Das Triathlonjahr 2011 in Österreich - Teil 3

In Teil 3 wollen wir die längeren Distanzen und die Erfolge der Damen unter die Lupe nehmen.

Herauszuheben dabei ist der Vize-Europameistertitel über die Mitteldistanz durch Eva Wutti welchen Sie in Wiesbaden erreichte. Für sie war es ein großer Erfolg und sicher auch eine Genugtuung, nachdem sie beim Trumertriathlon 1km vor dem Ziel ihre Träume auf die Titelverteidigung des Staatsmeistertitels über die Halb-Ironmandistanz aufgrund von Kreislaufproblemen begraben musste. Bereits im Frühjahr zeigte sie in St. Pölten als beste Österreicherin und mit Gesamtplatz 4, dass ihr Leistungsniveau weiter gestiegen ist.

Michaela Rudolf konnte beim Ironman Hawaii den hervorragenden 2ten Rang in ihrer Altersklasse erreichen und lag am Ende mit einer Zeit von 9:57:22 auch noch unter der 10h Marke. Die Qualifikation für Hawaii erreichte sie durch einen tollen siebten Gesamtrang beim Ironman Klagenfurt. Neben diesem Ergebnis konnte sie auch noch einen zweiten Rang bei der Mitteldistanz in Saalfelden und Gesamtrang 12 beim Ironman 70.3 in St. Pölten erreichen.

Die Tirolerin Eva Dollinger gab vor wenigen Wochen ihren Rückzug aus dem aktiven Triathlonsport bekannt. Dollinger war zu Beginn ihrer Karriere auf der Kurzdistanz international sehr erfolgreich und nach dem Wechsel auf die längeren Strecken konnte sie sich auch hier in der Weltklasse platzieren – Sieg beim Ironman Klagenfurt 2010. Das Jahr 2011 war sehr durchwachsen für sie. Viele kleine Verletzungen und Aufgaben bei Beweben kennzeichneten ihren Saisonverlauf. Es gab aber auch immer wieder sehr gute Platzierungen wie den fünften Platz beim Ironman Klagenfurt oder Rang 2 bei der  Challenge Walchsee.

Simone Fürnkranz errang etwas überraschend heuer den Staatsmeistertitel über die Mitteldistanz in Obertrum. Sie profitierte vom Kreislaufkollaps von Eva Wutti kurz vor dem Ziel. Simone hatte aber im Verlauf der Saison 2011 mit Platz neun in St. Pölten bewiesen, dass sie gut in Form ist. Eine weitere Bestätigung ihrer Leistung gelang ihr mit dem zweiten Gesamtrang beim Waldviertler Eisenmann in Litschau.

Die an der Uni Salzburg beschäftigte Sportwissenschafterin Monika Stadlmann konnte sich in Podersdorf den österreichischen Staatsmeistertitel über die Langdistanz sichern. Monika absolvierte heuer ein richtiges Langdistanz-Marathonprogramm. In St. Pölten belegte sie zum Saisonauftakt Platz 10, danach folgte der Ironman Klagenfurt mit Rang 25, zwei Wochen später die österreichische Staatsmeisterschaft in Obertrum mit Rang 8 und weitere zwei Wochen später der Ironman England mit Rang 12.

Wie bereits in Teil 1 angesprochen, musste Bettina Zelenka 2011 etwas kürzer treten. Was sie aber nicht davon abhielt, sich in Obertrum sie Silbermedaille in der Staatsmeisterschaftswertung zu sichern. Der Sieg beim Half-Ironman in Wien und der zweite Platz bei der Mitteldistanz in Linz runden die guten Ergebnisse ab.

Dominique Angerer konzentriert sich hauptsächlich auf die längeren Strecken und die Crosstriathlons. Sie siegte 2011 beim FH-Triathlon in Linz zum Saisonauftakt, musste dann aber leider in Hawaii bei Laufkilometer 18 aufgrund von Hüftproblemen aufgeben. Bei der Crosstriathlon-WM auf Maui belegte sie trotz der Hüftbeschwerden den hervorragenden vierten Rang in ihrer Altersklasse.

Die Wettkampfbilanz der Steirerin Simone Helfenschneider-Ofner kann sich ebenfalls sehen lassen. Neben ihrem Sieg beim Apfellandtriathlon (Mitteldistanz) wurde sie beim Ironman Klagenfurt zweitbeste Österreicherin als Gesamt Sechste.

Euer

Thomas Doblhammer

(Sportwissenschafter und Trainer)