Licht und Schatten für die ÖTRV-Athleten

Foto: Martin Steiger

Nur eine Woche nach der ETU Mercedes-Benz Triathlon Europameisterschaft über die Olympische Distanz, fand heute in Düsseldorf die Europameisterschaft auf der Sprintdistanz statt. Während Julia Hauser nach einem Schlagloch mit einem technischen Defekt am Rad zu kämpfen hatte, wurde Thomas Springer unverschuldet in einen Sturz verwickelt. Er musste das Rennen frühzeitig beenden. Glänzen konnte heute jedoch der Nachwuchs beim Junioren-Europacup in Bled (SLO).

Technischer Defekt verhindert Top-Platzierung

Bei den Damen ging ÖTRV-Athletin Julia Hauser an den Start. In ihrem zweiten Rennen nach ihrer Zwangspause (Blinddarm-OP im März) startete die Wienerin gut ins Rennen. In absoluter Reichweite auf die Spitzengruppe erwischte sie aber kurz nach dem Wechsel auf das Rad ein Schlagloch und ihre Lenkerstange kippte runter. Sie verlor dadurch wertvollen Boden und konnte damit nicht mehr um die Spitzenplätze mitkämpfen. Sie erreichte Platz 26. Den Europameistertitel holte sich vor Heimpublikum die Deutsche Laura Lindemann.

„Natürlich bin ich traurig, dass ich heute erneut vom Pech verfolgt war. Ich versuche aber das Positive zu sehen, denn mit meiner Leistung beim Schwimmen bin ich sehr zufrieden“, so Hauser.

ETU Sprint-Europameisterschaft Düsseldorf (GER), Damen

Sprintdistanz (750 m Schwimmen, 20,3 km Radfahren, 5 km Laufen)

1. Laura Lindemann (GER), 1:03:35 h

2. Jolanda Annen (SUI), 1:03:38 h

3. Vendula Frintova (CZE), 1:03:38 h

26. Julia Hauser (Triathlonclub Kagran, W), 1:06:32 h

 

Thomas Springer unverschuldet gestürzt

Thomas Springer konnte gemeinsam mit seiner Verfolgergruppe auf der letzten Radrunde die Spitzengruppe stellen. Auf dieser kam er dann unverschuldet, wie auch acht weitere Athleten, durch ein auf der Strecke querstehendes Motorrad zu Sturz. Springer musste das Rennen frühzeitig beenden. Mit Abschürfungen und Schulterschmerzen kam der Wahl-Salzburger noch relativ glimpflich davon. Der Portugiese Joao Pereira kürte sich nach seinem Triumph letzte Woche in Kitzbühel auch auf der Sprintdistanz zum neuen Europameister. Zweiter wurde der Franzose Pierre Le Corre und ebenso wie letzte Woche holte sich Joao Silva EM-Bronze.

ÖTRV-Nachwuchs ganz groß

In Bled (SLO) zeigten heute Österreichs Nachwuchsathleten wieder einmal auf! Vorjahres Junioren Europacup-Siegerin Pia Totschnig holte wie auch im Vorjahr den 2. Platz. Einziger Wermutstropfen: Wäre ihr am Berg nicht die Kette rausgesprungen, hätte sie erneut einen vollen Erfolg einfahren und ihren dritten Junioren-Europacupsieg feiern können. Für weitere Top-Platzierungen sorgten Magdalena Früh (8. Platz) und Anne Struijk (9. Platz).

Ebenso stark auch die ÖTRV-Junioren. Wie Totschnig bei den Juniorinnen, holte der amtierende Sprint-Staatsmeister Philip Pertl in Bled den 2. Platz bei den Junioren. Es ist dies sein zweites Junioren-Europacuppodest. Nur 7 Sekunden fehlten Tjebbe Kaindl als Vierter auf seinen ersten Podestplatz. Leon Pauger wurde 8. und Lukas Gstaltner kam auf Platz elf ins Ziel.