnis sieht schlechter aus als es in Wirklichkeit war! Denn ich habe mich wieder etwas besser gefühlt.

So konnte ich am Anfang auch einmal ein Loch wieder zufahren, da Sebastian nicht dabei war. Und ein weiteres Mal wenigsten wieder Schwung ins Peleton bringen. Denn das war unser Ziel heute, dass Seb in der Spitzengruppe ist. Ich habe also getan, was ich tun konnte. Allerdings habe ich mich bei den zwei Efforts schon so sehr verausgabt, dass ich dann arge Probleme hatte bei dem ersten Berg nach 16 Kilometer mitzuhalten.

Schließlich musste ich nach der Hälfte das Anstieges reißen lassen. Glücklicherweise wurde aber kurz darauf die Spitzengruppe ziehen gelassen und das Tempo fiel ab, sodass ich recht schnell wieder dran war. Auf den nächsten 115 Kilometern passierte nicht viel, außer das Katusha die Verfolgung aufnahm. Sie fuhren dabei aber so zügig, dass das Feld bei leichten Seiten-Rückenwind fast ständig in Einer-Reihe fuhr. Das hat die Fahrt zu den letzten zwei Bergen, anders als gehofft, doch ab und zu sehr anstrengend gemacht.

Ich glaube wir hatten fast einen 45er Schnitt auf den ersten 3 Stunden. Dann wurde es deutlich langsamer und etwas angenehmer. Es bildete sich das Gruppetto mit um die 60 Mann am Ende. Und so fuhren wir dann auch Richtung Ziel. Da Katusha den Schnitt so in die Höhe getrieben hatte, stieg unser Zeitlimit auch an. Den das wird fest gemacht, an der Durchschnittsgeschwindigkeit des Sieger und dem Schwierigkeitsgrad der Etappe.

Da wir “sicher” unterwegs waren, ließ ich mich fünf Kilometer vor dem Ziel aus dem Gruppetto noch rausfallen zu Kittel zurück, um einfach noch ein paar Körner mehr zu sparen. Anschließend gab es noch ein Eisbad im Bus, bevor es dann in das Hotel ging.

Gute Nacht! Morgen steht eine weitere Alpen-Etappe an…

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Zum zweiten Mal nach 2010 (damals Team Milram) nimmt Roger Kluge an einer Tour de France teil. In seinem Tour-Tagebuch berichtet der 28 Jahre alte Eisenhüttenstädter von seinen Erlebnissen von der 101. Frankreich-Rundfahrt, die er im Trikot der schweizerischen IAM-Equipe bestreitet.

Webseite Roger Kluge: http://rogerkluge.com

Foto: SilkeOnTour / flickr

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Dritter Etappensieg: Nibali baut Vorsprung in den Alpen aus

Fr, 2014-07-18 16:22

Vincenzo Nibali (Astana) hat auf der ersten Alpen-Etappe der Tour de France 2014 mit seinem dritten Tageserfolg seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut.

Nach 197,5 Kilometern von Saint-Étienne zur Bergankunft der 13. Etappe in Chamrousse konnte sich der 29 Jahre alte Italiener als Solist durchsetzen. Den Sprint den Verfolger entschied zehn Sekunden später der Pole Rafal Majka (Tinkoff-Saxo) vor dem für den deutschen NetApp-Endura-Rennstall fahrenden Tschechen Leopold König für sich. Der Spanier Alejandro Valverde (Movistar) wurde mit 50 Sekunden Rückstand auf Nibali Vierter.

“Es ist ein Zeichen, dass ich am 100. Jahrestag der Geburt von Gino Bartali gewonnen habe, aber es ist auch der Todestag von Fabio Casartelli. Ich kann mich an diese Tragödie noch sehr gut erinnern. Es ist daher wichtig, dass ich heute gewonnen habe”, sagte Nibali.

In der Gesamtwertung führt der Sizilianer nun mit 3:37 Minuten vor dem neuen Zweitplazierten Valverde. Der Franzsoe Romain Bardet (Ag2R) belegt mit 4:24 Minuten Rückstand Platz drei. NetApp-Endura-Kapitän König schaffte den Sprung unter die ersten zehn und rangiert mit 8:36 Minuten Rückstand auf Nibali auf Gesamtrang neun. Für Nibali, der zudem das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers vom Spanier Joaquim Rodriguez (Katusha) übernahm, war es bereits der dritte Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.

Foto: Natalie Muir / Lizenzbedingungen (CC BY-NC-ND 2.0)

Webseite des Rennens: www.letour.fr

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Roger Kluges Tour-Tagebuch: Zwei leidvolle Tage nach dem Ruhen

Do, 2014-07-17 20:28

Nach dem Ruhetag geht es jetzt zum zweiten Abschnitt der Tour de France und des Tagebuches.

Tut mir leid liebe Leser, dass ihr zwei Tage warten musstet. Okay, Ruhetag war nun mal Ruhetag. Da ist nicht viel passiert und ich habe auch so wenig wie nötig gemacht. Dennoch kurze Zusammenfassung: ausgeschlafen bis 10 Uhr, 10:30 Uhr kurzes Meeting, 11:15 Uhr 1,5 Stunden Radfahren, 13:30 Uhr Mittag, 15 Uhr Massage, Nickerchen und 19 Uhr Abendessen.

Dann folgten zwei sehr heiße Tage mit mittelschweren Etappen. Meine Erkältung ist nach dem Ruhetag noch nicht wirklich besser gewesen. Die 11. Etappe war anfangs leicht wellig und es dauerte ein Weile bis die Gruppe stand. Dort musste ich schon ordentlich leiden und ans Limit gehen, um überhaupt in der Reihe zu bleiben. Ich habe einfach sehr schwer Luft bekommen und ein Puls von 150 Schlägen hat sich angefühlt, als hätte ich schon 170-180 Herzschläge!

So musste ich quasi bei jeder kleinen Welle leiden, es hat einfach kein Spaß gemacht! Selbst als das Gruppetto sich gebildet hatte, rang ich um Sauerstoff und hatte Mühe zu folgen. Dazu dann noch die Hitze, die mir von Stunde zu Stunde mehr Kopfschmerzen bereitete. Aber ich habe es ins Ziel geschafft. Allgemein gesehen, war das mein schlechtester Tag auf dem Rad während der Tour. Abends lies ich dann auch die Massage weg und bekam stattdessen eine Lymphdrainage und Akupunktur. Zusätzlich inhalierte ich um die Atemwege frei zu bekommen.

Heute Morgen habe ich mich dann schon ein wenig besser gefühlt. Die Nase war etwas freier, aber leichte Kopfschmerzen immer noch vorhanden. Es sollte noch heißer werden. Das Profil war zwar minimal leichter, aber es standen zwei Anstiege drauf mit insgesamt 25 km bergauf. Das hieß lange im oberen Pulsbereich fahren. Im Rennen ging es ein bisschen besser und ich konnte das Tempo gut mitgehen. Mein Puls pendelte meistens so zwischen 160-170 Schlägen. Als sich dieses Mal das Gruppetto um Marcel Kittel bildete, konnte ich noch mithalten im Peleton. Und ich hätte es über den letzten Berg auch fast geschafft, bin aber 1-2 Kilometer vor der Kuppe wirklich explodiert und hab die Abfahrt dann runter ins Ziel locker gemacht. Kopfschmerzen hatte ich allerdings immer noch nach dem Rennen.

Jetzt im Hotel wurde es minimal besser. Die Etappe hat mir wieder etwas Mut gemacht, um auch die nächsten zwei Tage in den Alpen zu überstehen. Ich werde jetzt wieder die Akupunktur bekommen und dann geht es ins Bett. Ich hab euch mal ein Bild angefügt. Meine Freundin sagt, ich sehe aus wie ein Kaktus. =) Wenn es hilft. Hoffentlich kann ich morgen von einem noch besseren Tag berichten…

Foto: Roger Kluge 

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Zum zweiten Mal nach 2010 (damals Team Milram) nimmt Roger Kluge an einer Tour de France teil. In seinem Tour-Tagebuch berichtet der 28 Jahre alte Eisenhüttenstädter von seinen Erlebnissen von der 101. Frankreich-Rundfahrt, die er im Trikot der schweizerischen IAM-Equipe bestreitet.

Webseite Roger Kluge: http://rogerkluge.com

Foto: SilkeOnTour / flickr

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Norweger Kristoff jubelt in Saint-Étienne

Do, 2014-07-17 16:41

Erster Tour-Etappensieg: Alexander Kristoff (Katusha) hat die 12. Etappe der 101. Tour de France gewonnen.

Der 27 Jahre alte Norweger konnte sich nach 185,5 Kilometern von Bourg-en-Bresse nach Saint-Étienne im Sprint gegen den Slowaken Peter Sagan (Cannondale) und den Franzosen Arnaud Démare (FDJ.fr) Bester Deutscher wurde der Geraer John Degenkolb (Giant-Shimano) als 13. Pech hatte indes der deutsche Meister André Greipel (Lotto-Belisol), der knapp 3,5 Kilometer vor dem Ziel zu Fall kam und in der Entscheidung um den Tagessieg nicht eingreifen konnte.

Kristoff: “Zweitschönste Tag meiner Karriere”

“Ich bin immer noch der Meinung, dass Mailand – San Remo mein schönster Erfolg bleibt. Das ist ein eintägiger Klassiker. Bei der Tour gibt es 21 solcher Tage zu gewinnen. Aber ich habe immer davon geträumt, einen Etappensieg zu holen, daher ist das jetzt der zweitschönste Tag meiner Karriere”, kommentierte Kristoff später seinen neunten Saisonsieg. Im März triumphierte der Olympia-Dritte von London 2012 beim italienischen Frühjahrsklassiker Mailand - San Remo. Auch den deutschen Radsportklassiker Eschborn-Frankfurt am 1. Mai konnte Kristoff für sich entscheiden.

Nibali bleibt in Gelb

Keine Veränderungen gab es an der Spitze der Gesamtwertung, die weiterhin der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) mit 2:23 Minuten vor dem Australier Richie Porte (Sky) anführt. Rang drei belegt mit 2:23 Minuten Rückstand der Spanier Alejandro Valverde (Movistar). Mit 3:01 Minuten Rückstand folgt Romain Bardet (Ag2R) als bester Franzose auf Platz vier, gefolgt von Landsmann Thibaut Pinot (FDJ.fr/+3:47). “Das war eine typische Flachetappe nach französischer Art: Hier ist immer alles schwierig, mit Kurven, Steigungen und Gefälle. Und am Ende ein Sprint. Aber die Etappe morgen ist eine andere Nummer”, bilanzierte Nibali.

Foto: Natalie Muir / Lizenzbedingungen (CC BY-NC-ND 2.0)

Webseite Tour de France: www.letour.fr

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Gallopin rettet Vorsprung ins Ziel – Degenkolb Zweiter in Oyonnax

Mi, 2014-07-16 16:23

Tony Gallopin hat seiner belgischen Lotto-Belisol-Mannschaft auf der 11. Etappe den zweiten Tageserfolg bei der 101. Tour de France beschert.

Der 26 Jahre alte Franzose konnte sich nach 187,5 Kilometern Besançon nach Oyonnax mit knapp einer Radlänge Vorsprung vor dem Geraer John Degenkolb (Giant-Shimano) und dem Italiener Matteo Trentin (Omega Pharma-Quick Step) durchsetzen.

“Das ist ein Traum. Vor drei Tagen streifte ich das Gelbe Trikot über und erlebte einen der schönsten Momente meines Lebens. Der folgende Tag war ein Albtraum, und ich habe das Trikot wieder verloren. Und jetzt gewinne ich eine Tour-Etappe”, kommentierte Gallopin, der die 10. Etappe im Gelben Trikot fuhr, seinen ersten Tour-Etappensieg im Anschluss. Für Lotto-Belsiol ist es nach dem Sieg von André Greipel auf dem sechsten Tagesabschnitt bereits der zweite Erfolg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.

Degenkolb: “Das war wirklich eng”

“Das war ganz eng. Noch einmal richtig durchtreten, und wir waren vorbei. Ich habe wirklich daran geglaubt. Natürlich habe ich gesehen, dass Tony Gallopin sehr stark war, und ich ziehe meinen Hut. Das Wichtigste ist jetzt, dass ich keine Schmerzen mehr spüre. Hinter mir liegt die härteste Woche meiner Radfahrerkarriere”, meinte indes Degenkolb. Der Wahl-Frankfurter zeigte sich nach seiner schwere Sturzverletzung aus der vergangenen Woche gut erholt nach dem Ruhetag.

1ère victoire pour / 1st victory for @tonygallopin #TDF pic.twitter.com/JswxqkAE4D

— Le Tour de France (@letour) 16. Juli 2014

Nibali verteidigt Gelb

Der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) verteidigte einen Tag nach dem ersten Ruhetag sein Gelbes Trikot und führt in der Gesamtwertung weiterhin mit 2:23 Minuten vor dem Australier Richie Porte (Sky). Rang drei belegt mit einem Rückstand von 2:47 Minuten auf Nibali Platz der Spanier Alejandro Valverde (Movistar). “Wir müssen tagtäglich auf der Hut sein. Die tägliche Müdigkeit ist schwer zu bewältigen. Vor zwei Jahren war jeden Tag etwas los, das ist mir in Erinnerung geblieben”, resümierte Nibali nach Etappenende.

Talensky leidet sich ins Ziel

Einen qualvollen Tag durchlebte indes der US-Amerikaner Andrew Talansky (Garmin-Sharp), Mitte Juni noch Gesamtsieger beim Critérium du Dauphiné. Das nach mehreren Stürzen in der Gesamtwertung bereits aussichtslos zurückliegende Garmin-Kapitän stieg zwischenzeitlich sogar schon von seinem Velo, um das Rennen zu beenden. Sein Sportlicher Leiter Robert Hunter konnte Talansky letztlich doch zu Weiterfahrt bewegen. Unter Tränen setzte dieser das Rennen fort und erreichte mit 32 Minuten Rückstand noch im Zeitlimit das Tagesziel. “Mein Rücken schmerzt, ich wollte die Sache aber trotzdem für mein Team zu Ende bringen. Ich habe das Rennen für mein Team, meine Kumpels fortgesetzt. Man hat mir für diese Tour vertraut. Ich wollte nicht aufgeben nach allem, was sie für mich getan haben”, sagte Talensky später.

Nous savons pourquoi il est surnommé / We all know why he is called “The Pitbull”! Hats off @andrewtalansky #TDF http://t.co/yPZg5GpSHs

— Le Tour de France (@letour) 16. Juli 2014

Foto: © Cor Vos / Team Giant-Shimano

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Aus am Ruhetag: Auch Cancellara beendet die Tour de France vorzeitig

Mi, 2014-07-16 10:45

Rückzug am Ruhetag: Mit Fabian Cancellara hat der nächste Hochkaräter die 101. Tour de France vorzeitig beendet - das Team Trek verliert nach Andy Schleck seinen zweiten Topfahrer.

“Ich fahre nach Hause und lege eine Pause ein. Es war für mich eine lange Saison, ich habe 59 Renntage auf dem Buckel. Es ist kein Geheimnis, dass ich bei der WM in Bestform antreten will”, teilte Cancellara am Rande des ersten Ruhetags am Dienstag in Besancon mit.

Mit nur noch sechs Fahrern wird das Team Trek dadurch zum Start der 11. Etappe am heutigen Mittwoch antreten. Vor dem 33 Jahre alten Schweizer hatten bereits dessen Teamkollegen Danny van Poppel sowie Andy Schleck die Frankreich-Rundfahrt 2014 vorzeitig beendet.

Cancellara ist nach 2010-Sieger Schleck, Titelverteidiger Christopher Froome (Sky), dem zweifachen Titelträger Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) sowie Sprinter Mark Cavendish (Omega Pharma-Quick Step) das nächste Schwergewicht, das bei der diesjährige Tour vorzeitig vom Rad steigt.

Somit werden noch 179 der ursprünglich 198 am 5. Juli im britischen Leeds gestarteten Fahrer den elften Tagsabschnitt in Angriff nehmen.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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Neuer Hauptsponsor vorgestellt: Aus Team NetApp-Endura wird Team Bora

Di, 2014-07-15 12:14

Mit neuem Anstrich Richtung WorldTour: Das auf Kochsysteme spezialisierte Unternehmen Bora wird ab der Saison 2015 neuer Hauptsponsor und Namensgeber des deutschen NetApp-Endura-Rennstalls.

“Mit Bora haben wir ein Unternehmen als Namensgeber gewonnen, das inhabergeführt ist, gesund wächst, wirtschaftlich sehr gut aufgestellt ist und mit seinen Innovationen den Wettbewerb mit den Großen nicht scheut”, sagte Team-Manager Ralph Denk am ersten Ruhetag der Tour de France bei der Vorstellung des neuen Geldgebers am Dienstag in Besançon. “Da sehe ich ganz klare Parallelen zu unserem Team. Das Engagement von Bora beweist, dass wir in den letzten fünf Jahren die richtige Entwicklung genommen haben.” Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus Oberbayern wurde vorerst auf fünf Jahre bis zum Ende des Jahres 2019 angelegt.

Ziel: WorldTour 2017

Bora ist bereits 2012 auf den Trikots des Rennstalls präsent und wird zum 1. Januar 2015 das erste Namensrecht übernehmen - und den Rennstall in die erste Liga des Straßenradsports begleiten. “Zunächst sind wir glücklich, dass wir die weitere Zukunft des Teams so früh und so langfristig sichern konnten. Mit Bora wollen wir uns als eines der besten ProContinental-Teams weiter etablieren, um im Jahr 2017 in die neue WorldTour aufzusteigen. Nur das ermöglicht uns, Bora die größten Rennen der Welt als Bühne zu bieten”, erklärte Denk.

Foto: Team NetApp-Endura / Roth

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Roger Kluges Tour-Tagebuch: Mit altbekannten Kollegen durch die Vogesen

Di, 2014-07-15 08:36

Geschafft!! Morgen ist Ruhetag Da wir ja zwei Stunden mit dem Bus unterwegs sind, habe ich heute auch mehr Zeit für das Tagebuch.

Und ich bin auch nicht ganz kaputt wie gestern. Es geht mir aber auch nur ein müh besser. Gestern war die Nase zu und ich hatte auch leichte Kopfschmerzen. Die Etappe war gar nicht so viel anders zu der von gestern. Anfangs zwar ein wenig länger flach, aber dann ging es wieder nur noch hoch und runter, und das ganze sechseinhalbmal Mal. Am Ende dann nur noch hoch! Abgehangen wurde ich zwar wieder schon am ersten Berg, konnte aber noch mal zurückkommen.

Das Gruppetto bildete sich dann am dritten Berg. Da unsere Durchschnittsgeschwindigkeit heute nur etwas über 32km/h lag, war es ab dem dritten Berg immer noch ein verdammt langer Tag mit fast den gleichen Kollegen wie am Vortag. Wir arbeiteten aber auch alle wieder gut zusammen, sodass wir vor dem Schlussanstieg zeitlich nicht mehr in Bedrängnis waren und es eigentlich etwas langsamer hätten angehen können. Aber der Berg war zwischendrin so steil, das langsamer bedeutet hätte, absteigen und Räder schieben. Also hat sich jeder irgendwie auch da noch hochgeschleppt. Ach so, der Sommer lässt doch noch auf sich warten… Vormittags hat zwar die Sonne gezeigt, aber pünktlich zum Start gab es einen kurzen Schauer und die Straßen waren wieder nass!

Die ersten 20 Kilometer waren dann zwar doch wieder trocken, aber sobald wir in die Berge gefahren waren, war es meisten nass, und in der Verpflegung zum Beispiel auch so neblig, das man nur ca. 100-200 Meter weit schauen konnte. Jetzt scheint wieder Sonne, typisch! Ich bin jetzt auf alle Fälle schon froh, dass ich morgen den Ruhetag genießen kann. Denn das heißt, ich werde bei der 11. Etappe auch wieder am Start stehen.

Damals - im Jahr 2010 mit dem Team Milram bei meiner ersten Tour-Teilnahme - bin ich zwar Rad gefahren, aber nachmittags dann ins Krankenhaus, wo mein Kahnbeinbruch festgestellt wurde. Das bedeutete das Aus für mich! Ab jetzt ist also alles neu für mich.

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Zum zweiten Mal nach 2010 (damals Team Milram) nimmt Roger Kluge an einer Tour de France teil. In seinem Tour-Tagebuch berichtet der 28 Jahre alte Eisenhüttenstädter von seinen Erlebnissen von der 101. Frankreich-Rundfahrt, die er im Trikot der schweizerischen IAM-Equipe bestreitet.

Webseite Roger Kluge: http://rogerkluge.com

Foto: SilkeOnTour / flickr

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Nibali wieder in Gelb, Contador muss aufgeben

Mo, 2014-07-14 20:29

Mit seinem zweiten Tagessieg hat sich Vincenzo Nibali (Astana) das Gelbe Trikot des 101. Tour de France zurückerobert und ist nach dem Ausscheiden von Alberto Conatdor (Tinkoff-Saxo) der Topfavorit auf den Gesamtsiegt.

Der Italiener Nibali entschied die 161,5 Kilometer lange 10. Etappe von Mulhouse nach La Planche des Belles am französischen Nationalfeiertag als Solist für sich. Rang zwei belegte 15 Sekunden dahinter der Franzose Thibaut Pinot (FDJ.fr), geflogt von dem Spanier Alejandro Valverde (Movistar/+0:20).

“Das ist ein wunderbarer Sieg, den wir der Arbeit des Teams zu verdanken haben, insbesondere der von Michele Scarponi im Finale. Nach gerade einmal zehn Renntagen war das eine äußerst anspruchsvolle Etappe mit Nebel und Regen. Es war die härteste Etappe, die ich bei eienr großen Rundfahrt bisher zu bewältigen hatte, sehr zermürbend”, bilanzierte Nibali im Anschluss der dritten Vogesen-Etappe.

Aus für Contador

Beendet ist die Frankreich-Rundfahrt indes für dessden Landsmann Alberto Contador (Tinkoff-Saxo), der nach einem Sturz in der Abfahrt vom Petit Ballon das Rennen aufgrund eines Schienbeinbruchs beenden muss. Nach dem verletzungsbedingten Aus des britischen Titelverteidigers Christopher Froome (Sky) muss mit dem zweimaligen Tour-Sieger ein weiterer Anwärter auf den Gesamtsieg die Rundfahrt beenden. “Falls ich die Tour gewinne, ist die Frage müßig, ob es an den Stürzen von Froome und Contador lag. Ich war bereit für ein Duell mit Alberto. Aber Stürze gehören zu dieser Sportart dazu, das ist mir auch schon mehrfach passiert”, meinte Nibali.

Martin verliert Bergtrikot

In der Gesamtwertung führt Nibali, der den Franzosen Tony Gallopin (Lotto-Belisol) nach nur einem Tag das Gelbe Trikot wieder abnahm, vor dem ersten Ruhetag am Dienstag mit 2:23 Minuten auf den Australier Richie Porte (Sky). Valverde belegt mit 2:47 Minuten Rückstand auf Nibali Platz drei. Das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers konnte der Spanier Joaquim Rodriguez (Katusha) von Vortagessieger Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step) übernehmen. Das Grüne des Punktbesten bekam indes erneut der Slowake Peter Sagan (Cannondale) übergezogen. In der Nachwuchswertung wurde Martins polnischer Teamkollege Michal Kwiatkowski (Omega Pharma - Quick-Step) durch Franzosen Romain Barde (Ag2R) abgelöst.

Nach dem ersten Ruhetag am Dienstag in Besançon wird die Tour 2014 am Mittwoch mit dem elften Tagesabschnitt fortgesetzt. Drei Bergwertungen der dritten, sowie eine der vierten Kategorie gibt es auf den 187,5 Kilometern von Besançon nach Oyonnax dabei zu passieren.

Foto: Natalie Muir / Lizenzbedingungen (CC BY-NC-ND 2.0)

Webseite des Rennens: www.letour.fr

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Tony-Tag in Mulhouse: Martin siegt als Solist, Gallopin übernimmt Gelb

So, 2014-07-13 16:32

Der doppelte Tony: Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step) gewinnt die 8. Etappe der 101. Tour de France - Namensvetter Gallopin übernimmt das Maillot Jaune.

Nach 170 Kilometern von Gérardmer nach Mulhouse machte der 29 Jahre alte Cottbuser den fünften deutschen Etappensieg der Frankreich-Rundfahrt 2014 perfekt. Den Sprint der Verfolger gewann 2:45 Minuten später der Schweizer Fabian Cancellara (Trek) vor dem Belgier Greg Van Avermaet (BMC) und dem Niederländer Tom Dumoulin (Giant-Shimano). Bester Fahrer der deutschen NetApp-Endura-Equipe wurde der Portugiese Tiago Machado als Zehnter.

Martin: “Ich bin wirklich stolz”

“”Es ist nicht besser eine Etappe auf diese Weise zu gewinnen, aber es ist etwas Besonderes. Ich hab es bei der Tour de France schon ein paar Mal, aber ich wurde nur einmal Zweiter auf dem Mont Ventoux 2009. Ich bin wirklich stolz was ich erreicht habe”, kommentierte Martin seinen dritten Tour-Etappensieg nach seinen beiden Erfolgen im Zeitfahren 2011 und 2013. Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister durfet sich bei der Siegerehrung zudem das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers überstreifen. Insgesamt war es der 75. Tageserfolg eines Deutschen in der Geschichte der Tour de France.

Gallopin übernimmt Gelb

Neuer Träger des Gelben Trikots ist der Franzose Tony Gallopin (Lotto-Belisol), der den Italiener Vincenzo Nibali (Astana) als Führender in der Gesamtwertung ablöste. Nibali erreichte zusammen mit dem Spanier Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) 7:46 Minuten nach Tagessieger Martin das Ziel, während Gallopin in der ersten Verfolgergruppe nach Martin ins Ziel kam.

“Ich wusste, dass es heute eventuell eine Möglichkeit geben könnte, also wollte ich unbedingt bei der Ausreißergruppe dabei sein. Morgen werde ich den Tag im Gelben Trikot verbringen, und das am Nationalfeiertag: das ist unglaublich, das ist mehr als wunderbar”, sagte Gallopin im Anschluss. Mit 1:34 Minuten führt der Teamkollege des deutschen Meisters André Greipel vor dem französischen Nationalfeiertag vor Nibali. Rang drei belegt mit 2:40 Minuten Rückstand auf Gallopin NetApp-Fahrer Machado.

Foto: © OPQS / Tim de Waele

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— Le Tour de France (@letour) 13. Juli 2014

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Auffälligkeiten im Biologischen Pass: UCI sperrt Menchov

So, 2014-07-13 11:46

Der im Jahr 2013 zurückgetretene Denis Menchov ist vom Radsport-Weltverband UCI wegen eines Dopingvergehens zwei Jahre gesperrt worden.

Wie der Verband auf seiner Webseite mitteilte, wurde der 36 Jahre alte Russe aufgrund von Auffälligkeiten in seinem biologischen Pass mit einem Wettkampfverbot bis zum 9. April 2015 belegt. Zudem wurde Menchov aus den Ergebnislisten der Tour de France der Jahre 2009, 2010 und 2012 gestrichen.

Aus Tour-Ergebnislisten gestrichen

Damit verliert Menchov, zuletzt in den Diensten der russischen Katusha-Mannschaft, auch seinen zweiten Gesamtrang von der Frankreich-Rundfahrt 2010. Unangetastet bleiben indes Menchovs Gesamtsiege bei der Vuelta a España (2005, 2007), dem Giro d’Italia 2009 sowie sein dritter Platz der Tour 2008, den er vom des Dopings überführten Österreicher Bernhard Kohl übernommen hatte.

Menchov hatte seine Karriere im Frühjahr 2013 wegen angeblicher Knieprobleme überraschend für beendet erklärt. Der Russe wurde aufgrund seiner angeblichen Verwicklungen in den Wiener Humanplasma-Skandal 2009 von der österreichischen Polizei als Zeuge vernommen. Mit Teamkollegen seiner damaligen niederländischen Rabobank-Mannschaft soll er mehrfach zu Blutabnahmen in Wien gewesen sein.

Foto: Laurent Brun / www.instants-cyclistes.fr / Lizenzbedingungen (CC BY-NC-SA 2.0)

UCI-Liste aller aktueller Dopingsperre

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Roger Kluges Tour-Tagebuch: Die Ruhe vor dem Sturm

So, 2014-07-13 09:51

Die Ruhe vor dem Sturm! Endlich hatte ich einen etwas entspannteren Tag.

Nachdem wir Mathias ja gestern verloren haben - es wurde dann doch ein Oberschenkelbruch diagnostiziert - wird es aber jetzt meistens heißen: geht in Gruppe, wenn die Chance besteht, das sie auch durch kommt. So eine Chance war heute. Chava nutze diese, und konnte sich nach ca. 30 Kilometer mit vier anderen Fahrern absetzen. Da der Wind nicht so stark war, konnte ich entspannt im Feld mit rollen.

Astana machte auch keine Anstalten, die Gruppe zurückzuholen. Das Gelbe Trikot war nicht in Gefahr. Und so fuhren sie bis zu elf Minuten an Vorsprung heraus, und das bei nur noch 50 Kilometer zu fahren. Leider setzte dann auch sehr starker Regen ein, welcher das Tempo extrem in die Höhe trieb, da es auf die Berge zu ging, und natürlich die Gesamtklassementfahrer alle vorne sein wollten.

Okay, das waren dann mal zehn Kilometer, die nicht so entspannt waren. Aber sobald wir in den Berg reingefahren sind, hat sich das Gruppetto gebildet und wir sind mit angenehmen Tempo ins Ziel gefahren. Chava konnte zwar nicht um den Sieg mitfahren, aber er lag bis wenige Hundertmeter vor dem Ziel noch auf dem zweiten Platz. Dann wurde er von den großen Favoriten geschluckt und kam schließlich als Zehnter übers Ziel.

Anschließend haben wir noch fast zwei Stunden gebraucht, um die 30 Kilometer mit Bus vom Ziel zum Hotel zurückzulegen. Dementsprechend spät kam ich wieder zu Massage, zum Dinner und schließlich zu meinem Tagebucheintrag.

Morgen wird es für mich richtig schwer, da direkt nach dem Start gleich ein Acht-Kilometer-Anstieg auf mich wartet. So was gefällt mir ja gar nicht! Schlafenszeit=Erholungszeit…

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Zum zweiten Mal nach 2010 (damals Team Milram) nimmt Roger Kluge an einer Tour de France teil. In seinem Tour-Tagebuch berichtet der 28 Jahre alte Eisenhüttenstädter von seinen Erlebnissen von der 101. Frankreich-Rundfahrt, die er im Trikot der schweizerischen IAM-Equipe bestreitet.

Webseite Roger Kluge: http://rogerkluge.com

Foto: SilkeOnTour / flickr

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Blel Kadri siegt als Solist in Gérardmer La Mauselaine

Sa, 2014-07-12 16:29

Blel Kadri (Ag2R) hat auf der ersten Bergetappe der 101. Tour de France für den ersten französischen Tagessieg gesorgt.

Der 27-Jährige konnte sich nach 161 Kilometern von Tomblaine nach Gérardmer La Mauselaine als Solist durchsetzen und seinen wichtigsten Erfolg als Berufsradfahrer feiern. Zweiter der ersten Vogesen-Etappe wurde mit einem Rückstand 2:17 Minuten der Spanier Alberto Contador (Tinkoff-Saxo), gefolgt vor dem Träger der Gelben Trikots, dem Italiener Vincenzo Nibali (Astana/+2:20).

Kadri: “Uns ist Außergewöhnliches gelungen”

“Es war wirklich fantastisch. Uns ist heute etwas Außergewöhnliches gelungen. Ich hatte vorgehabt, in der Ausreißergruppe des Tages dabei zu sein. Es war wichtig für uns eine Etappe zu gewinnen, das ist uns heute gelungen”, kommentierte Tagessieger Kadri seinen ersten Saisonsieg im Anschluss, mit dem er sich zugleich das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers sicherte.

Nibali wehrt Contador-Angriffe ab

Nibali vergrößerte in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf seinen dänischen Astana-Teamkollegen Jakob Fuglsang auf 2:44 Minuten. Rang drei belegt mit 1:58 Minuten Rückstand der Australier Richie Porte, der die Etappe vier Sekunden hinter Nibali auf dem dritten Platz beendete. Contador rangiert hinter dem Polen Michal Kwiatkowski (Omega Pharma - Quick-Step/+2:26) und seinem spanischen Landsmann Alejandro Valverde (Movistar/+2:27) mit 2:34 Minuten Rückstand auf Platz sechs. “Es war sehr schwer heute. Ich habe mich darauf konzentriert meinen Vorsprung zu verteidigen, Contador sieht sehr stark aus”, sagte Nibali nach dem Ende der Etappe.

Die zweite Etappe durch die Vogesen führt die Fahrter am neunten Tag der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt am Sonntag über 170 Kilometer von Gérardmer nach Mulhouse.

Foto: Laurie Beylier / Lizenzbedingungen (CC BY-ND 2.0)

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Roger Kluges Tour-Tagebuch: Sturz vom Kapitän trübt Podiumspremiere

Fr, 2014-07-11 23:02

Das Positive zuerst! Wir hatten unseren ersten Podiumsauftritt. Heute war Martin in der Gruppe des Tages und wurde als aggressivster Fahrer ausgezeichnet und wird somit morgen mit der roten Rückennummer starten.

Leider gab es auch wieder Stürze im Finale - ich war längst abgehangen, und bin alleine ruhig reingerollt - wo es dieses Mal erst Sebastian erwischt hat und dann, auf dem Finalen Kilometer, leider auch noch unseren Kapitän Mathias Frank.

Er konnte zwar unter Schmerzen die Etappe noch beenden, ist aber anschließend ins Krankenhaus gefahren. Er konnte sein linkes Bein kaum bewegen. So lautet der erste Verdacht: Hüfte oder Oberschenkel im schlimmsten Fall gebrochen. Ich vermutet eher die Hüfte, da er sonst wohl hätte gar nicht ins Ziel rollen können. Aber abwarten, ich hoffe, dass es vielleicht doch nur eine sehr starke Prellung war!

Nun zu mir. Die ersten drei Stunden habe ich mich überhaupt nicht gut gefühlt. Wir sind zwar wieder “nur” dahin gerollt, aber bei jeder kleinen Welle hatte ich einfach ein schei… Bein! Nach einem kurzen und kleinen aufmunternden Gespräch mit Voigte ging es mir schon etwas besser. Er meinte zwar nur, den anderen geht es genauso und er selber habe auch nicht mehr die besten, aber eben diese kleine und wahre Realität, ließ mich dann wieder etwas positiver denken.

Von Kilometer 180 bis 215 wurde es dann wieder hektischer, da dann zwei kleine Berge anstanden, die quasi das Finale einläuteten. Ich hatte wieder Aufgabe die meiste Zeit bei Mathias zu sein, beziehungsweise dann vor dem Berg, Heino soweit wie möglich vorne reinzufahren. Das gelang mit dann auch sehr gut, und die Beine waren dann doch nicht mehr so schlecht. Ich hatte noch ganz kurz versucht mitzuhalten, aber das Tempo war zu hoch für mich, und so bin ich in meinem Tempo weitergefahren. Das Gruppetto war nur zwei bis drei Minuten hinter mir, aber anhalten und warten wollte ich nun auch nicht.

Außerdem hatte ich so alle Aufmerksamkeit der Zuschauer nur für mich Ich geh jetzt zur Massage… bis morgen.

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Zum zweiten Mal nach 2010 (damals Team Milram) nimmt Roger Kluge an einer Tour de France teil. In seinem Tour-Tagebuch berichtet der 28 Jahre alte Eisenhüttenstädter von seinen Erlebnissen von der 101. Frankreich-Rundfahrt, die er im Trikot der schweizerischen IAM-Equipe bestreitet.

Webseite Roger Kluge: http://rogerkluge.com

Foto: SilkeOnTour / flickr

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Italiener Matteo siegt im Foto-Finish in Nancy

Fr, 2014-07-11 22:42

Matto Trentin hat auf der 7. Etappe für den ersten Tageserfolg der belgischen Omega-Pharma-Quick-Step-Mannschaft von Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin bei der 101. Tour de France gesorgt.

Im Foto-Finish-Entscheid setzte sich der 24 Jahre alte Italiener nach 234,5 Kilometern von Epernay nach Nancy hauchdünn gegen den Slowaken Peter Sagan (Cannondale) durch. Der Franzose Tony Gallopin (Lotto-Belisol) belegte auf der zweitlängsten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt Platz drei.

“Dieser Sprint ist um ein paar Zentimeter entschieden worden. Es ging sehr nervös zu, mit diesem komplizierten Finale und den Stürzen, aber ich bin mir dessen nicht so sehr bewusst geworden, weil sich alles hinter mir abgespielt hat”, kommentierte Trentin im Anschluss seinen zweiten Saisonerfolg. Mitte Juni gewann Trentin den sechsten Tagesabschnitt der Tour de Suisse.

Nibali in Gelb in die zweite Tour-Woche

Der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) verteidigte erneut sein Gelbes Trikot des Gesamtführenden und führt mit weiterhin zwei Sekunden vor seinem dänischen Teamkollegen Jakob Fuglsang. Sagan bleibt mit 44 Sekunden Rückstand auf Nibali Dritter und führt weiterhin in der Punkte- sowie Nachwuchswertung. Der Franzose Cyril Lemoine (Cofidis) nimmt das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers mit in die zweite Tour-Woche.

Foto: © OPQS / Tim de Waele

Woowwww… @petosagan vs @MATTEOTRENTIN #TDF pic.twitter.com/Bl6N036oof

— Le Tour de France (@letour) 11. Juli 2014

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