Nun etwas genauer:
Bei traumhaften Bedingungen stürzte ich mich mit meinem neuen 60seven Neoprenanzug in den Pleschingersee – im Hinterkopf hatte ich immer die Worte meines Trainers nicht zu überzocken und locker zu schwimmen. So stieg ich mit ziemlichem Rückstand – über 2 Minuten – aus dem Wasser.
Obwohl ich beim Radfahren starke Rückenschmerzen hatte, übernahm ich mit Daniel Niederreiter bereits nach 10 Kilometern die Führung.
Der zweite Wechsel verlief problemlos – die Schuheinlagen waren diesmal eingeklebt!
Bis km 6 war es ein Kopf-an-Kopf Rennen, doch plötzlich klopfte mir Daniel aufmunternd auf die Schulter und blieb zurück (Hut ab, dass er dennoch gefinisht hat!).
Die nächsten Kilometer absolvierte ich alleine, wohlwissend, dass Dani Wyss Schritt für Schritt immer näher kam. Allerdings war mir das zu diesem Zeitpunkt ziemlich egal – ich kämpfte eher mit der Versuchung kurz stehenzubleiben und mich nach einer kalten Dusche umzusehen.
Im Selbstmitleid versunken ließ ich mich bei km 14 von Dani Wyss überholen.
Durch eine erfrischend kalte „Dusche“ beim Lentos fühlte ich mich wie neugeboren und nach ca. 1,5 km hatte ich das 300m Loch wieder geschlossen - Mein Kampfgeist war geweckt.
1,5 km vor dem Ziel forcierte ich das Tempo und setzte mich ab.
Im Ziel wurde ich bereits von meiner Freundin Lisa und meinem Trainer Thomas freudig erwartet.
Ich freue mich über diesen Sieg, aber das Wechselbad der Gefühle während des Wettkampfes erstaunt mich immer wieder. Von Gedanken ans Aufgeben bis zur vollen Glückseligkeit ist bei mir wirklich alles dabei!