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Der Triathlet wird im Winter gemacht! Oder eben auch nicht…

Nur ein einzelner Mausklick und schon sind die tagesaktuellen Trainingsdaten der Öffentlichkeit präsentiert.

Dank Facebook, Twitter und Co ist es möglich noch im verschwitzen, hauteng anliegendem Kompressionsshirt die Konkurrenz kurzzeitig in eine winterliche Schockstarre zu versetzen.

Wenn wundert es wenn sich Nachbar, Freund, Kontrahent oder gar die eigene Freundin anschließend aufmachen um die „vorgegebene“ Länge ….Strecke zu überbieten. Immerhin will man ja nicht „schlechter“ trainiert in die neue Triathlon Saison einsteigen,… die allerdings ohnehin erst in 4-5 Monaten ihr Debüt feiert. Es sei denn es stehen frühe Wettkämpfe wie Abu Dhabi oder Süd Afrika auf dem Programm. Aber das wird wohl die wenigsten von uns betreffen.

Ein Beispiel gefällig: Im Winter vergangenen Jahres lud ich voller Stolz via Facebook zu einem „längeren“ Läufchen über ca. 1,5h-2h auf. Folgende Beiträge fand ich am nächsten Tag als Antwort auf meinen Aufruf:
„Muss mind. 2h laufen, komm aber evtl. vorbei…“
„Soll 2,5h laufen, begleite euch ein Stück…..“
„Habe 3h Lauf geplant, passt mir also gut rein….“
Soweit ich mich erinnere war es Dezember!

Richtig: Die Wintermonate stellen tatsächlich einen wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Triathlon Saison dar. Ohne Fundament kein Fortschritt!

Genauso richtig aber ist: Wer bereits hier überzieht wird sich spätestens ab der zweiten Saisonhälfte frustriert, müde und in seinen Aerolenker beißend im tiefen Tal seiner Tränen wieder finden. Während andere genau dann die berühmte „Schüppe“ drauf legen.

Ich gebe zu, die Ansteckungsgefahr ist groß einfach „mitzuziehen“. Und in den meisten Fällen liegt ja die einfache Begründung auch auf der Hand: „Weil es einfach Spaß macht“. Wer sich aber diesen Spaß über die kommende Saison erhalten will sollte mit seinen Kräften haushalten. Erst recht wenn man mit gewissen Wettkampfergebnissen liebäugelt.


Kommentare

Ja,lieber TargetTrainer,genauso ist das.

Da gibt's zwar dann im Winter schon einen ausgeklügelten GA1-Plan und dennoch versucht der Athlet diesen dann durch aneinanderreihen einzelner sonst auf meherere Tage verteilte Einheiten unnötig zu verkomplizieren.

Oder aber es gesellt sich im Winter ganz den klimatischen Bedingungen entsprechend die ein oder andere Ausgleichssportart hinzu um letzendlich auch in dieser Sportart dann bei einem "Volkslauf" so richtig draufzuhalten.

Warum?

Wie Du schon sagtest, lieber TT, WEIL ES SPASS MACHT!!!