Laufen mit Kindern

Für Familien ist es nicht immer leicht, Sport und Kinder unter einen Hut zu bringen. Da kommt schnell der Gedanke auf, alles miteinander zu verbinden. Solange die Kinder noch im Kinderwagen sitzen, geht das ganz einfach. Sportliche Jogger als Kinderwagen gleichen auch unebene Böden aus und Kleinkinder genießen es zumeist, in flottem Tempo durch die schöne Landschaft gefahren zu werden. Schwieriger wird es, wenn die Kleinen dafür zu groß werden. Mit Kindergartenkindern kann man natürlich nicht gemeinsam laufen. Spaziergänge und kurze Spurts sind aber immer drin. Sie sind gesund und machen den Kindern viel Spaß. Mit der Einschulung nimmt bei Kindern die Kondition zu. Sportliche Kinder möchten dann gern mit, wenn Mama und Papa die Laufschuhe anziehen. Doch in diesem Alter dürfen Kinder keinesfalls ihre Eltern laufend begleiten. Sie können stattdessen auf dem Rad mitfahren. Damit das Kind nicht überfordert wird, sollte man sich während des Ausflugs unterhalten. Lässt die Motivation des Kindes nach, wird es schweigsamer oder langsamer, muss der Ausflug enden.

Schulkinder im Laufsport

Auch sehr sportliche Kinder, die in der Schule schon durch hohe sportliche Leistungen auffallen, sollten in der Freizeit nicht zu sehr gefordert werden. Ein 10 jähriger schafft durchaus auch schon längere Etappen, Die Fähigkeit zu haben bedeutet nicht, dass ihm das auch gut tut. Gerade bei Kindern, die früh im Laufsport gefördert werden, zeigen sich oft später schwere Leistungseinbrüche. Deshalb ist besonders bei Kinder-Wettkämpfen Vorsicht angesagt. Das gilt vor allem bei den Kindern, die besonders ehrgeizig sind. Trainiert das Kind in einem Verein, sollte man regelmäßig zuschauen und sich ein Bild vom Trainingsausmaß machen. Kinder ab 11 Jahren können bis zu dreimal pro Woche trainieren, der Schwerpunkt sollte aber nicht auf der Tempoarbeit oder langen Strecken liegen. Es sollte stets genügend Zeit für andere Freizeitaktivitäten bleiben, damit die Entwicklung nicht darunter leidet.

In der Pubertät

Kinder, die aktive Sportler sind, kommen oft leichter durch die Pubertät. Laufen die Eltern ebenfalls, so ist der gemeinsame Sport eine wichtige Basis, die dem Zusammenhalt sehr gut tut. Nicht nur deshalb sollte man die Kinder ermutigen, ihren Sport weiter zu betreiben, ohne sie jedoch zu zwingen. Mehr als 60 km pro Woche sollten auch talentierte und gut trainierte Jugendliche nicht laufen. In diesem Fall gilt: weniger ist mehr. Die Zahl der Wettkämpfe sollte möglichst gering sein und kritisch diskutiert werden. Außerdem sollten sich Eltern vorher über die Strecke informieren. Schöner als Straßenläufe sind zum Beispiel spannende Crossläufe durch den Wald.