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Kampf um Olympiaplätze beginnt am Wochenende

Morgen startet Snowboard-Ikone Siegfried Grabner in seine 20te und damit letzte Profi-Saison. Am 13. und 14. Dezember stehen beim Weltcup-Auftakt der alpinen Snowboarder in Carezza, Südtirol, je ein Parallel Slalom und Parallel Riesenslalom auf dem Programm; zwei Rennen, in denen es für den 38-jährigen Raceboarder auch um die Qualifikation zu seinen fünften Olympischen Winterspielen geht. Dementsprechend heiß ist der gebürtige Kärntner auf die Wettbewerbe am Karerpass.

„Ich bin gut drauf“, erklärt der zweimalige Weltcup-Titelträger, der sich seit letzter Woche mit der kompletten österreichischen Mannschaft in Südtirol auf den Saisonstart vorbereitet.

„Ich erwarte mir zwei gute Rennen, dass ich schnell fahre und hoffentlich daran anknüpfe, womit ich vergangene Saison aufgehört habe.“ Letzten März hatte der Wahl-Andorraner unweit seiner neuen Heimat mit Platz zwei in La Molina und dem 34ten Weltcup-Podium seiner Karriere einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt. „Das waren topp Läufe. Für mich war es wichtig und eine Erleichterung, am Ende der Saison noch einmal auf dem Podium zu stehen.“

Der Weltmeister von 2003 ist guter Dinge, dass sich kommendes Wochenende der Kreis schließt, denn der Rennhang in La Molina ähnelt der Pra di Tori-Piste in Carezza, auf der Grabner letzte Woche mit den anderen ÖSV-Athleten bereits trainieren konnte.

„Der Start liegt heuer weiter unten, direkt am Steilhang. Dadurch wird der Hang nicht zu eng. Mir liegt das Steilstück. Dann kommt ein schwieriger Übergang, den man optimal erwischen muss, um im Flachstück das Rennen zu entscheiden. Mir taugt das.“

Zumal er auch an Carezza gute Erinnerungen hat. Vor zwei Jahren, bei der Premiere der Welschnofener im Weltcup-Zirkus, fuhr das Carving-Ass im Parallel Slalom auf Rang drei. Ein ähnliches Ergebnis wünscht sich Grabner kommendes Wochenende.

Zumal ein solches auch in Sachen Olympiaqualifikation einen weiteren Motivationsschub geben würde. Grabner weiß, dass das Ticket nach Sochi kein Selbstläufer wird: „Es wird schwierig. Bei uns kämpfen zehn Männer um vier Plätze. Ich bin mir aber sicher, dass ich das schaffen kann. Wenn ich meine Qualitäten ausspiele, gehe ich davon aus, dass ich nächsten Februar in Sochi dabei bin“, so der Olympiadritte von 2006.