Ich konnte bei meinem ersten Rennen des Jahres, dem Race Around Slovenia, den ersten Spitzenplatz der Saison verbuchen. Das Rennen Rund um Slowenien wurde heuer zwar erst zum sechsten Mal ausgetragen, ist aber bereits eine feste Institution im Kalender der weltbesten Extremradfahrer.
So konnte die beinahe 1200 Kilometer lange Tortur durch Slowenien heuer mit einem Starterfeld aufwarten, das dem des Race Across Americas um nichts nachsteht. Angeführt wurde das Feld vom Nonplusultra der Extremradsport-Szene, dem Steirer Christoph Strasser. Er ging als Favorit ins Rennen und fuhr einen sensationellen Start-Ziel-Sieg ein. Um über zwei Stunden verwies er seinen härtesten Konkurrenten, den Slowenen Marko Baloh, auf den zweiten Platz. Es war der erste österreichische Sieg beim Race Around Slovenia.
Hinter den beiden spitzte sich ein harter Kampf um den verbleibenden Platz am Podium zu. Dabei sah es anfangs gar nicht sonderlich gut für mich aus. Auf den ersten 300 Kilometern plagten mich Magenprobleme, die sehr an meiner Substanz zehrten. Und so fand ich mich zu Anfang des Rennens auch nur auf dem achten Rang wieder.
Doch nach den ersten Stunden fing ich mich wieder und konnte meine Taktik umsetzen, die sich von der der anderen Spitzenfahrer doch erheblich unterschied. Die Taktik ging auf und ich konnte im Laufe des Rennens Platz für Platz aufholen.
Eine unglückliche 15-minütige Zeitstrafe wegen Überfahrens einer Roten Ampel warf mich allerdings wieder etwas zurück und kostete mich schlussendlich den vierten Platz. Dennoch rundete es das großartige Ergebnis der Steirer - und Grazer im speziellen - ab. Mit den Plätzen Eins(Strasser) und Vier bis Sechs(Severin Zotter, Edi Fuchs und Joachim Ladler) konnten gleich vier Grazer Topplätze in Slowenien ergattern.
So kann man trotz einiger Komplikationen und dem knappen Verpassen des Podiums im Team positiv Bilanz ziehen. Vor allem wenn man bedenkt, dass vor diesem Rennen sowohl im Betreuerteam als auch bei der Ernährung einige Umstellungen vorgenommen wurden. Diese Veränderungen sind grundsätzlich positiv verlaufen und bieten berechtigte Hoffnung, dass ich im Laufe der Saison noch einige weitere Spitzenplätze einfahren kann.