Dr. Rosa, italienischer Erfolgstrainer kenianischer Wunderläufer wie Paul Tergat und medizinischer Betreuer von Viktor Röthlin, ist Anhänger und Begründer der neuen Trainingspyramide im Marathonlauf. Auch Brad Hutson, amerikanischer Laufcoach einiger der besten US-Langstreckenläufer arbeitet nach dem modifizierten System.
Für Revolutionen lässt die ausgefeilte Trainingssystematik heutzutage nur noch wenig Spielraum, können aber Kleinigkeiten doch viel bewirken. In der neuen Marathonpyramide bildet das Fundament nach wie vor eine solide Grundlagenausdauer, welche im Idealfall das ganze Jahr mehr oder weniger durch lockere Einheiten aufrecht erhalten bleibt.
In der ersten wirklichen Vorbereitungsphase vor einem Marathon werden aber zu Beginn gleich kurze Tempoläufe eingebettet, um Strukturen für das weitere Training aufzubauen und dies auf einem hohen Niveau vorantreiben zu können. Durch die frühzeitige Durchführung des Speedtrainings werden Puffer nach oben hin geschaffen und in Folge wird das Dauerlaufniveau im mittleren Bereich angehoben. Im weiteren Trainingsverlauf geht die Schere aus extrem langsamen und schnellen Trainingseinheiten immer weiter zusammen und man widmet sich vorwiegend den wichtigen Kerneinheiten. In den letzten Wochen wird dann im Tempotraining nur noch im Marathontraining ökonomisiert und kurze schnelle, aber nicht anstrengende Einheiten als erfrischende Ergänzung angereichert.