Lange Zeit – um genauer zu sein 2 Jahre 1 Monat und 4 Tage – ließ er sich nicht blicken … um genau zu sein: mein ganz persönlicher innerer Schweinehund. Doch vergangenen Sonntag bei den Staatsmeisterschaften über die Mitteldistanz in Obertrum war er plötzlich da.
Beim Schwimmen ging`s mir sehr gut, beim ersten „Landgang“ lag ich auf Platz 5 und konnte diesen - trotz einiger Schläge die ich im Wasser einstecken musste - auch fast halten.
Nach dem Wechsel auf die Radstrecke befand ich mich in der Führungsgruppe mit Höfer, Fachbach und Renko.
Wie ich bereits vermutete waren die 90 km nicht zu unterschätzen und hatten es dank der technisch anspruchsvollen Strecke auch in sich. Dennoch konnte ich noch relativ fit vom Rad steigen und aufgrund eines sehr schnellen Wechsels als Zweiter auf die Laufstrecke gehen.
Auf den ersten zwei Kilometern fühlte ich mich noch ganz okay, doch dann bekam auch ich die Hitze des Tages so richtig mit, ich bekam leichte Kreuzschmerzen und da war er ….. der innere Schweinehund.
Bis Kilometer 6 kämpfte ich mit ihm, aber als ich dann meinen Trainer und meine Freundin entlang der Laufstrecke sah, da hatte „Er“ gewonnen.
Nachdem jetzt ein paar Tage vergangen sind, und ich auch einige sarkastische Bemerkungen einstecken musste, ist dennoch der Ärger über das DNF noch nicht vergangen.
Allerdings hoffe ich, dass ich den inneren Schweinehund nun für laaaange Zeit erfolgreich wegsperren kann und diese Saison noch gute Ergebnisse erzielen werde.