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Sieg beim Race Around Ireland

4 Tage 5 Stunden und 11 Minuten – in dieser Zeit konnte der Grazer Edi Fuchs das 2.150 Kilometer lange Race Around Ireland für sich entscheiden. Damit bleibt die Extremradsportszene auch weiterhin fest in rot-weiß-roter Hand.

Beim zweitlängsten Extremradrennen der Welt konnte die Konkurrenz Edi Fuchs nur am Anfang Paroli bieten. Während der ersten 24 Stunden matchte sich Fuchs mit dem Dänen Peter Sandholt an der Spitze. Die Führung wechselte immer wieder – Fuchs übernahm die Spitze in den zahlreichen Anstiegen, Sandholt kämpfte sich in der Abfahrt wieder heran und überholte danach in den Flachpassagen.

Vorentscheidung in den Hügeln

Doch bereits am zweiten Tag konnte sich Fuchs einen Vorsprung auf den Dänen herausarbeiten, der im Laufe des Rennens größer und größer wurde. Dem gebürtigen Bad Radkersburger kam es auch entgegen, dass der Mittelteil des Rennens mit einer schier unendlichen Anzahl an kurzen, giftigen Anstiegen übersät war. Bis zu 23 Steigungsprozente wies der Kurs rund um Irland phasenweise auf. Gerade diese Passagen waren es, in denen Fuchs die meiste Zeit auf die Konkurrenz herausfahren konnte. So war früh klar, dass auch in diesem Jahr ein österreichischer Sieg in Griffweite war. 2013 ging der Sieg beim RAI an den dreifachen Race-Across-America-Champion Christoph Strasser.

Auf Du und Du mit der einheimischen Tierwelt

Langeweile kam während dem Rennen im kühlen Irland für Fuchs jedoch nie auf. In der vorletzten Nacht kam es sogar zu einer Begegnung der besonderen Art. In einer der steilsten Passagen des RAI fanden sich am Streckenrand plötzlich ganz besondere Fans wieder. Eine Schafsherde hatte sich auf die Straße verirrt und beobachtete aus nächster Nähe, wie ein Berg-Fuchs an ihnen vorbei pedalierte.

Dass der Tritt von Fuchs auch im letzten Drittel des Rennens einwandfrei war zeigt die Tatsache, dass er sich auch noch die Sonderwertung „King of the South“ sichern konnte, die den schnellsten Kletterer im südlichsten Rennabschnitt von Irland auszeichnet.

King of Ireland

Am Donnerstag um 22:09 Uhr war es schließlich so weit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von beinahe 22 km/h erreichte Edi Fuchs nach 101 Stunden das Ziel in Navan bei Dublin. Während Fuchs mit seinem Team im Ziel nun schon ein wohlverdientes Guinness genießen kann, sind alle anderen Einzelfahrer noch auf der Strecke. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Dank Fuchs starkem Finish konnte er sich nämlich einen Vorsprung von nicht weniger als 15 Stunden – oder 280 Kilometer – auf das gesamte restliche Fahrerfeld erarbeiten. Das bedeutet einen größeren Abstand zwischen dem Ersten und dem Zweiten, als zwischen dem Zweiten und dem Letztplatzierten des Rennens.