Zwei Großereignisse im Triathlon-Jahr 2011 am kommenden Wochenende

Foto: Grohs - zu sehen: Birngruber Christian

Am kommenden Wochenende finden in Österreich gleich zwei Großereignisse im Bereich Triathlon statt.

Zum Einen wird am Samstag auf der Wiener Donauinsel ein neuer Österreichischer Staatsmeister über die Kurzdistanz ermittelt und zum Anderen findet am Sonntag in Klagenfurt der „5150“ statt.

Beide Bewerbe werden über die Distanzen 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen ausgetragen, könnten aber unterschiedlich nicht sein. Während die Staatsmeisterschaft ganz im Zeichen des Windschattenfahrens am Rad steht, ist es genau das, was beim 5150 Bewerb strengstens untersagt ist.

Was ändert sich in der taktischen Verhaltensweise?

Bei der Staatsmeisterschaft wird es sicher darauf ankommen, bereits beim Schwimmen vorne dabei zu sein. Wer nicht in die erste Radgruppe kommt, muss darauf hoffen, dass diese sich nicht einig ist und daher bummelt, und gleichzeitig muss er selbst dann noch geeignete Partner finden um die erste Gruppe einzuholen. Bei solch einer Aufholjagd wird mehr Energie verbraucht, welche dann wiederum beim entscheidenden 10km Lauf fehlt.

Der 5150er steht ganz im Zeichen des ursprünglichen Triathlongedankens – der einsame Kampf über drei Disziplinen. Nur wer in allen drei Disziplinen sehr gute Leistungen bietet, kann am Ende siegen. Die WTC bietet diese Events heuer zum ersten Mal an und sie stehen vom Format in direkter Konkurrenz zu den Triathlonweltcups – welche aber die einzige Möglichkeit sind, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Bei beiden Bewerben gibt es ein hochkarätiges Starterfeld!

Bei den Staatsmeisterschaften in Wien sind fast alle heimischen Größen genannt, neben Titelverteidiger Franz Höfer (dessen Start ist aufgrund einer Verkühlung noch fraglich) und Paul Reitmayr (Gesamtrang Zwei 2010, Staatsmeister 2007) finden sich auf der Starterliste auch Namen wie Niko Wihlidal, Philipp Podsiedlik, Gerald Horvath, Lukas Gaggl, Lukas Hollaus, Wolfgang Mangold, Christoph Lorber und Max Renko.

Bei den Damen ist die Vizestaatsmeisterin aus dem Vorjahr, Irina Kirchler ebenso am Start wie die junge Lisa Perterer und amtierende Mitteldistanzstaatsmeisterin Eva Wutti.

Franz Höfer: „Ich war die letzten Tage leider etwas verkühlt und weiß daher noch nicht ob ich die Staats machen werde. Priorität liegt auf dem Weltcup in Kitzbühl und der EM!“

Reitmayr Paul zu seinen Zielen in Wien: „Ziel ist es natürlich, wie 2007, wieder Staatsmeister zu werden. Die Form ist auf alle Fälle sehr gut, fühle mich im Wasser und an Land so stark wie noch nie.“

Max Renko und Niko Wihlidal haben sich aber am kommenden Wochenende noch mehr vorgenommen. Beide stehen auch auf der Startliste für den 5150er in Klagenfurt.

Niko Wihlidal, angesprochen darauf warum er beide Bewerbe machen will: „Die Staatsmeisterschaft mache ich vor allem fürs Team – aufgrund meiner Schwimmleistung ist einfach nicht mehr drinnen als im Mittelfeld zu finishen. Für Klagenfurt bin ich gemeldet, um zu sehen wie es mir im Vergleich zu der Triathlonspitze geht, in einem Rennen ohne Windschattenfahren. Ob ich jedoch einen Tag nach der Staats eine Topleistung abrufen kann, ist jedoch die Frage und vor allem kommt es auch noch darauf an, ob ich in der gleichen Welle starte oder nicht.“

Die Triathlonspitze, welche Niko angesprochen hat, sind unter anderem Filip Ospaly (Sieger beim 70.3 in St. Pölten), Alun Woodward und Swen Sundberg.

Neben den beiden bereits genannten Österreichischen Startern sind auch Dominik Berger, Markus Ressler und Christian Birnguber sicher gut für Platzierungen Richtung Top 20 oder sogar Top 10.

Ergebnisberichte werden wie immer hier auf TopSportAustria zu finden sein!

Links zu den beiden Veranstaltungen:

http://www.viennacitytriathlon.at/de

http://5150klagenfurt.com/