Share |

Linzer Silvesterlauf 2014

1925 in Sao Paolo ins Leben gerufen, erfreuen sich Silvesterläufe heutzutage größter Beliebtheit. Kein Wunder. Was gibt es schöneres, als sich zum Jahresabschluss nochmal ordentlich in die Fresse zu hauen. Also wurde neben den Klassikern in Peuerbach, Trier und Madrid auch in der Stahlstadt läuferisch das alte Jahr verabschiedet.

Als Titelverteidiger durfte ich natürlich nicht fehlen und so kam es, dass ich gemeinsam mit knapp 900 Wahnsinnigen bei Schneetreiben und gefühlten -10 Grad in kurzer Hose das Abenteuer Silvesterlauf in Angriff nahm. Die langsam entstehende Kälte war schnell ausgeblendet, wurde diese rapide von Smalltalk, Witzeleien und Nervosität zu Nichte gemacht. Die Minuten vor dem Start eines Rennens sind immer etwas Besonderes. Eine Mischung aus Anspannung, Leichtigkeit und Unsterblichkeit. Alle Läufer und Athleten wissen, wovon ich spreche.

Mit etwas Verzögerung konnte letztendlich gestartet werden und das übliche Prozedere nahm seinen Lauf. Alle rennen viel zu schnell los, selbst rennt man viel zu schnell nach und nach 500 Metern würde man am liebsten aussteigen. Aber egal. Nach 1500 Metern war die Ordnung wieder hergestellt, das Feld sortierte sich und das Tempo pendelte sich in einem vernünftigen Bereich ein. Christian Pflügl und Christian Haas waren außer Reichweite und ich positionierte mich an dritter Position. Seltsam welche Gefühle und Gedanken dich während eines solchen Laufes begleiten. Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt war wieder einmal alles dabei. Letztendlich konnte ich den dritten Platz souverän nach Hause laufen und musste mich im Ziel sogar über die recht ordentliche Zeit von 19'02min über 6 Kilometer (3'10/km) wundern. Die Bedingungen luden schließlich nicht zu schnellen Zeiten ein. Nach der feierlichen Flower Ceremony ging die fröhliche Plauderei mit Freunden, Bekannten und der Familie im Zielbereich weiter. So muss ein Silvesterlauf sein.

Meine Gratulationen gelten den Siegern Christian Pflügl und Irmi Kubicka sowie allen Finishern, die bei diesem Sauwetter die Laufschuhe schnürten. Belohnt wurden die Läufer – wie beim Linzer Silvesterlauf üblich – mit toller Stimmung, einem köstlichen Finisherbuffet und einer reibungslos organisierten Veranstaltung. Außerdem gilt mein persönlicher Dank allen Freunden, Fans und Bekannten, die mich an der Strecke anfeuerten. Ihr seid der Wahnsinn.

Zum Jahresende bedanke ich mich bei allen Unterstützern und Partnern aber vor allem bei meiner Frau, die meinen sportlichen Schabernack zu jederzeit zulässt und obendrein unterstützt. Wir sehen uns in alter Frische im neuen Jahr.