Schuld sind natürlich immer nur die anderen! Und dabei fing alles so schön an: Da hat man sich endlich eine kleine feine Gruppe an Triathleten zusammen gesucht und gemeinsam mit dem Trainingsplan begonnen, schon gibt es die ersten Opfer: Ach ja, da wäre ja die Frau oder Freundin, die unbedingt einen romantischen Abend verbringen will, dann müssen noch Überstunden in der Arbeit geleistet werden, das Haus muss auch mal dringend wieder renoviert werden und überhaupt, für Triathlon bleibt ja jetzt gar keine Zeit mehr!
Oder auch gut: Der eine Mitstreiter hat jedes Mal eine saftige Ausrede, warum es ausgerechnet dieses eine Mal nichts wird. Nur dass er eine solche „gute“ Entschuldigung irgendwie in jeder Woche vorzubringen hat. So eine Gruppendynamik hat Folgen: Wie Dominosteine kippen die einzelnen Triathleten nacheinander weg, bis keiner mehr steht.
Einer für alle: Zusammen gegen die Bequemlichkeit
Doch was ist hier zu tun? Alle Sportler-Freunde in ein Triathlon-„Bootcamp“ nach Amerika verfrachten und dort zum Trainieren zwingen? Den heroischen Einzelkämpfer mimen? Und dann – wenn alle anderen schon an Übergewicht und Muskelschwund leiden – mal wieder vorbei schauen und den durch gestählten Körper zeigen? Vielleicht nicht die beste Idee, wenn Freundschaften halten sollen.
Aber woran liegt es eigentlich, dass sich gerade in Gruppen schnell die inneren Schweinehunde breit machen, statt dass sich alle gegenseitig motivieren? Vielleicht weil insgeheim gar keiner Lust auf fordernde sportliche Qualen hat?
In einem solchen Fall kann es helfen, sich erst einmal zu vergewissern, ob auch alle auf dem gleichen Niveau sind, dann einen Trainingsplan erstellen, der an realistische Ziele geknüpft ist und Belohnungen ausloben: Nach erfolgreichem Training geht’s dann mal für einen Abend in die Kneipe, ins Fußball-Stadion, zum Rockkonzert oder in die Sauna.
Eine weitere sehr gute Idee wäre, ein richtiges Sportler-Wochenende zu organisieren: Tagsüber hartes Training und die Abende mit tollen Highlights, etwa einem gemütlichen Besuch im Biergarten, Gourmet-mässig essen gehen oder was einem sonst noch einfällt.
Dann klappt es auch mit dem inneren Schweinehund – ganz ohne Hundeleine!