Harte äußere Bedingungen kennzeichneten den heutigen Ironman Bewerb in Frankfurt. Diesmal war es jedoch keine Hitzeschlacht sondern kalte, nasse und windige Bedingungen erschwerten den Startern das Durchkommen. So sah man viele Spitzen- wie auch Hobbyathleten, wie sie von den Sanitätern mit Unterkühlungen behandelt werden mussten. Die Bedingungen schlugen sich auch in den Zeiten nieder, die deutlich langsamer waren als in den Rekordrennen von Klagenfurt und Roth.
Obwohl mit Faris Al-Sultan ein sehr bekannter Athlet gewann, ist das Ergebnis doch eine Überraschung. Nachdem der Hawaii Sieger von 2005 in den letzten Jahren in Frankfurt keine Topresultate ablieferte, traute es man ihm auch heuer nicht zu. In Interviews vor dem Bewerb stapelte er auch Tief und gab an, nicht besonders in Form zu sein. Das Rennen wurde jedoch zu einer deutlichen Angelegenheit für ihm. Nachdem er mit der Spitzengruppe aus dem Wasser stieg, übernahm er am Rad schnell die Spitzenposition und setzte sich von den Verfolgern ab. Stetig baute er seinen Vorsprung bis zum zweiten Wechsel auf ca. 9 Minuten aus und verteidigten seine Führung klar im abschließenden Marathon. Die Ehrenplätze belegten seine Landsleute Jan Raphael und Michael Göhner.
Beim Damenbewerb galt die Schweizerin Caroline Steffen nach ihrem 2.ten Platz vom Vorjahr und dem 2.ten Platz auf Hawaii als Top-Favoritin, nachdem die Siegerin des letzten Jahres Sandra Wallenhorst wegen einer Verletzung nicht am Start war. Bis nach dem Radsplit sah es nach einem klaren und deutlichen Sieg der Schweizerin aus, dann wurde der abschließende Marathon entgegen den Erwartungen nicht nur zu einer Qual, sondern auch zu einer knappen Angelegenheit beim Zieleinlauf. Steffen hatte bereits auf den ersten Kilometern des Laufes Probleme und musste regelmäßig Pausen einlegen, sie schleppte sich mit letzter Kraft knapp vor der ebenfalls bereits total erschöpften Lucie Zelenkova und der immer stärker aufkommenden Deutschen Sonja Tajsich ins Ziel.