Nach dem Hoch kommt bekanntlich das Tief … so auch nach der langen Trainingsphase und dem anschließenden Etappenrennen CRAFT BIKE TRANS GERMANY. Vorbei sind die Zeiten von 6 Trainingseinheiten pro Woche, von einem Kalorienverbrauch in 4-5-stelligen Bereich und von einem Materialverschleiß, der den Geldbeutel zum Trauern bringt. Vorbei sind das Taktieren mit der eigenen Leistung, das „Körner einteilen“ auf 4 Etappen und Hammer-vielen Höhenmetern, das stundenlange Anstehen am Bikewash-Platz oder das tägliche Durchchecken des Bikes … Herzlich willkommen im normalen Alltagsleben.
Die letzte Etappe hinter mich gebracht, stand ich beinah umgehend bei meinem Arbeitgeber und versuchte mich wieder in das normale Leben einzugliedern. Doch zum Glück dauerte diese „Eingewöhnungsphase“ gerade mal 1 Woche – dann ging es auf direktem Weg zum Family-Urlaub an die schöne Adria.
Die Vernunft hat gesiegt und dem ach so gestressten Körper eine Auszeit gegönnt … Das Bike gegen den Kinderwagen getauscht und das Einzigste, was zweistellig war, war die tägliche Windelanzahl. Vom Bikewash-Platz zum Camping-Waschplatz, von Energieriegel und Isogetränk zur Pizza und Rotwein und vom Trainingsplan zur Ebbe und Flut. Kein Bike in der Nähe und die Laufschuhe auch daheim gelassen genieße ich den Urlaub mit Frau und Kindern in vollen Zügen. Wellenreiten mit dem Großen, Sandburgen bauen mit dem Mittleren und Zickenkrieg mit dem Dornenwedel .. also der Kleinsten, so verbrachte ich dann die vergangenen beiden Wochen in perfekter Familienidylle im Land der „Mamas“ und „Pizzas“. Was vorher die Bikekollegen und Verpflegungsstellen waren, waren hier im Urlaub die vielen „besten Freunde mit Ihren Uhren, Brillen und Handtüchern“ und der Eisverkäufer. Mann sollte nicht glauben, wie viel Freunde man auf einmal am Strand hat … und was die alle verkaufen …
Trotz der sportfreien Zeit folgten meine Augen und Kopf von Tag zu Tag immer häufiger den vielen Rennradlern und Läufern hier im flachen Nudelland. Den Urlaub dann erfolgreich zu Ende gebracht, stehen noch 7 freie Tage auf dem Plan. Wetter gut, Kinder aus dem Haus, Frau mit der vielen Urlaubswäsche beschäftigt – Hallo Bike, wie geht`s dir?!
Bis zur nächsten Ausfahrt … der Radler aus dem Nachbarland!