Eduard Fuchs ist die Titelverteidigung beim RACE AROUND AUSTRIA gelungen. Nach 100 Stunden und 50 Minuten konnte der Steirer seinen Vorjahressieg beim härtesten Ultra-Radrennen Europas in eindrucksvoller Manier wiederholen.
Einmal rund um Österreich, 2.150 Kilometer, 29.000 Höhenmeter, mit Anstiegen wie dem Großglockner, der Silvretta Hochalpenstraße, Faschinajoch, Kühtai, Hochtanberg, Gerlospass, das sind die Eckdaten des RACE AROUND AUSTRIA. Im letzten Jahr feierte Fuchs bei diesem Rennen den größten Erfolg seiner Karriere und konnte sich bei seiner Premiere unter anderem gegen den jetzigen RAAM-Sieger Christoph Strasser durchsetzen.
In diesem Jahr befand sich Fuchs in einer neuen Situation, da er als Top-Favorit ins Rennen ging - eine völlig neue Situation für den 35-jährigen Radkersburger. Doch Fuchs konnte seine Erfahrungen vom letzten Jahr perfekt umsetzen. So störte es ihn auch nicht, zu Beginn des Rennens seinen Kontrahenten den Vortritt zu lassen. Konsequent setzte er seine Taktik durch, legte schon in der ersten Nacht eine kurze Schlafpause ein, wodurch er zwischendurch nur auf dem 5. Gesamtplatz lag.
Doch diese Taktik war von Beginn an geplant, um gegen Ende des Rennens noch genügend Energie zu haben. Sie erwies sich als richtig. Bei der Hälfte des Rennens setzte sich Fuchs an die Spitze und gab diese fortan nicht mehr ab. Durch die frühe Schlafpause konnten die Pausen in den nächsten Tagen kürzer gehalten werden und Fuchs hatte somit genügend Energie, um die Führung zu behaupten. Insgesamt waren es nur rund 4 Stunden Schlaf in 4 Tagen.
Das Rennen war geprägt von starken Regenfällen, die den Sportlern das Letzte abverlangt haben. Durch die widrigen Umstände wurde es leider nichts mit der gewünschten Zeit unter 100 Stunden. Doch das war für Fuchs zweitrangig. Für ihn war wichtig, das Rennen ohne große Probleme überstanden zu haben. "Das Rennen war durch die Wetterbedingungen extrem schwierig. Zuerst der heftige Gegenwind im Burgenland und die starken Regenfälle im Hochgebirge. Dass ich unter diesen Umständen noch fast die selbe zeit wie im Vorjahr fahren konnte, war unglaublich", so Fuchs kurz nach dem Rennen.
Rund zweieinhalb Stunden nach Fuchs erreichte der Salzburger Gerald Bauer als Zweitplatzierter das Ziel. Mit ihm und dem Grazer David Misch hatte sich Fuchs das gesamte Rennen über ein spannendes Duell geliefert, das bis zur letzten Nacht spannend blieb.
Das RACE AROUND AUSTRIA war nun schon der 4. Langstreckenbewerb des Steirers und bildet somit höchstwahrscheinlich den Abschluss der Monster-Saison 2011. Nach dem Race Around Slowenia (Platz 5), dem Glocknerman (Platz 3) und seinem Sieg beim 24h-Rennen in Kaindorf folgte nun der Triumph beim Saisonhöhepunkt.
Ein Gewinn an sich ist für Fuchs schon ein Traum. Noch besser ist, dass er im Moment aus mehreren Ultraradfahrern der Welt ausgesucht wurde, die Teil der Doku "It's all about..." der Grazer Sportfilmschmiede groox sind. Das Filmteam schickte ihn fur die notwendigen Aufnahmen zum 2.200km langen RAA. Ein Sieg wäre nicht notwendig gewesen für den Film - das hielt Fuchs aber nicht davon ab sich auf den obersten Platz zu kämpfen.
Fuchs zeigt beim RAA was er kann - und in 'its all about...' kann man sich ab Februar 2012 einen Eindruck verschaffen von der Welt dieser Ultrasportler. ob Fuchs 2012 mit dem diesjahrigen RAAM Sieger C. Strasser am Start des RAAM stehen wird ist noch nicht klar. Das, sei eine Frage des Budgets grinst Fuchs - die dafur notwendige Kraft in den Beinen und die mentale Starke hat er heute bewiesen.
Ein großes Ziel fuhr mit Fuchs das gesamte Rennen über mit - das RACE ACROSS AMERICA hat sich Fuchs 2012 ganz dick im Kalender angestrichen - dort soll es dann erneut zum "Steirerduell" mit Christoph Strasser kommen.