Pressekonferenz Challenge Walchsee

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Morgen geht zum dritten Mal die Challenge Walchsee-Kaiserwinkel in Szene. Heuer wird im Rahmen dieses Bewerbes auch die österreichische Staatsmeisterschaft über die Mitteldistanz (1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km Laufen) ausgetragen. Das Teilnehmerfeld ist sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren extrem stark besetzt. Ich war heute am Vormittag vor Ort bei der Pressekonferenz und von der entspannten Atmosphäre unter den Athleten überrascht.

Der OK-Chef Andreas Klingler zeigte sich über die Arbeiten der über 600 Helfer begeistert. „Wir haben heuer ein paar kleine Änderungen vorgenommen, die zu einer weiteren Verbesserung der Veranstaltung beigetragen haben. Wir haben ein kleines Stück der Radstrecke verändert wo der Asphalt einfach nicht mehr für Rennräder fahrbar war und haben die Wechselzone etwas weiter vom See entfernt gelegt – trotzdem werden die AtheltenInnen keine schmutzigen Füße bekommen, wir haben alles mit Teppichen ausgelegt“ erzählt Klinger am Vortag des Bewerbes.

 

Bei den Damen wird der Sieg sicher über die Amerikanerin Mary Beth Ellis und die Neuseeländerin Gina Crawford führen:

Ellis: „Ich leide noch unter dem Jetlag, aber ich bin gerne hier in Österreich. Meine erste Langdistanz habe ich in Klagenfurt bestritten.“ Über ihre Favoritenrolle sagt Ellis: „Damit habe ich nicht so ein Problem, wir starten alle gemeinsam und versuchen alle unser Bestes zu geben und so pusht man sich gegenseitig zu tollen Leistungen.“ Angesprochen auf das schlechte Wetter sagt sie: „Das ist für alle gleich und jeder muss damit zurechtkommen“

Crawford machte die letzte Saison Babypause und angesprochen auf ihre vielen Starts dieses Jahr: „Ich werde nächstes Jahr nur an Bewerben in Australien und Neuseeland teilnehmen. Heuer wollte ich viele Rennen besonders in Europa bestreiten weil unser Sohn noch kleiner ist und das Reisen etwas leichter.“ Angesprochen ob sie neben den vielen Rennen noch zum trainieren kommt: „Nur wenig, aber wenn man sich im Kopf darauf einstellt, dann klappt das auch so recht gut.“

Eva Wutti ist noch gezeichnet von einem Sturz beim Ironman 70.3 Zell am See letztes Wochenende. Sie hat viele Abschürfungen im Knie und Hüftbereich, welche sie etwas behindern. Sie ließ ihren Start in Walchsee bis heute zur Pressekonferenz offen – will aber einen Start morgen versuchen.

Bei den Herren sind Vorjahressieger Ronnie Schildknecht, der Vorjahreszweite Timo Bracht und Europameister Andreas Raelert die Topfavoriten auf den Sieg.

Raelert: „Ich komme direkt aus der Höhe von St. Moritz wo ich mich auf Hawaii vorbereite. Ich bin seit 3 Tagen hier und das klappt bei mir meist recht gut. Das Rennen bestreite ich aus dem Training heraus um zu sehen wo ich stehe. Sollte ich hier gewinnen, so weiß ich, dass die Form passt. Sollte ich nicht gewinnen, dann kann ich aus meiner Leistung zumindest Rückschlüsse ziehen woran es noch fehlt um dies in den letzten Wochen Richtung Hawaii noch zu verbessern.

Timo Bracht, angesprochen auf seine aktuelle Verfassung: „Ich bin heute schon wieder etwas frischer. Ich war vergangene Woche noch in der Höhe auf 2500m bei Hitze, da ist die Umstellung vom Wetter her schon krass. Ich hatte hier letztes Jahr ein super Rennen und war überrascht, dass da noch einer schneller war. Aber wie man auch gesehen hat, war ich schon fast in zu guter Form letztes Jahr und ich konnte diese nicht bis Hawaii halten.“

Schildknecht selbst schätzt die Chance auf die Titelverteidigung so ein: „Es wird sehr schwer. Letztes Jahr war es ein sensationelles Rennen von mir. Leider hat es dann in Hawaii gar nicht geklappt.“ Angesprochen auf die Renntaktik: „Ich kenne meine Stärken, aber auch meine Konkurrenten kennen diese. Meine Stärke liegt sicher am Rad und beim Laufen muss ich dann einfach schauen in welcher Form meine Beine am Wettkampftag sind.“

Als Favorit auf den österreichischen Staatsmeistertitel gilt der Salzburger Franz Höfer. Doch auch Höfer ist von einem Radsturz in Zell am See etwas gehandicapt. „Ich bin gestern das erste Mal wieder gelaufen, mein Becken schmerzt immer noch etwas. Ich muss für morgen einfach schauen was geht und möchte vor allem finishen. Man wird dann sehen was am Ende dabei herauskommt. Die Konkurrenz ist sehr stark.“

Bei den Herren rechnen sich sicher Christian Birngruber, Daniel Niederreiter, Hannes Hempel und Christoph Lorber Chancen auf das Staatsmeisterschaftspodium aus. Wie weit sie in der Gesamtwertung nach vorne kommen können bleibt abzuwarten – Top ten ist sicher für den ein oder anderen möglich.

Das Wetter präsentiert sich aktuell in Walchsee von der nicht angenehmen Seite. Lufttemperatur bei 15° und leichter Regen laden aktuell nicht sehr zu einem Triathlon ein. Für Morgen soll es aber zumindest trocken bleiben. Die Wassertemperatur liegt bei etwa 21° - es wird im Wasser wärmer sein als auf den ersten Kilometern am Rad.