Bei eher winterlichen Bedingungen erwartet man in Wien keine Marathonveranstaltung. Mit dem Versuch einer Veranstaltung in den Wiener Messehallen über die Viertel-, Halb, und Marathondistanz ist der Laufkalender nun um einen Event angewachsen. Die heutige Erstauflage brachte auf den 16 Runden einen überraschenden Sieger im Marathon.
Auch der Platzsprecher war vom Auftreten von Oliver Dick (Demeter Dick) aus Linz so überracht, dass er ihn in den Ansagen stundenlang nicht bemerkte. Als er ihn dann auf Position 2 entdeckte, war dieser auch schon dabei, den bis dort hin Führenden Rainer Predl einzuholen. Dies gelang ihm dann eine Runde vor Schluss auch.
Wenn die Stecke durch die Hallen für manchen Starter etwas eintönig war, so sicher nicht für den Zweitplatzierten Predl, stellte dieser doch unlängst einen Weltrekod über 100km am Laufband auf.
Der Veranstalter warb im Vorfeld vor allem mit den "Laborbedingungen" wie, keine Steigungen, kein Wind, ideale Temperatur und genau vermessene Stecken, die ideal für neue persönliche Rekorde sind. Wurden die ersten drei Bedingungen auch gut erfüllt, so zog sich den Veranstalter durch die Steckenlänge den Unmut vieler Starter zu.
Schon vor dem Start des Marathon war nach den Unterdistanzbewerben vielen klar, daß hier etwas nicht stimmen kann, waren die gelaufenen Bestzeiten im Halbmarathon doch zu deutlich. Konnen die Läufer zwar in den Hallen ohne funktionierendes GPS nicht überprüfen, wie lange die Stecken waren, wurde doch spätestens nach dem Hauptbewerb klar, daß die Distanzen unmöglich passen können, und nicht nur ein paar 100 Meter sondern mehrere Kilometer zur richtigen Distanz fehlen müssen.
Damit war bei vielen die Freude über schnelle Zeiten schnell verflogen, und dem Zorn, an einem nicht für Bestzeiten fähigen Lauf teilgenommen zu haben, gewichen.
Ergebnisse:
http://results1.pentek-timing.at/results/show_results.php?veranstnr=12023
Fotos:
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