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Mitteldistanzwochenende in Österreich: Tri-Motion und Challenge Walchsee

Die Challenge Veranstaltung in Tirol war fest in ausländerischer Hand. Bei den Herren siegte der mehrfache Ironmansieger aus der Schweiz, Ronnie Schildknecht, dank eines sehr schnellen Bikesplits, mit über zwei Minuten Vorsprung auf die Deutschen Timo Bracht und dem jungen Agegrouper Boris Stein. Insgesamt fanden sich hinter Schildknecht nicht weniger als sieben Teilnehmer aus unserem nördlichen Nachbarland – erst auf Rang 22 konnte Andreas Trimmel, als erster österreichischer Teilnehmer, die Ziellinie überqueren.

Bei den Damen verlief das Rennen wesentlich spannender. Lange Zeit sah Eva Dollinger bei ihrem Heimrennen wie die Siegerin aus. In der letzten Laufrunde musste sie aber Yvonne van Vlerken noch an sich vorbeiziehen lassen und die Niederländerin konnte somit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Dollinger erreichte letztlich den zweiten Gesamtrang vor einer weiteren niederländischen Teilnehmerin, Mirjam Weerd.

Viele der starken österreichischen Triathleten über die Mitteldistanz fanden sich heuer bei der Tri-Motion ein. Zum Einen, weil nicht sicher ist, ob es diesen Bewerb kommendes Jahr noch einmal geben wird, zum Anderen weil Norbert Langbrandtner wie immer ordentlich die Werbetrommel gerührt hatte.

Bei den Herren konnten sich von Beginn an der amtierende Kurzdistanzstaatmeister Lukas Hollaus und der Vizestaatsmeister über die Mitteldistanz, Philipp Podsiedlik, gemeinsam mit Mario Fink in Szene setzten. Diese drei sollten sich beim abschließenden Laufen den Gesamtsieg unter sich ausmachen – doch es kam anders als erwartet. Bei Laufkilometer 3 wurden Hollaus und Podsidliek von einem Kampfrichter aus dem Rennen genommen und disqualifiziert. Somit war der Weg frei für Mario Fink, der sich mit fast fünf Minuten Vorsprung den Sieg vor den Deutschen Rainer Schniertshauer und Sebastian Neef holte.

Bei den Damen zeigte die ehemalige deutsche Marathonläuferin Julia Viellehner eine sensationelle Leistung. Nach dem Radfahren lag sie etwa 10min hinter der Damenspitze, holte sich aber letztendlich mit fast 9!!! Minuten VORSPRUNG den Gesamtsieg bei den Damen. Dies war nur möglich durch eine überragende Laufleistung. Den abschließenden Halbmarathon lief Viellehner in 1:24:44 und somit um ganze 3 Minuten schneller als die beste Laufzeit bei den Herren! Diese Leistung lies den zweiten Rang von Michaela Rudolf fast eine wenig untergehen. Den dritten Gesamtrang bei den Damen sicherte sich eine weitere Deutsche, Susi Eger.

Insgesamt wurden bei der Tri-Motion 17!!! männliche Teilnehmer disqualifiziert – die in Führung liegenden Österreicher Hollaus und Podsidliek wegen Missachtung des Aerolenker- und Überholverbotes an einem unübersichtlichen Teil der Radstrecke. Ich persönlich finde das härtere Durchgreifen der Wettkampfrichter im heurigen Jahr durchaus positiv und auch ein richtiges Zeichen. Allerdings sehe ich in den letzten Rennen eine Tendenz zu einem zu rigorosem Abmahnen. Es fehlt ab und an ein wenig an Fingerspitzengefühl. Aber eines muss trotzdem klar gesagt werden, Regeln sind Regeln und diese gelten für Alle.

Hoffentlich findet sich auch im nächsten Jahr ein Termin für die Tri-Motion und die Challenge Walchsee!

Das Wetter war bei beiden Veranstaltungen optimal und so stand spannenden Rennen nichts mehr im Wege.