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42, die wahrscheinlich schönste Zahl überhaupt

42 Monate langmache ich nun allmonatlich mindestens einen Marathon, oft zwei, manchmal drei, einmal vier. Mit dem Tokio-Marathon 2017 endet diese Serie. Im März ist Marathonfasten angesagt. Ab April dann wieder.

Man hört ja von Marathonabsagen, meist wegen Schlechtwetters. Einige Freunde von mir waren schon betroffen, auch mehrfach. Ich hatte bislang Glück, alle meine von mir geplanten Rennen fanden auch statt. So war ich vor Tokio etwas nervös. Sollte ich aus irgendeinem Grund nicht starten können, gäbe es keinen Ausweichtermin. Tokio MUSS also klappen.

Viele Marathonis die die Major 6 laufen wollen, machen ihren letzten dieser Serie in Tokio. So auch Günther Aigner. Wir tun uns zusammen und ersparen uns somit den horrenden Einzelzimmerzuschlag.  Am 22.2. geht es morgens los. Der Flug ab München dauert 10h35, zu Mittag landet der Airbus 340-600 in Tokyo-Haneda.

Noch am selben Tag holt sich unsere von Sepp Egger angeführte Truppe die Startnummern.

Die Marathonmesse ist so groß, wie man es für 35.500 Marathonstarter erwarten darf. Zurück ins Hotel und dann ab in die Innenstadt, Sightseeing. Nun ist es auch in Tokio Nacht geworden, ich bin seit 32 Stunden wach, in der Nähe der Tokyo-Station finden wir ein Lokal und stärken uns.

Ausgiebiges Besichtigungsprogramm auch am Freitag. Hoch interessant, als Vorbereitung auf einen Marathon jedoch denkbar ungeeignet. Egal, eine Bestzeit läuft man eh nicht bei 8 Stunden Zeitdifferenz. Beim friendship-run am Samstag sehe ich zu und schieße einige Fotos. Beim Spaziergang am Nachmittag stoßen wir tatsächlich auf Kirschbäume die schon begonnen haben zu blühen.

Eine weitgehend schlaflose Nacht auf Sonntag, um 06h45 startet der Bus der uns zum Start beim Rathaus bringen soll. Auf einem der Türme waren wir vorgestern im 45. Stock, ein grandioser Ausblick, noch dazu kostenlos. Einen Souvenirshop gibt es da oben, ebenso ein Café.

Heute gibt es dort umfangreiche Kontrollen, mindestens wie am Flughafen. Für die Marathonstarter gibt es unterschiedliche Gates, Zugangsbereiche. Wo man hin muss, das ist auf der Startnummer vorgeschrieben. Dazu muss man eine Schleife am rechten Handgelenk tragen, die einem bei der Startnummernabholung montiert worden ist. Ohne dieses Security Wristbanddarfst du nicht rein, auch wenn du eine Startnummer hast. Außerdem darfst du keine PET-Flasche mit in den Startbereich nehmen. Zu trinken gibt es nirgendwo was.

Dafür schier endlose Schlangen bei den Toiletten. Ich hab’ manches schon erlebt …

Die Kleiderbeutelabgabe funktioniert schnellstens mit ausgesuchter Freundlichkeit.

Höchst personalintensiv wird gearbeitet. Schilder stehen nicht alleine da, jedes einzelne wird von einer Person festgehalten. Und diese Person nimmt das ernst und ist sich der Wichtigkeit ihres Jobs voll bewusst.

Hubschrauber kreisen über uns, Lautsprecherstimmen machen uns darauf aufmerksam, nur ja zeitig seinen Startblock aufzusuchen, nach 08h45 wäre das nicht mehr möglich. Als ich in meinem Startblock angekommen bin warten da bereits Tausende auf den Start. Links von uns das Rathaus mit den beiden Türmen, immerhin 243,4m hoch, rechts ein mehrgeschossiges Wohnhaus das uns Schatten spendet, wolkenloser Himmel. Ein Thermometer vorhin hat +6°C angezeigt. Es ist 08h15, noch 55min bis zum Start der Läufer.

Irgendwas ist komisch, dann bemerke ich was es ist. Es ist ungewöhnlich still. Da stehen Tausende Leute und das einzige was man hört ist ab und zu entferntes Hubschraubergeknatter, faszinierend. Plötzlich ruft vom Balkon einer ein Wort, keine Ahnung was und die Japaner rundum  antworten mit einem synchronen Aufschrei dass ich lachen muss. Fast alle lachen jetzt.

Um 08h45 ertönt ansatzlos „In the Stone“ von Earth, Wind & Fire, na endlich! Der Titel wird aber nur als Hintergrundmusik zu wichtigen Informationen auf japanisch genutzt. Was sich vor uns tut können wir auf einer Videowand weit vor uns verfolgen, denn bis zur Startlinie sind es vom Startblock „G“ aus einige hundert Meter und eine rechtwinkelige Linkskurve liegt dazwischen.

So können wir hören und sehen wie junge Menschen auf einer Tribüne die japanische Hymne singen und was die Bürgermeisterin von Tokio, 小池百合子,zu sagen hat.

Zuerst gehen die Rollstuhlfahrer ins Rennen, um 09h10 das Elitefeld der Läufer. In Trippelschritten geht es für die Starter aus Block „G“ los, dann ums Eck. Ich trenne mich von meinem Pullover, werfe ihn an den Streckenrand, denn nun bin ich in der Sonne. Man sieht die große und voll besetzte Ehrentribüne vor dem Eingang des Tokyo Metropolitan Government Building, vulgo Rathaus im Stadtteil Shinjuku und dann beginnt auch für mich das Rennen. Neun Minuten nach dem Startsignal. Es geht gleich einmal leicht bergab, das erleichtert den Start.

Es ist kühl in den Häuserschluchten, auf sechs Spuren Tausende Läufer, die Gehwege mit den Zusehern sind abgetrennt. Aufpassen beim Knipsen, sonst rennt man mich über den Haufen, ich drücke mich an den Streckenrand. Die ersten 5km herrscht nahezu beständig leichtes Gefälle, im Schatten ist es noch kühl, es tut gut sich endlich zu bewegen. Das lange Stehen in der Kälte hat die Beine steif gemacht. War ich in der Startaufstellung froh mich für eine lange Hose entschieden zu haben wird es bald warm genug für eine kurze. Nun keine Wolkenkratzer am Streckenrand, wir laufen in der Sonne. Meine Handschuhe entferne ich bei km6, kurz nach der ersten Labestelle, wo bereits ein Iso namens „Pocari Sweat“ ausgeschenkt wird. Ab nun gibt es in etwa alle 2,5km etwas zu trinken, alle 5km eine Zwischenzeit.   

Um eine Toilette aufzusuchen muss man die Strecke verlassen. Die Wartezeiten dort sind ganz beträchtlich, überhaupt zu Beginn sind die Warteschlangen lang. Mal schnell in die Büsche verschwinden, das funktioniert hier nicht. Erstens keine Büsche in Sicht, zweitens gleicht die Strecke einer Bobbahn, beidseitig abgesperrt, hinter den Absperrungen dicht an dicht Zuseher.

Nach 7km kommen wir an eine Weiche. Die 10km-Läufer, davon gibt es 500, sollen sich rechts einreihen. Die etwa 35.500 Marathonis links. Die beiden Strecken verlaufen bis kurz vor km10 parallel.

Längst sind wir auf einer Begegnungsstrecke, aber Gegenverkehr ist noch keiner. Ermöglicht es mir der Streckenverlauf im Schatten zu laufen, dann tue ich das. Viele Läufer haben ihre Jacke um ihre Hüfte geknotet. Die Hauptrichtung hat sich geändert, wir laufen nun in der Häuserschlucht nach Norden. Nach km11 dann die Führungsfahrzeuge von BMW, dahinter die schwarzen Gazellen. Ich bleibe an einer Kreuzung stehen, damit ich die Führungsgruppe in der Sonne knipsen kann. Die sind bereits bei km24, sind aber auch 9min vor mir ins Rennen gegangen.  Günther taucht auf, er berichtet mir von seiner Zeit raubenden Erfahrung mit den Toiletten.

Der Gegenverkehr nimmt zu. Nach einer Einmündung sind die Läufer auf der Begegnungsstrecke nur mehr 1km vor mir. Beachtlich viele Holländer sind unterwegs, erkennbar am blau/orangen Shirt mit Vornamen auf der Brust. Aus Europa stellen nur die Briten mehr Starter. Peter Schlappal kommt mir entgegen, rechts ist der Tokyo Skytree mit seinen 634m nicht zu übersehen. Zwei Aussichtsebenen hat er, das Tembo Deck auf 350m, die Tembo Galleria auf 450m.

Vorgestern sind wir oben gewesen. Es gibt genau 1 höheres Bauwerk auf der Welt, das ist der Burj Khalifa in Dubai.

Zwei Rechtskurven in Folge und ich lasse den nördlichsten Streckenteil hinter mir, km15, laufe nun ein Stück im Schatten. Bei der Labestelle gibt es Pastillen in bunter Folie. Was ist das?

Salztabletten!

Wir laufen über den Sumida River, die Brücke bedeutet ein paar Höhenmeter. Christian Starkl ist an dieser Stelle knapp 8km vor mir.

Die Strecke führt nun nach Süden, die Sonne kommt genau von vorne. Wenn es ab und zu über ein Flüsschen geht wie den Konaki River fallen 5 Höhenmeter an, mehr nicht.  Auf die lange schwarze Hose würde ich nun gerne verzichten. Wie in den USA fallen mir die abenteuerlichen Stromleitungen in 4m Höhe auf, sieht nach Chaos aus. Die sind nach einem Erdbeben aber wahrscheinlich leichter zu flicken als wären sie im Boden verlegt. Ein leichter Rechtsknick und schon wieder über ein Flüsschen drüber.

Gleich nach dem Hojoin-Tempel, km 20, geht es links ab in die Kasaibashi Dori, U-turn voraus.

Schon wieder ein Buddhistischer Tempel, hier ist richtig was los, Drachen und Getrommel, vor lauter Zusehern sieht man von der Strecke aus aber nicht viel von diesem Umzug.

U-turn, Streckenkontrolle und wenig später die Halbmarathonmarkierung, die Sonne nun im Rücken.

Die die mir nun entgegen kommen sind auf der Strecke hinter mir. Je länger es dauert, umso weiter. Da kann ich den Eder Ernst vom ULC Langenlois erkennen. Im Nu ist ein Foto gemacht: Alles Gute und weiter geht es.

Nun gibt es die erste üppige Versorgung: Kleine Tomaten in orange und rot, eine Art Apfelmus, Briocheweckerl mit Haselnusscreme innen drinnen, natürlich Wasser und „Pocari Sweat“.

Derartig gut versorgt erspare ich mir mein PowerGel.

Die Labestellen sind allesamt sehr lange, so entsteht kein Stress, man muss nur die ersten paar Tische auslassen.

Ab etwa km23 beginnt der Läuferstrom auf der Gegenseite nachzulassen. Kurz vor Ende des Läuferfelds biege ich links ab, sodass mir die allerletzten im Felde entgehen.

Die Sonne nun wieder von vorne, die Labestellen auf der rechten Seite werden bereits abgebaut weil nicht mehr gebraucht. Die arbeitslosen gewordenen „Volunteers“ feuern uns eifrig an.

Oft hören sich die Anfeuerung an wie „Kompanie!“ oder „Weiter, weiter!“ Aber auch ein „Namasté“ ist immer wieder dabei. Der Gipfel der Ekstase scheint „Reiswein, Reiswein, namasté!“ zu sein. Links neben mir zischt es. Da läuft tatsächlich einer mit einem Vereisungsspray in der Hand und besprayt sich gerade seine rechte Gesäßhälfte.

Entzückend der knallrote, menschgroße Teddybär, der mit seinem grünen Schopf vermutlich eine Tomate darstellen soll. Km27, die linke Straßenhälfte auf der wir laufen liegt zum Glück im Schatten. Gestern, bei +3°C und eisigem Wind habe ich noch gescherzt, vielleicht kriegen wir ein Hitzerennen. Gefühlt ist es nun eines!

Dass einem am Streckenrand von privater Seite Süßigkeiten angeboten werden, habe ich ja schon mehrfach erlebt. Hier aber steht ein vielleicht sechsjähriges Mädchen, in den Händen ein Tablett, darauf mehrere Dosen eines Vereisungssprays. Man erlebt immer wieder seine Überraschungen.

Je näher wir dem Zentrum kommen umso mehr häufen sich die Tanzvorführungen. Eine etwa 30-köpfige weibliche Tai-Chi-Truppe, oder etwas in der Art, bewegt sich in ihren uniformen Kostümen synchron und geschmeidig. Keine der Damen ist jünger als 70 Jahre schätze ich. Sehr kleidsam sind ihre lila/weißen Oberteile zu den orangen Hosen. Am Ende der aufgefädelten Formation sehe ich, dass auch zwei Senioren mit dabei sind.

Links ums Eck die nächste Vorführung: Formationshüpfen, diese Tänzerinnen sind auch nicht mehr die jüngsten. Endlich biegen wir in die Ginza ein, hier lauern uns die österreichischen Claqueure auf: Vroni, Sonja, Sepp, der Junior vom Johannes, verstärkt um eine Ungarin. 

Die Ginza ist DIE Nobeleinkaufsstraße von Tokio. Tiffany, Bvlgari, Louis Vuitton, Ermenegildo Zegna und und und. Hier kriegst du alles was gut und sehr teuer ist.

Bei Nissan geht es rechts weg in die Harumi Dori, endlich wieder Schatten und gleich ist es spürbar kühler! Ich komme an die berühmte Kreuzung mit der Sotobori Dori, kreuz und quer Zebrastreifen. Diese Kreuzung kennt man aus Film und Fernsehen, meist von oben aufgenommen und da wurlt es recht. Heute nicht so, nur Marathonis und die laufen alle in dieselbe Richtung. Ich bin bei km 30.

Vor uns quert auf einer Eisenbahnüberführung lautlos der Shinkansen unsere Strecke. Sieht immer noch gut aus dieser Äußerst-Schnellzug. Noch hat er es aber nicht eilig.

Wieder gibt es Süßigkeiten am Streckenrand. Km32, die Läufer rechts haben nur noch 1km vor sich, beneidenswert, die werden mit etwa 3h30 einlaufen. Auch immer wieder am Streckenrand: in kurzen Abständen Freiwillige mit Müllbeuteln in der Hand. Müll sammeln direkt von den Athleten, noch bevor die ihn auf den Boden werfen. Was aber eh kaum jemand wagen würde. In den paar Tagen in Tokio habe ich nicht einen Zigarettenstummel am Boden liegen sehen. Kein Mensch geht mit einer brennenden Zigarette auf der Straße, dafür gibt es Smoking Areas, vielleicht 25m2 und eingezäunt. Rauchverbot in Gaststätten hat sich aber noch nicht durchgesetzt.

Am Hibiya-Park, eigentlich ganz in der Nähe vom Ziel geht es nun fast 5km mit der Sonne im Gesicht nach Süden, auf der anderen Richtungsfahrbahn wieder zurück. Die Zahl der Geher hat dramatisch zugenommen. Wer nicht geht wird zwangsläufig zum Slalomläufer. Wohl gibt es kostümierte Teilnehmer, aber nicht annähernd so viele wie in London. Die meisten werden ihre Karnevalsambitionen wohl beim gestrigen friendship-run ausgelebt haben.

Jede Labestelle verfügt über ganz viele Freiwillige, immer gibt es reichlich gefüllte Becher. So werden wir Läufer vor allem von den vielen Volunteers frenetisch angefeuert, und wenn es mit

„Reiswein, Reiswein, namasté!“ ist.

Als ich nach km35 den letzen U-turn des Tages absolviere bläst da tatsächlich Gegenwind. Jetzt gegen Ende kommt also Wind auf. Der Himmel ist bislang blitzblau und wolkenlos. Die Showeinlagen am Streckenrand häufen sich nun. Vor einer Firma scheint eine Hundertschaft an blau gekleideten Mitarbeitern zum Jubeln abgestellt zu sein.

Dass es nach Hawaii nicht mehr allzu weit ist sieht man am nächsten Showact. An die 20 Hüfte schwingende Hawaiianerinnen mit Blumenkranz um den Hals und bunten Röcken tanzen für uns. Leider in Pelzstiefeln und Pullover.

Bei der letzten Labe gibt es nun sogar Mandarinen und bunte Smarties, da kann man nicht meckern.

Hinter 20 eifrigen Taiko-Trommlern ragt der rot/weiße Tokyo Tower in die Höhe. Der erinnert sehr an den Eiffelturm, ist mit 332,6m sogar etwas höher als dieser, auch da kann man rauf. Im Vordergrund der Kumano Schrein, eine religiöse Stätte des Shintoismus.

Die Fotomotive wirken sich schon langsam deutlich negativ auf meine Endzeit aus, egal. Km 39.

Links beginnt nun der Hibiya-Park, eine 162.000m2 große grüne Oase in der Stadt der an den kaiserlichen Palast grenzt.  Km41, es gibt sage und schreibe 7 Kontrollstellen mit cut-off-Zeit.

Hier muss man bis 16h gewesen sein, um fertig „laufen“ zu dürfen. Da habe ich noch über 2 Stunden Zeit. Ungefähr dieselbe Zeit wie in London 2014 wäre okay für mich, dort habe unterwegs mehr Fotos gemacht als heute.

Noch 1km, ich biege links ab, auf Pflastersteinen zwischen Marunouchi-Nakadori Building und andern Einkaufszentren durch, Hochhäuser, hier wird viel angefeuert. Irgendwie zieht er sich der letzte Kilometer. Ha, da stehen wieder unsere Ösis, weithin an der hohen Fahnenstange zu erkennen.

4h49 brutto bei km42, ein Erinnerungsfoto und weiter, links in die Gyoko-dori, die sehenswerte Tokyo Station (Neobarock, 2012 renoviert) nun im Rücken, vor mir das Ziel. Dieses kommt viel schneller als erwartet. Plötzlich sind da blaue Zeitmatten am Boden und ich bin im Ziel. Die zwei Gerüst-Brücken 50m weiter dienen lediglich den Fotografen um von da oben runter gute Fotos machen zu können.

Vor mir nun der Kaiserpalast von Tokio, von dem man aber als Läufer nichts sieht, nur Teile vom Park.

„Please move along, bitte weitergehen,“ wir Finisher werden kanalisiert.

Nach ein paar hundert Metern gibt es eine Flasche „Pocari Sweat“, im Stau die Hibiya Dori runter. Links das Einkaufszentrum Plaza, rechts der „Burggraben“. Als nächstes bekommt jeder das schöne Badetuch mit buntem Marathonlogo über die Schultern geworfen.

Nächster Stopp: ein Plastikbeutel mit Wasserflasche drinnen, dann eine Banane, dann etwas mit viel Kalorien, dann eine Wärmefolie und endlich die goldene Finishermedaille.

Schließlich werden die 6-Star-Finisher herausgefiltert, für uns andere geht es mit kleinen Schritten lähmend langsam auf einem 2m breiten Weg weiter. Die Straße rechts von uns ist 10 Mal so breit und die ist menschenleer.

Endlich ist dessen Ende erreicht, links am Horizont kann man die Kleiderbeutel abholen.

Hunderte Freiwillige warten auf die Finisher und haben ruckzuck deren Kleiderbeutel zur Hand. Und jeder, wirklich jeder von den Volunteers gratuliert dir. Bis du durch bist hast du aus hunderten Kehlen gehört, dass du der Größte, Schönste, und Beste bist und Respekt, Respekt, Respekt und Thank you for coming!         Uff, reicht schon. Man kann es auch übertreiben.

 

Mittlerweile hat es zugezogen, es ist kühl geworden. Ich bin echt froh endlich etwas Trockenes anziehen zu können.

Am Ende der geleiteten Tour durch den Park, immer am Weg bleiben – die Grünflächen sind abgesperrt – treffe ich auf Günther. Ein wunderbares Timing.

Dieser hat seine Six-Star-Medaille bereits um den Hals hängen, Mission erfüllt!  Seit meinem Zieleinlauf ist eine ganze Stunde vergangen, ohne dass ich irgendwo getrödelt hätte!

Startgeld Marathon: theoretisch ¥ 12.800,- ,tatsächlich via Reisebüro locker das Doppelte  

Labestellen: Wasser, Iso, div. Obst, Tomaten, Smarties, Brioche, Salztabletten

Goldene Finishermedaille am äußerst schönen bunten Band,  das Badetuch zum Marathon,

der Einwegchip ist gleichzeitig ein Souvenir

Die Urkunde bekommt man Ende März per snail-mail zugeschickt, wie schon Wochen zuvor die Teilnahmebestätigung.

Kaum Höhenmeter; alles perfekt durchorganisiert mit ungeheurem Personalaufwand.

Keine Duschen im Zielbereich; Ziellabe, viele Zelte um sich umziehen zu können.

 

Die Sieger

1 ウィルソン・キプサング KIPSANG Wilson 2:03:58

2 ギデオン・キプケテル KIPKETER Gideon 2:05:51

3 ディクソン・チュンバ CHUMBA Dickson 2:06:25

 

Die Siegerinnen

1 サラ・チェプチルチル CHEPCHIRCHIR Sarah 2:19:47

2 ベルハネ・ディババ DIBABA Birhane 2:21:19

3 アマネ・ゴベナ GOBENA Amane 2:23:09