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TOUR Transalp 2018: Spögler und Markolf stürmen ins Gelbe Trikot

Foto: Uwe Geissler

Die 16. Auflage der TOUR Transalp hat mit einem Paukenschlag begonnen. Auf der ersten Etappe der siebentägigen Rundfahrt, die heute von Brixen nach St. Vigil setzten sich Michael Spögler (ITA) und Michael Markolf (GER) in einem Sprintentscheid durch (2:54.42,6).

Das Team corratec 1 verwies nach 88,91 km und 2.300 Höhenmetern die letztjährigen Zweiten Daniel Pechtl (AUT) und Thomas Gschnitzer (ITA) vom Team Plasmatreat-Storck Bicycle 1(2:54.43,9) sowie die Titelverteidiger aus Belgien Frederic Glorieux und Bob Michels von Tauris – Grinta! (2:54.44,9) auf die Plätze zwei und drei.

Es war ein verdienter Sieg für die italienisch-deutsche Paarung, die sich nach der neutralisierten Anfangsphase federführend an der Tempoarbeit der Spitzenduos beteiligt hatte. Bereits im ersten steilen Anstieg aus dem Vilnößtal hinauf nach Gufidaun bestimmte die eingespielte Paarung das Tempo, das zunächst nur Pechtl und Gschnitzer mitgehen konnten.

Glorieux und Michels, noch müde und von der gestrigen zwölf Stunden langen Anreise aus der Heimat gezeichnet, mussten abreißen lassen, konnten aber auf dem anschließenden Höhenweg über dem Etschtal bis nach St. Ulrich die 30 Sekunden große Lücke wieder schließen.

„Das war extrem hart für uns“, fasste Glorieux den Schockmoment zusammen. „Team corratec hat richtig Gas gegeben. Das war zu hart für uns. Wir haben dann versucht, unser eigenes Tempo zu fahren. Wir sind zufrieden, dass wir noch einmal herangekommen sind und keine Zeit verloren haben.“

Nachdem auch die beiden Italiener Riccardo Zacchi und Carlo Muraro von Lightweight-Squadra Corse den Anschluss wiederhergestellt hatten, arbeitete sich die achtköpfige Ausreißergruppe Kehre um Kehre dem Grödnerjoch, einem der bekanntesten Dolomitenpässe und Highlight der ersten Etappe, entgegen.

Während Zacchi und Muraro in der Abfahrt über Corvara und Abtei wieder abgehängt wurden, entwickelt sich in der Folge an der Spitze ein heißer Dreikampf um den Etappensieg. Am Ende bestätigten Michael Spögler und Michael Markolf ihre derzeit starke Form auf dem leicht ansteigenden Schlussakkord ins Zentrum von St. Vigil.

Spögler, der in den letzten Tagen den 25. Radmarathon Amadé als auch den Glocknerkönig für sich entschieden und auch beim SuperGiroDolomiti mit Platz zwei überzeugt hatte, sagte nach der erfolgreichen Fahrt ins Gelbe Trikot: „Unser Ziel war es, vorne mitzufahren. Ob es für Gelb reichen könnte, weiß man ja vorher nicht. Zumal die anderen auch extrem stark waren. Aber wir sind natürlich froh, dass es so ausgegangen ist.“

Allerdings mahnte der Südtiroler auch: „Das war heute ein einfacher Auftakt. Die nächsten Tage werden um einiges härter werden.“ Sein Teamkollege Markolf ergänzte: „Wir werden jetzt erst einmal zur Ruhe kommen und uns ausruhen. Dann besprechen wir heute Abend, wie wir es morgen angehen.“

Während das Team corratec 1 morgen die Gejagten der Männerkategorie sind, gehen die beiden Holländerinnen Linda Stuurman und Carla Mellema vom Dutch Express (3:33.32,6) in den Pinken Jerseys der Führenden der Damenwertung auf die Strecke.

Bei den Masters schlüpften die Kanadier Jamie Armstrong und Geoff Dyker von TNA – Methodnach ihrem heutigen Sieg (3:11.10,9) in die Blauen Trikots. Die Grünen Leaderjerseys der besten Grand Masters sicherten sich heute die Österreicher Günter Baringer und Axel Strauss von Roadbiker.at & Bike city in 3:13.30,0 Stunden, während ihre Landsleute Anna Kiesenhofer und Günther Flatscher vom Team Bikeexpress in der Mixedwertung triumphierten (3:15.27,0).

Die kompletten Ergebisse der ersten Etappe stehen hier zur Verfügung.