Der Linz Marathon 2013 brachte eine gelungene Veranstaltung mit ausgezeichnetem Wetter und vielen durchwegs zufriedenen Teilnehmern. Wenn auch mit einigen kritischen Anmerkungen zur Steckenlänge der Bewerbe. Dies hat in Linz schon Tradition. Für die Steckenrekordsambitionen war den Top-Läufern etwas zu viel Wind, die gelaufenen Zeiten waren jedoch durchwegs ordentlich.
Über die tatsächliche Teilnehmerzahl ist der Presse das alljähliche Hick-Hack zu lesen, wärend der Veranstalter und Medienpartner OÖN von 16.400 Anmeldungen spricht, rechnet die Krone in ihrem, wie gewohnt eher negativen Bericht über die Veranstaltung 14.145 Teilnehmer aus den Ergebnislisten vor.
Die Nachbetreuung der Rückmeldungen durch den Veranstalter ist jedoch ein Musterbeispiel, wie mit Kundenmeiningen in der Zeit von Internet und Social Media nicht umgegangen werden soll. Hier wurde einem Teilnehmer, der auf der Facebookseite des Linz Marathons leichte Kritik zur Steckenlänge kund tat mit einer Klage gedroht:
"Liebes Organisationsteam!! Bin doch sehr enttäuscht, dass von der Verlängerung bzw. falschen km-Markierung beim HM nichts publik gemacht wurde!! :( "
Antwort von Ewald Tröbinger:
" ... Hier wird versucht uns wieder etwas trotz dieser tollen korrekten Veranstaltung "anzuhängen". Wir werden dagegen uns jetzt ernsthaft und ohne zu Zögern mit einer KLAGE wehren. Jetzt reichts ... " (Gramatik des Originalzitats nicht verändert)
Presse-Kollegen des Internetportals www.hdsports.at wurde wegen eines kritischen Berichts über unerlaubte Verpflegungsannahme der Spitzenläufer:
https://www.hdsports.at/laufsport/39-laufen/7283-kuriosum-linz-marathon-wird-weidlinger-nachtraeglich-sieger
ebenfalls mit einer Klage gedroht.
Von beiden Klagsdrohung wurde in der "Krone" berichtet, und es wurde von den Betroffenen auch bestätigt.
Hier ist die Kommunikation wohl deutlich aus den Ruder gelaufen, und es sollten von den Verantwortlichen für die Zukunft hier Verbesserungen vorgenommen werden.