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Favoriten für den 42. Dolomitenlauf - Olympiasieger am Start

Foto: Expa Pictures/Michael Gruber

Perfekte Loipenbedingungen und traumhafte „James Bond“-Winterlandschaft - die Osttiroler Langlaufhochburg Obertilliach ist bereit für den 42. Dolomitenlauf am kommenden Sonntag, der in der freien Technik über 42 und 20 Kilometer ausgetragen wird. Neben zahlreichen Hobbyläufern gilt der Dolomitenlauf auch als Magnet für Weltklasseläufer, die in Osttirol um FIS Worldloppet Cup-Punkte fighten.

Das erste Rennen des FIS Worldloppet Cups ging am vergangenen Wochenende mit dem La Foulee Blanche in Frankreich über die Bühne. Beim 42. Dolomitenlauf am 24. Jänner folgt die zweite Station des FIS-Marathoncups, der die acht größten und wichtigsten Volkslangläufe der Welt umfasst. Zu den ganz großen Favoriten zählt der Franzose Benoit Chavet, der vor zwei Jahren schon Fünfter beim Dolomitenlauf wurde. „Er ist mit Sicherheit der größte Sieganwärter“, beschreibt Organisator und Langlaufinsider Franz Theurl. Chavet war der konstanteste Läufer in den letzten Jahren im Marathoncup, er wurde drei Mal Zweiter in der Gesamtwertung. „Beim Auftakt am Wochenende in Frankreich war er nicht ganz top, aber diese Startschwierigkeiten kennen wir bei Chavet“, so Theurl.

Titelverteidiger Livers am Start?
Der Schweizer Weltcupläufer Toni Livers, im vergangenen Jahr Triumphator des 41. Dolomitenlaufes, hat sich bereits für den Dolomitenlauf angemeldet. Er könnte aber kurzfristig vom Schweizer Nationalteam für die Weltcup-Staffel einberufen werden. Livers soll den bei der Tour de Ski verletzten Dario Cologna ersetzen. „Wir sind aber frohen Mutes, dass Toni nach Osttirol kommt“, sagt Theurl.

Weitere Favoriten - auch Doppel-Olympiasieger in Osttirol
Ein weiterer heißer Kandidat für das Podium beim Dolomitenlauf ist Adrien Mougel, Teamkollege von Chavet. Mougel fühlt sich top fit und zeigte in Frankreich mit Rang elf stark ansteigende Form. Ebenfalls beim 42. Dolomitenlauf dabei ist der Franzose Perillat Boiteux, der beim Cup-Auftakt in Autrans hinter Jean-Marc Gaillard und Toni Livers Dritter wurde! Die Italiener Sergio Bonaldi und den zweifachen Olympiasieger Giorgio Di Centa muss man immer auf der Rechnung haben! Bonaldi gewann 2013 den Dolomitenlauf und sicherte sich auch im selben Jahr den Gesamtsieg im FIS-Marathoncup! Sein Landsmann Giorgio Di Centa, der mittlerweile auf Marathonrennen umgesattelt ist, zählt seit vielen Jahren zu den weltbesten Langläufern. Beim Auftakt in Frankreich am Wochenende belegte der vierfache WM-Medaillengewinner aus dem Friaul den neunten Platz. Auch zum erweiterten Favoritenkreis zählt der Deutsche Toni Escher, mehrfacher Worldloppet-Sieger und Vize-Europameister im Skimarathon.

Aus österreichischer Sicht zählt der Bad Gasteiner Thomas Zlöbl, der sich in sehr guter Form befindet, zu den rot-weiß-roten Hoffnungsträgern. „Wenn er seine Form und den Heimvorteil ausspielen kann, rechnen wir mit einer Top-Platzierung“, so Theurl. Im Vorjahr landete Christian Eberharter aus Tux vor dem Obertilliacher Norbert Ganner als bester Österreicher an der 24. Stelle.

Die Favoriten bei den Damen
Beim 42 Kilometer langen Damenrennen am kommenden Sonntag in Obertilliach ist das komplette Podium des Cup-Auftaktes von Frankreich vertreten: Bei den Damen ist Antonella Confortola, die beim Auftakt nicht dabei war, auf jeden Fall die Favoritin. Die Olympia-Medaillengewinnerin im Langlauf und WM-Medaillengewinnerin im Berglauf wurde vor zwei Jahren Gesamtzweite im FIS-Marathoncup und 2015 Dritte beim Dolomitenlauf. Ihre schärfste Konkurrentin ist sicherlich die Französin Aurelie Dabudyk, die mit ihrem Auftaktsieg in Frankreich gezeigt hat, wie stark sie ist. Dabudyk belegte beim letzten Dolomitenlauf hinter Holly Brooks den zweiten Platz. Ebenso wie die Zweitplatzierte Italienienerin Elisa Brocard sowie die Dritte, die junge Schweizerin Rahel Imoberndorf.

Großer Ansturm auf Dolomitensprint

„Wir sind bereit für die Dolomitenlauf-Festspiele in Osttirol, die am Donnerstag mit dem Romantiklauf in Lavant und am kommenden Freitag mit der Eröffnungsfeier ab 18:30 Uhr am Lienzer Hauptplatz beginnen. Danach kommt es am 22. Jänner ab 19:00 Uhr zum spektakulären Dolomitensprint am Lienzer Hauptplatz. Nach dem „Dolomiten Classicrace“ am Samstag, der ebenso zum Worldloppet zählt, blicken wir alle gespannt auf das Highglight des Wochenendes, den 42. Dolomitenlauf“, ergänzt Franz Theurl. Alle Langlauffans - getreu dem Motto „Jeder ein Sieger über sich selbst“ - können sich bis kurz vor den Starts der jeweiligen Bewerbe anmelden! Der Anstrum auf die Dolomitenlauf-Festspiele ist ungebremst. "Auch in Bezug auf den Dolomitensprint, den ältesten Langlaufsprint der Welt. Wir haben heuer erstmals auf 40 Athleten aufgestockt und könnten 50 Weltklasseläufer teilnehmen lassen", schließt Theurl.