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Sechster Platz für Linus Heidegger im Massenstart

Foto: Peter Maurer/ÖESV

Einen tollen Einstand feiert der 22-jährige Linus Heidegger im finalen Eisschnelllaufwettbewerb der Olympischen Spiele in PyeongChang. Der Innsbrucker qualifiziert sich als Semifinalsieger für den entscheidenden Finallauf im Massenstart bei den Herren und landet dort auf dem sechsten Rang. Er sammelt in den Zwischensprints die wertvollen Punkte für diese Platzierung und erreicht damit ein Topresultat bei seinem ersten Olympiarennen.

"Was für ein geiles Rennen. Ich hab mich gut gefühlt und meine Chance perfekt genützt", resümiert Heidegger. Bevor es für den jungen Tiroler in das Finale ging musste er sich mit den weiteren Teilnehmern erst dafür qualifizieren. Das Feld der 24 Athleten wurde in zwei Semifinali aufgeteilt. Der 22-Jährige erhielt dabei mit dem späteren Olympiasieger Seung-Hoon Lee und vielen weiteren Medaillenkandidaten schwierige Gegner. Doch Heideggers Taktik im Halbfinale ging voll auf. Er konzentrierte sich auf den Italiener Andrea Giovannini und den Japaner Shane Williamson. Mit beiden gelang ihm ein erfolgreicher Fluchtversuch kurz vor dem Schlussspurt. Diesen gewann Heidegger souverän, der sich damit sein Finalticket als Gewinner des ersten Laufes sicherte.

Heidegger: "Ein tolles Ergebnis bei meinen ersten Spielen"

Da im Massenstart die Punkte vor der Endzeit gewertet werden, legte sich der junge Tiroler für das Finale ein neues Konzept zurecht. Mit Zählern aus den Zwischensprints sollte ein Top Ten Platz erzielt werden. Dieses Ziel übertraf Heidegger sogar, der in zwei der drei Bonussprints punkten konnte. "Das war schon ein herausragendes Gefühl als erster im Finale aufgerufen zu werden", erzählt Heidegger, der das Feld in der ersten Runde anführte. Auch danach blieb der 22-Jährige aktiv. Gemeinsam mit dem Weißrussen Vitaly Mikhailov und dem Schweizer Livio Wenger gelang es ihm einen erfolgreichen Fluchtversuch zu starten. Heidegger gewann den ersten Zwischensprint und holte nochmals einen weiteren Zähler im zweiten. Während Wenger und der Däne Viktor Thorup wenige Meter vor dem Feld blieben musste sich der junge Österreicher wieder im Feld einordnen.

Im Schlusssprint um die Medaillen konnte Heidegger dann nicht mehr eingreifen. Aufgrund der sechs gesammelten Punkte eroberte er den sechsten Platz und damit ein Olympisches Diplom bei seinem Debüt. "Einen solchen Verlauf hätte ich mir nichtmal erträumt. Die harte Arbeit über den Sommer und in der bisherigen Saison haben sich gelohnt. Ein tolles Ergebnis bei meinen ersten Spielen", berichtet Heidegger. Die Goldmedaille gewinnt der Südkoreaner Seung-Hoon Lee vor dem Belgier Bart Swings und dem Niederländer Koen Verweij.

Ergebnis Massenstart Herren:
GOLD: Seung-Hoon LEE (KOR)
SILBER: Bart SWINGS (BEL)
BRONZE: Koen VERWEIJ (NED)
4. Livio WENGER (SUI)
5. Viktor-Hald THORUP (DEN)
6. Linus HEIDEGGER (AUT)