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Ein dreifaches Hoch: Hochkönigman

Die 128 verschlafenen Läufer am Start gingen schon durch viele Feuer. Kein Wunder, dass sie auch den Hochkönigman – als weitere eine Ikone schmerzvollen Laufens - verehren. Heute werden sie also auf unnachahmliche Weise diesen erstmals ausgetragenen Ritt durch Salzburger Bergweilt zelebrieren.

Ihr Leben lang kämpfen die knöchernen Rabauken schon für ihr Paradies auf den schmalen alpinen Pfaden dieses Planeten. Sie rannten hoch über Alpenpässe und träumten von Mädels auf der Alm. Reuelos genossen sie Lagerfeuer, Feuerwasser und Abendrot der Bergwelt. Ferne Länder und heimatliche Wald - und Wiesenlandschaften lassen sie im irdischen Gefüge verharren. Immer wieder lecken sie Blut.

Nun hat Thomas Bosniak die zweite Brennstufe gezündet. Mit dem „Hochkönigman“ serviert er einen neuen Klassiker im rauschenden Eventgetummel der scheinbar neuen deutschen Härte. Das ist nur konsequent in einer Zeit, in der Eventagenturen mehr und mehr Fans aus den regionalen Berglaufzirkeln abziehen. So knattert man eben einmal kurz rund um den Zugspitz, knüppelt dann weiter am Eiger entlang. Und jedes Jahr geht allen der gemeinsame Lauf über den Alpenhauptkamm derart ins Gemüt, dass mittlerweile auch wuchtigere Herzbuben martialische Trailrunner mimen können.

Umso erfrischender daher die Auswahl eines der prominentesten Gebirgsstöcke der Alpen, der dank Hilfe unzählig engagierter Helfer aus Maria Alm, Mühlbach und Dienten eine der schönsten alpinen Laufstrecken Österreichs bietet. Neben der bizarren Schönheit dieser Region ist aber auch die leise und asketische Ausrichtung dieses Rennens sehr bereichernd, die endlich wieder ein hohes Maß an Autonomie der Läufer erlaubt. Der "Hochkönigmann" unterscheidet sich damit wohltuend von oftmals eher an Cluburlaube mit Buffet erinnernde Laufveranstaltungen unserer südschwedischen Lieblingsnachbarn!

Weitere Informationen zum Königman.