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24h-Weltmeisterschaft in den USA mehr als nur Ersatz für Weltrekordversuch

Foto: Karelly | www.lupispuma.com

Nachdem Christoph Strasser den für 15./16. Oktober geplanten 24h-Bahn-Weltrekordversuch in der Schweiz krankheitsbedingt absagen musste, hat er ein neues Ziel für diese Saison eingeschoben: die 24h-Weltmeisterschaft in Borrego Springs in den USA!

„Nachdem ich den 24h-Weltrekordversuch auf der Bahn wegen einer starken Verkühlung und Nebenhöhlenentzündung absagen musste, war ich natürlich sehr frustriert und enttäuscht. Immerhin wäre dieses Projekt für meine Sponsoren und auch für meine persönliche sportliche Zukunft ein sehr wichtiges Event gewesen. Mittlerweile bin ich aber wieder komplett gesund und nach wie vor in sehr guter Form, da ich meine Muskulatur während der über zweiwöchigen Trainingspause mittels Compex-Elektrostimulation fit gehalten habe. Momentan lege ich wieder sechsstündige Grundlagen-Ausdauereinheiten ein, ebenso wie Zeitfahr-Intervalle in den kürzeren Einheiten“, sagt der Steirer.

Neues Ziel: 24h-Einzelzeitfahr-WM
„„Um die Saison für mich noch positiv abzuschließen, habe ich mich entschlossen die 24h-WM im Einzelzeitfahren in Kalifornien zu bestreiten. Ich bin richtig motiviert und freue mich auf den Wettkampf“, sagt Strasser. Die WM findet am 4. und 5. November in Kalifornien statt. Auf dem flachen bis leicht welligen Kurs muss eine 29 Kilometer lange Runde so oft wie möglich absolviert werden; natürlich herrscht Windschattenverbot. „Kuriosum bei der Veranstaltung ist, dass mehr als die Hälfte des Rennens in der Nacht stattfinden. Der Start erfolgt um 18:00 Uhr, da ist es bereits stockdunkel und der Sonnenaufgang ereignet sich erst gegen 7:00 Uhr. In der Nacht sind Temperaturen unter 10 Grad, tagsüber milde 25 Grad Celsius zu erwarten.“ 
Starke Konkurrenz
Eigentlich hätte Christoph Mitte Oktober den 24h-Weltrekord auf der Bahn vom Slowenen Marko Baloh angreifen wollen. „Jetzt stehen wir uns beide bei der WM gegenüber. Marko ist mit 808 Kilometern der Titelverteidiger und wird der stärkste Konkurrent. Nicht zu unterschätzen sind auch der US-Amerikaner Alberto Blanco, 2011 Rookie of the Year beim Race Across America, und der vierfache, spanische RAAM-Finisher Julian Sanz“, erläutert Strasser. Insgesamt haben bisher 50 Solo-Teilnehmer für die WM genannt.
WM im kalifornischen Sommersitz
Mit dem Kurs in Borrego Springs verbindet Christoph viele schöne Momente: „Dort habe ich mich bei all meinen sechs RAAM-Teilnahmen immer vorbereitet und akklimatisiert. Das kleine Wüstendorf ist somit fast mein Sommersitz in Kalifornien. Ich fühle mich dort wohl, kenne die Umgebung, bin alle Straßen in der unmittelbaren RAAM-Vorbereitung schon hunderte Male auf- und abgefahren und war sofort begeistert als ich erfuhr, dass die WM heuer dort stattfindet.“