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Ironman Hawaii 2011

Vorbericht aus österreichischer Sicht

Kommendes Wochenende, genauer gesagt am 8.10.11, steht als krönender Abschluss einer äußert interessanten aber auch langen Langdistanzsaison die Weltmeisterschaft über 3,8km, 180km Radfahren und 42km Laufen in Hawaii auf dem Wettkampfkalender. Während sich viele noch an das packende Finale im letzten Jahr erinnern, als Chris „Macca“ McCormack im Finish dem Deutschen Andreas Raelert die Hand schüttelte um ihm wenig später mit einem unglaublichen Tempo zu entlaufen, stehen die Athleten bereits in den Startlöchern um den Weltmeister 2011 zu küren.

Doch heuer soll es mit dem Sieg für Raelert endlich klappen. Nach der Weltbestzeit in Roth und der Abwesenheit des Australiers McCormack ist er der klare Favorit. Aber leicht wird es sicher nicht! Besonders der Belgier Marino Vanhoenacker wird sich einen Sieg besonders wünschen. Marino siegte heuer in Klagenfurt mit neuer Weltbestzeit – konnte sich über diese aber nur eine Woche freuen – ein Sieg in Hawaii würde ihm sicher als Trost genügen. Nicht zu unterschätzen ist auch der aktuelle Mitteldistanzweltmeister Craig Alexander. Erst vor wenigen Wochen zeigte der Australier seine gute Form als er überraschend aber sehr souverän in Las Vegas die 70.3 Weltmeisterschaft gewann. Die drei angesprochenen Athleten belegten auch letztes Jahr die Plätze 2-4. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Mitfavoriten wie Chris Lieto (USA) – aktueller Vizweltmeister 70.3, Eneko Llanos (ESP), Timo Bracht (GER), Faris Al-Sultan (GER), Dirk Bockel (GER). Aber auch der Österreicher Michael Weiss kann für einen Platz ganz weit vorne gut sein!

Weiss belegte heuer beim 70.3 in St. Pölten, wie auch beim Ironman Klagenfurt den zweiten Gesamtrang, verpasste in Las Vegas mit dem vierten Platz nur knapp das Weltmeisterschaftspodium und ist bekannt dafür, die absolut schnellsten Radzeiten zu fahren. Ob es für einen Platz in den Top 5 reicht, hängt sehr stark von seiner Schwimmleistung ab, diese ist doch noch sehr anfällig. Seine Laufleistung hat er gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert wie er in Klagenfurt bereits zeigte – man darf gespannt sein!

Neugierig darf man auch auf das Abschneiden von Mario Fink sein. Mit einer starken Zeit von 8:31:38 ließ er heuer in Klagenfurt aufhorchen und belegte dort immerhin Rang 8 und qualifizierte sich damit für Hawaii. Mario ist schon auf der Insel und gemeinsam mit seinem Trainer bereitet er sich gewissenhaft auf den Tag „X“ vor.

Mit Zeiten unter 9h in Klagenfurt konnten sich Markus Hämmerle, Christoph Kullnig, Herbert Riener, Andreas Trimmel, Bernd Tesar, Roman Seigmann und Stefan Duller für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Da Hawaii eine eher langsame Ironmanstrecke ist wird sich zeigen, wer von den genannten in der Lage ist eine ähnliche Leistung wie in Klagenfurt abzurufen. Wem dies gelingt, der kann in der Altersklassenwertung weit vorne landen!

Die weiteren Österreicher am Start:

  1. Armin Atzlinger  (18-24)
  2. Benedikt Ebenbichler (18-24)
  3. Mario Fink (30-34)
  4. Mario Riemer (30-34)
  5. Thomas Vonach (35-39)
  6. Marcus Offenhuber (40-44)
  7. Thomas Priglinger (40-44)
  8. Georg Schweighofer (40-44)
  9. Gernot Greylinger (45-49)
  10. Thomas Hackner (45-49)
  11. Guenter Hoerandner (45-49)
  12. Erwin Huss (45-49)
  13. Peter Gruber (50-54)
  14. Johann Grüber (50-54)
  15. Reinhold Garnitschnig (50-54)
  16. Rudolf Wilfling (50-54)
  17. Richard Spreitzgrabner (65-69)

 

Bei den Damen gibt es eigentlich nur zwei Fragen:

Ist Chrissie Wellington nach ihrem Trainingsunfall wieder 100% fit und wenn ja, wo wird sie sich im Gesamtklassement wieder finden. Die starke Engländerin konnte heuer in Roth nicht nur eine neue Weltbestzeit erzielen sondern finishte als Gesamt Fünfte(!) den Bewerb. Alles andere als ein Sieg von ihr bei den Damen wäre eine sensationelle Überraschung.

Zu den aussichtsreichsten Österreicherinnen auf gute Platzierungen zählen in Hawaii Michaela Rudolf (Platz 7 beim Ironman Klagenfurt) und Dominique Angerer (Platz 15 in Klagenfurt) und Elke Hinterberger (Platz 19 in Klagenfurt). Wenn es gut läuft, kann man von ihnen gute Zeiten erwarten.

Die weiteren Österreicherinnen am Start:

  1. Madeleine Grüber (45-49)
  2. Andrea Jakobljevich (45-49)