„Ligety ist Super-G-Weltmeister. Nur Blech für Österreich“!

Foto: Heinz Hörhager

Mussten die Fans gestern zum WM-Auftakt stundenlang ausharren, um eine Medaillen-Entscheidung zu sehen, so ging am heutigen Renntag alles planmäßig über die Bühne.

Fast alles: Denn wie im Super-G der Damen blieben die Medaillen-Ränge für die ÖSV-Athleten abermals unerreichbar.

So holte sich der US-Amerikaner Ted Ligety vor nahezu ausverkauftem Haus in 1:23:96 Minuten die Goldmedaille. Silber ging doch etwas überraschend an den Franzosen Gauthier De Tessieres (+0,20).

Der eigentliche Top-Favorit, Axel Lund Svindal aus Norwegen musste sich mit der Bronzemedaille begnügen (+0,22).

„Ich habe viel Risiko genommen, aber es ist alles aufgegangen“ meinte der neue Weltmeister nach seinem ersten Super-G-Sieg überhaupt.

Für die ÖSV-Herren blieben leider nur die Ränge vier und fünf. Hannes Reichelt musste nach einem Fehler im Zielhang mit dem undankbarsten aller Plätze bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen vorlieb nehmen. Rückstand auf Bronze: Gerade mal 0.33 Sekunden. Der junge Kärntner Matthias Mayer fuhr unmittelbar hinter Reichelt auf den fünften Endrang (+0,95).

Die weiteren ÖSV-Starter Romed Baumann (8.Platz) und Georg Streitberger (10.) konnten sich noch in den Top-Ten platzieren.

Und einer hatte sportlich fair gleich nach der „Flower-Zeremonie“ im Zielgelände über Facebook dem neuen Weltmeister seinen Respekt gezollt. „Gratuliere Ted, diesen Lauf wäre ich auch gerne gefahren“… schrieb Marcel Hirscher. Seine Zeit wird bei der Heim-WM sicher noch kommen.