Wolfgang Fasching finalisiert die 7 Summits der Alpenländer non-stop

Nach der Besteigung des Mount Everest vor zehn Jahren, der erfolgreichen Umsetzung des Projektes 7 Summits (Besteigung der höchsten Gipfeln der 7 Kontinente) schaffte Extremsportler Wolfgang Fasching heute das nächste Gipfelprojekt: die 7 Summits der Alpenländer. Mit dem 2.864m hohen Triglav in Slowenien bewältigte er non-stop den siebenten und letzten Alpengipfel.

Vor zehn Tagen war Wolfgang Fasching Richtung Frankreich aufgebrochen, wo mit dem Mont Blanc der erste der sieben höchsten Gipfeln der sieben Alpenländer wartete. Dazwischen absolvierte er die Strecken von Berg zu Berg über rund 1.100 Kilometer und 16.500 Höhenmeter auf dem Rad. "Man könnte sagen, es ging dann nochmals mit dem Rad zwei Mal auf den Mount Everest", schmunzelte ein abgeschlankter Wolfgang Fasching in Slowenien. Aufgrund der Strapazen der letzten Tage und vor allem des heißen Wetters hat er rund fünf Kilo abgenommen. "Vor allem auch ein gravierender Flüssigkeitsmangel machte Wolfgang zu schaffen", meinte seine Frau und Betreuerin Doris Fasching.

Nach der 175,5 Kilometer langen und mit 1.750 Höhenmetern gespickten gestrigen Radetappe vom Großglockner nach Slowenien begann heute Früh um 6:15 Uhr der Aufstieg zum Triglav in den Julischen Alpen. "Es ist ein imposanter Berg, mit einer der höchsten Wände der Ostalpen. Man könnte auch sagen, er ist ein richtiges Wahrzeichen. Zumindest, wenn man nach der Zahl der Bergsteiger geht. Denn bei unserem Aufstieg waren schon mehr als 100 Autos geparkt, um 5:00 Uhr gingen die ersten Bergsteiger los, es war eine richtige Völkerwanderung", beschreibt Wolfgang. Begleitet wurde er von Bergfreund Andreas Prammer und Fotograf Gregor Hartl und nach einer beschwerlichen Gehzeit von 4:12 Stunden erreichten sie um 10:22 Uhr den Gipfel. "Ich war schon überrascht, wie schwer der Triglav war. Vor allem habe ich schon die Strapazen der letzten eineinhalb Wochen gespürt. Ich bin froh, dass ich dieses Projekt erfolgreich beenden konnte und freue mich schon auf die Heimat", so der Wahl-Oberösterreicher. Insgesamt war Wolfgang Fasching seit seinem Aufbruch am 12. August pro Tag zwischen 14 und 18 Stunden auf den Beinen bzw. auf dem Rad und einmal ging er 24 Stunden durch.

"In Summe war das Projekt viel anstrengender als gedacht. Die Konzentration muss vor allem bei den Auf- und Abstiegen gegeben sein. Gefährliche Situationen gab es hauptsächlich auf dem Rad, hier wegen des starken Verkehrs in Italien und im Pustertal. Wenn du auf dem Rad sitzt und es passiert was, hast du relativ wenig Einfluss darauf. Nicht so ist es beim Bergsteigen, wo das meiste an einem selbst hängt", so Wolfgang. Als ganz besonderen Moment beschreibt er die 24 Stunden-Überquerung des Mont Blanc und den Gipfelsieg in Frankreich.