3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42km Laufen - Ironman Klagenfurt der Vorbericht

Viele Fragen die sich wie immer vor diesem Bewerb stellen, die Beantwortung derselben dauert im Normalfall über 8h – dann steht der Sieger des Ironman Klagenfurt fest.

Neben der Verlegung der Wechselzone ändert sich diesmal auch die Radstrecke. Eine kleine Schleife kommt hinzu, dennoch wird die Strecke wieder etwas kürzer als 180km sein. Man will ja einen neuen Streckenrekord und vielleicht sogar die Weltbestzeit. Natürlich muss dafür neben der Leistung des Siegers auch das Wetter passen. Laut derzeitigem Wetterbericht sollte hier dem Vorhaben nichts im Wege stehen. Letztes Jahr siegte Marino mit einer Zeit von 7:52:05 und somit der drittschnellsten je erzielten Zeit. Für den Rekord gilt es 7:50:27 zu knacken – man darf gespannt sein.

Michael Weiß – die österreichische Hoffnung auf einen Sieg in Klagenfurt – wird natürlich versuchen, es Marino nicht leicht zu machen. Mit dem zweiten Platz in St. Pölten unterstrich „Michi“ bereits seine gute Form. Für einen Sieg gegen Marino müsste er aber sicher mindestens 10min Vorsprung nach dem Radfahren haben, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Ein weiteres Fragezeichen steht auch noch hinter Stephen Bayliss. Letztes Jahr „nur“ Sechster wird er nun versuchen, dieses Jahr wieder auf das Podest zu klettern.

Ein kleines Fragezeichen steht auch hinter der Form von Max Renko. Im Frühjahr zeigte er bereits sehr gute Leistungen, bevor der kleine Einbruch in St. Pölten folgte. Noch ungeklärte körperliche Probleme ließen ihn sein Leistungsniveau nicht ausschöpfen, man wird sehen ob er sich wieder gefangen hat, dann ist ein Topplatz möglich. Berger Dominik belegte heuer in Südafrika bei seinem Ironmandebüt Platz 11. Was ist für ihn in Klagenfurt möglich? Sicher Einiges, wenn die Einteilung stimmt. Er wird sich wahrscheinlich mit Max Renko ein Duell um den Platz des zweitbesten Österreichers liefern. Horvath Gerald (3ter beim HIM Linz) versucht sich heuer nach dem Mitteldistanzdebüt auch gleich auf der Ironmanstrecke. Man wird sehen wie sich der ehemalige Kurzdistanzspezialist auf der langen Strecke bewährt. Niko Wihlidal wird wie gewohnt mit einer guten Radzeit aufzeigen. Bei ihm liegen die Schwächen beim Schwimmen. Beim abschließenden Laufen wird man dann sehen was noch möglich ist. Top 15 ist für beide Athleten denkbar.

Ebenso am Start sind die Altmeister Alexander Frühwirt und erstmals als Agegrouper Bernhard Keller. Es wird interessant sein zu sehen, ob sie die nachgefolgte Generation an österreichischen Langdistanzlern etwas ärgern können.

Bei den Damen konnte letztes Jahr Eva Dollinger das oberste Podest erklimmen. Sie hat bei keiner der 3 Disziplinen eine Schwäche und kann somit immer Druck auf ihre Konkurrentinnen ausüben. Sollte Simone Helfenschneider-Ofner es schaffen im Schwimmen nicht zu viel Zeit zu verlieren, oder Barbara Tesar ihre Laufleistung gegenüber dem Vorjahr steigern, dann könnte es hier sehr interessante Duelle aus österreichischer Sicht geben – vielleicht sogar um den Sieg?

Viele dieser Fragen werden sich über die Strecke von 3,8km Schwimmen, 180m Radfahren und dem abschließenden Marathon von selbst beantworten. Neben den Profis werden auch über 2500 Freizeit- und Hobbysportler den Kampf gegen sich selbst antreten. Die Einen sammeln die ersten Erfahrungen über diese Triathlondistanz und versuchen „durchzukommen“. Andere wieder versuchen eine neue persönliche Bestzeit zu erreichen. Viele Wochen des Trainings stehen an diesem Tag auf dem Prüfstand.

Auch TopSportAustria Redakteur Andreas Stöckl wird sich wieder dieser Herausforderung stellen. Wir werden ihn natürlich genau beobachten

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und einen schönen Bewerb.