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Größtes Langlaufspektakel Österreichs mit Olympia- und WM-Glanz

Foto: Expa Pictures/Michael Gruber

Was das Hahnenkamm-Wochenende für die Skifahrer, sind die Dolomitenlauf-Festspiele für die Langläufer. Diese beginnen morgen mit dem Dolomitensprint am Lienzer Hauptplatz. Dabei treffen Weltklassesprinter auf junge, ambitionierte ÖSV-Athleten. Und beim „Dolomiten Classicrace“ am kommenden Samstag hat die österreichische Hoffnung Thomas Steurer einen prominenten Gegner, den „König der Weißen Spur“, bekommen.

Im Jahr 1979 wurde der Dolomitensprint in Lienz zum ersten Mal ausgetragen. Das Osttiroler Erfolgsformat wurde mittlerweile in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen. In der bisherigen Geschichte wurde das Teilnehmerfeld mit 30 Startern limitiert. „Aufgrund des großen Interesses haben wir heuer erstmals 49 Weltklasseathleten dabei! Das stellt uns natürlich vor organisatorische Herausforderungen“, sagt Organisator Franz Theurl. Die 49 Startern müssen sich über zehn Vorläufe zu je fünf Sportlern ins Viertelfinale, wofür sich 20 Läufer qualifizieren können, kämpfen. Danach folgen auf dem 350 Meter langen, spektakulären Kurs am Lienzer Hauptplatz vier Läufe, wovon die besten Zwei ins Halbfinale aufsteigen. Schließlich wird im Finale der besten vier Langläufer der Sieg um den Dolomitensprint und damit die Nachfolge des Schweizer Siegers von 2013 Matthias Inniger ausgetragen.      

Viele Stars und Olympia-Medaillengewinner beim Dolomitensprint
Zu den großen Sieganwärtern beim Dolomitensprint, der morgen um 19:00 Uhr unmittelbar nach der Eröffnung der Dolomitenlauf-Festspiele am Lienzer Hauptplatz beginnt, zählen der Franzose Ivan Boiteux Perillat, Bronzemedaillengewinner in Sotchi im Sprint, sowie der US-amerikanische Weltcupstarter Andy Newell. Der 30-Jährige gilt als bester US-Sprinter der Gegenwart und holte bisher drei Podiumplätze im Weltcup. An seiner Seite kommt auch der frisch gebackene US-Sprintmeister Reese Hanneman. Einer der Top-Favoriten ist auch der Kanadier Len Valjas, der bisher fünf WC-Podiums zu Buche stehen hat. Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Tour de Ski wurde er beim Sprint in Oberstdorf Zehnter. Aus Spanien kommt mit WM- und WC-Starter Imanol Rojo ein richtiger Kracher. Gespannt darf man auch auf das Abschneiden des italienischen Weltcup-Biathleten Christian Martinelli sein. Ebenso am Start sind der französische Vize-Sprintmeister Bastien Porrier, der italienische Weltcup-Sprinter Simone Urbani und der Schweizer Weltcup-Starter Candide Pralong. Mit dem Deutschen Weltcup- und WM-Athleten Alexander Wolz, dem Italiener Francois Vierin und dem Franzosen Mathias Wibault kommen weitere starke Sprintspezialisten nach Lienz. 

Junge ÖSV-Hoffnungen
Aus österreichischer Sicht zählt der 23-jährige Kärntner Tobias Habenicht zu den Hoffnungen. „Wir versuchen Tobias in der Herrenklasse Richtung Top-20 zu bekommen. Er ist ein sehr guter Allrounder für die Distanz und den Sprint. Heuer ist er einer der Kandidaten für die U23-WM in Rumänien“, beschreibt ÖSV-Langlaufchef Markus Gandler. Stark einzuschätzen ist auch Weltcupstarter Thomas Stöggl, ebenso wie Junior Benjamin Moser und der exzellente Sprinter Johannes Kattnig. „Johannes ist von der Anlage her ein ausgezeichneter Sprinter und war auch bei der Jugend-Olympiade 2012 in Seefeld dabei. Er ist derzeit einer der Stärksten im 1994er Jahrgang“, so Gandler.

Starke Läufer beim „Dolomiten Classicrace“
Die Dolomitenlauf-Festspiele gehen am kommenden Samstag, ab 10:00 Uhr, mit dem „Dolomiten Classicrace“ über die Distanzen 42 und 20 Kilometer in der klassischen Technik beim Biathlon- und Langlaufzentrum in Obertilliach über die Bühne. Der Tiroler Thomas Steurer, der bisher drei Mal Zweiter und ein Mal Dritter wurde, hofft auf seinen ersten Triumph. Doch Steurer hat einen der weltbesten Klassik-Läufer als Konkurrenten bekommen, den Tschechen Stanislav Rezac. Der Worldloppet Marathoncup-Sieger von 2005 und 2012 hat bisher 13 Worldloppet-Rennen gewonnen und will am Samstag seinen ersten Triumph beim Classicrace feiern. Der Tscheche wurde 2012 im Rahmen einer Fachweltumfrage zum "König der Weißen Spur" gekürt. Ebenso am Start sind die beiden US-Sprinter Andy Newell und Reese Hanneman.