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Rekordteilnehmerfeld bei Saisonauftakt im Short Track Eisschnelllauf

Foto: Peter Maurer

Noch vor dem Umstellen auf die Winterzeit beginnt für Österreichs Short Track Nationalteam der Olympiawinter. Von 28. September bis 1. Oktober gastiert der Weltcup in Budapest. Der Österreichische Eischnelllauf Verband entsendet ein Quartett in die ungarische Hauptstadt. Für die drei Wiener Heinrich Liu, Nico und Dominic Andermann ist es eine kurze Anfahrt. Eine viel längere Anreise hat der Kärntner Weltcupdebütant Philemon Rainer zu verzeichnen. Er reist aus Calgary an, da er im Sommer den Sprung über den großen Teich gewagt hat. Der Kärntner trainiert aktuell im Olympiaoval von 1988.

„Ich konnte mich in den letzten Monaten gut steigern und ich bin mit meinem Trainingsfortschritt sehr zufrieden“, berichtet der 21-jährige Villacher, der zum ersten Mal in seiner Karriere im Short Track Weltcup antritt: „Ich brenne auf meinen Einsatz und freue mich, dass ich mich mit den Besten der Welt nun messen kann. Der Startplatz ist die Belohnung für die harte und konsequente Arbeit in diesem Sommer“. Im Olympiajahr wird die Weltcupsaison im schnellsten Sport auf Eis sehr kurz gehalten. Eine Woche nach Budapest steht der zweite Stopp der Saison in Dordrecht in den Niederlanden am Programm. Im November finden noch zwei Events in Shanghai und Seoul statt. Diese vier Weltcups bilden die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Südkorea.

Besonderes Augenmerk auf die Staffel

„Ein fast unmögliches Unterfangen für unser Team“, berichtet Generalsekretär Hermann Filipic. Denn zwei Drittel der Quotenplätze gehen an die besten acht Weltcupstaffeln. Die weiteren Startplätze werden an die Topathleten auf den Einzeldistanzen vergeben. Aufgrund der Olympiaqualifikation erwarten die Veranstalter in Budapest auch ein Rekordstarterfeld.

220 Athleten aus 42 Nationen nehmen bei den Herren und Damen an den Weltcuprennen in der ungarischen Hauptstadt teil. „Heuer ist jeder Weltcup wie eine Weltmeisterschaft von der Besetzung. Jedes Land schickt seine Besten“, erklärt Filipic. Besonderes Augenmerk wird 2017/18 auf die Staffel gelegt. Denn die besten zwölf europäischen Teams qualifizieren sich für die Europameisterschaften Mitte Jänner in Dresden. „Eine schwierige aber lösbare Aufgabe für unser junges Team. Aber wir dürfen in den zwei europäischen Rennen keine Fehler machen und benötigen Glück bei der Auslosung“, weiß Nationaltrainer Ivan Pandov.