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Marathon Saisonauftakt beim Thermenmarathon in Bad Füssing 2012

Beim Start lachte bereits die Sonne und machte die klirrende Kälte (Beim Start -10°C) für alle gut erträglich. Dank lebhaftem Ostwind ging es auf dem ersten Drittel recht zügig voran. Es kamen aber auch Teilstücke auf denen man gerne einen Windschatten aufsuchte. Die Straßenverhältnisse waren trocken und perfekt.

Die Routine der Veranstalter machte diesen 19. Thermenmarathon zu einem gelungen Laufevent mit allem was so dazu gehört:

  • unkomplizierte Startnummernabholung
  • Eintritt in die Therme
  • heißer Tee, Iso, Gels, Bananen etc. bei den Laben
  • perfekte Absperrung durch Feuerwehr und freiwillige Helfer
  • Ziellabe mit Erdinger Alkoholfrei und superst Kuchen
  • zwei Freigetränke bei der Siegerehrung
  • schnelle, schöne Siegerehrung (ohne Reden von Bürgermeistern und Kriegsopferverbandsobmännern)

Um 9:45 Uhr war Start zum 10km Lauf (Finisher: weiblich 175, männlich 311). Bei den Damen siegte Tina Fischl in 36:02 min., zwei weitere Läuferinnen blieben unter 40 Minuten. Die Siegerzeit der Herren von Bonauer Alexander lag bei 33:04 min., sub 40 Minuten schafften 45 Läufer.

Eine Viertelstunde danach starteten die Teilnehmer des Halbmarathon (Finisher: 184 weiblich, 544 männlich) und Marathons (Finisher: 26 weiblich, 214 männlich). Beim Halbmarathon lieferten sich die ersten vier Männer ein spannendes Rennen und erreichten allesamt eine 1:11er Zeit. Die Siegerin Julia Viellehner finishte in 1:16:55 und wäre damit bei den Herren Gesamt 13. geworden!!!

Sensationell waren die Zeiten am Treppchen der Marathon Herren, sie blieben alle unter 2:40. Das sehr überschaubare Damenfeld führte Angela Kühnlein mit 2:59:22 an.

Und so erlebte ich den Start in meine Marathonsaison 2012

Von den Wettervorhersagen eingeschüchtert zogen viele meiner Laufbekanntschaften und -Freunde ihre Teilnahme zurück. Als bei der Anfahrt die Temperaturen den zweistelligen Minus-Temperaturenbereich nie verließen, fielen mir die Worte einer oberösterreichischen Marathongröße, die auch der weiße Kenianer (sein erster Spitzname fiel der political correctness zum Opfer) genannt wird: "Der Marathon in Bad Füssing ist sehr, sehr charakterprägend!"

Mike-unlike startete ich nicht vorne weg, sondern war mitten im Gewusel, das sich aber schnell auflöste. Auf den ersten sieben Kilometer bescherte mir der Ostwind fulminante Kilometerzeiten (zwischen 3:58 und 4:05). Danach suchte ich mir einen großen, kompakt gebauten Läufer, um vom teilweise starken Wind möglichst verschon zu bleiben. In der ersten von zwei Runden war dies nicht schwer, da genügend Halbmarathonis zur Auswahl standen. Bei Kilometer 12 gesellte sich Walter Wakonig (MKW Hausruck) zu mir, der heute einen lockeren pulsgesteuerten Trainingslauf für seine 100km Europameisterschaft (Ende April in der Nähe von Mailand) absolvierte. Wir unterhielten uns seher gut und die Kilometer flossen dahin. Bei Km 18 holte uns die beste Dame ein und ich blieb drei Kilometer an ihren Fersen.

Beim Halbmarathon ging ich mit 1:28:50 durch, was Grund zum Optimismus gab. Leider war ich bald ganz alleine. Dank des Rückenwindes blieb ich bis Km28 auf sub 3h Kurs. Kurz darauf lief Rudolf Kranawitter vom ASV ASKÖ Salzburg LA zu mir auf. In seinem Sog flog ich förmlich zur nächsten Labe, die ich schon sehr herbei sehnte. Rudolf lief weiter, ich kehrte ein, um mich danach mühevoll an ihn ranzukämpfen - ein Husarenritt. Bei der nächsten Labe selbe Situation, nur diesmal ließ ich ihn ziehen - nach 48 Marathons kommt man auch zu einer gewissen Vernunft. Der Abstand zwischen uns blieb konstant. Bei Km40 ritt ich eine Attacke, überholte Rudolf und sicherte mir den 22. Gesamtrang in 3:07:00 - meine beste Füssingzeit!!!