Share |

Zauchensee Super-G 2016

Foto: Veranstalter

Für Lindsey Vonn war das Speed-Wochenende in Altenmarkt Zauchensee sehr einträglich. Für den Doppel-Triumph in Sprintabfahrt und Super-G kassierte die US-Amerikanerin 200 Weltcuppunkte und ein Preisgeld von 92.030 Euro brutto. „Ja, das war wirklich ein perfektes Wochenende für mich. Hat sehr viel Spaß gemacht. Das Publikum ist super hier, ich fühle mich richtig wohl. Auf den Gesamtweltcup schaue ich im Moment überhaupt nicht, ich will nur Rennen gewinnen“, sagte Vonn, die am Sonntag ihren 26. Erfolg in einem Weltcup-Super-G und den 73. insgesamt gefeiert hat.

Im Gesamtweltcup hat die Schweizerin Lara Gut als Zweite (1:13,45 Min.) hinter Vonn (1:12,75) die Führung verteidigt. Dritte, wie am Vortag, wurde die im Moment beste ÖSV-Speedlady Cornelia Hütter (1:14,00). Für die Steirerin hat sich der Ausflug zum „Audi FIS Ski World Cup“ nach Altenmarkt Zauchensee ebenfalls gelohnt, für zwei dritte Plätze wurde Hütter mit 10.958 Euro brutto entlohnt. Die Entscheidung um Platz 3 und 4 war denkbar knapp, Hütter war nur eine Hundertstelsekunde schneller als die Italienerin Nadia Fanchini.

Sieg in Abfahrt und Super-G an einem Wochenende in Altenmarkt Zauchensee – das ist seit der Weltcup-Premiere im Jahr 1980 nur der ÖSV-Läuferin Michaela Dorfmeister beim Weltcupfinale 2002 gelungen. Und was macht Lindsey Vonn, wenn der Weltcuptross nun nach Flachau übersiedelt, wo am Dienstag der Nachtslalom und am Freitag bzw. Sonntag die in Ofterschwang abgesagten Rennen (Slalom/Riesentorlauf) ausgetragen werden? „Heim in die USA werde ich auf keinen Fall fliegen, da ist die Zeit zu knapp“, meinte Vonn. Ihr Privatbetreuer Robert Trenkwalder hat, was das Wochenprogramm seines Schützlings betrifft, schon konkretere Pläne: „Zwei Tage wird Lindsey Kondition trainieren, eventuell absolviert sie ein Speedtraining in Saalbach-Hinterglemm.“

Nicht wunschgemäß ist das Speed-Wochenende für Tina Weirather verlaufen: Ausfall in der Sprintabfahrt, Rang 18 im Super-G nach einem schweren Fehler. Die Liechtensteinerin darf dennoch nicht mit dem Schicksal hadern, denn ihr Missgeschick in der Abfahrt hätte fatale Folgen haben können – wie der Sturz von Lotte Smiseth Sejersted, die sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen hat. Weirather hatte mehr Schutzengel an ihrer Seite wie die Norwegerin und konnte einen Abflug ins Sicherheitsnetz gerade noch vermeiden.

ÖSV-Damenchef Jürgen Kriechbaum durfte mit seiner Truppe wiederum zufrieden sein: Dritte Cornelia Hütter, Fünfte Elisabeth Görgl, die 2014 hier die Abfahrt auf der klassischen Strecke gewonnen hatte, Siebte Nicole Schmidhofer, die mit einem Fehler im Mittelteil – nach toller Zwischenzeit – eine bessere Platzierung vergab und im Ziel von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum getröstet werden musste. Weitere ÖSV-Platzierungen: 13. ex aequo Tamara Tippler und Stephanie Venier,. Eine Talentprobe legte wiederum Sabrina Maier ab. Die 21-jährige Salzburgerin aus Saalbach-Hinterglemm landete mit der hohen Startnummer 52 an 20. Stelle. Mirjam Puchner, deren Körper nach dem Sturz vom Vortag mit blauen Flecken übersät war, hat die Zähne zusammen gebissen und ist trotz Schmerzen gestartet, sie kam auf Rang 25.