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Für ALPLA HC Hard wird der Einzug in die Champions League hart

Foto: ALPLA HC Hard/Alexandra Köß

Der 32:24-Triumph seitens des ALPLA HC Hard über den HC Fivers Margareten ist Geschichte. Nun warten auf die Vorarlberger die Kollektive aus Presov (Slowakei), Lissabon (Portugal) und Riihimäki (Finnland). In Presov soll und will der Einzug in die Champions League fixiert werden. Doch die Jungs aus dem westlichen Bundesland haben starke Gegner, die dasselbe Ziel verfolgen.

Ein schwerer Brocken sind die Hausherren aus Presov. Sie sind seit vielen Jahren in der Königsklasse mit dabei und können quasi als Inventar gezählt werden. Außerdem stehen jede Menge Legionäre in der Mannschaft der Slowaken. Mit dem Kroaten Slavko Goluza steht ein Trainer an der Seitenlinie, der alles andere als von schlechten Eltern kommt. Er gewann für sein Land eine Weltmeisterschaft und zwei Olympiagoldmedaillen.

Der portugiesische Meister Sporting Lissabon kann von der Papierform her als ein Gegner auf Augenhöhe bezeichnet werden. Das Team hat in den Jahren 2010 und 2017 den Challenge Cup für sich entschieden und will auch in der Champions League für Furore Sorgen. Mit einem Brasilianer und einem Polen in den eigenen Reihen setzen auch die Portugiesen auf internationale Klasse. In der Summe verdienen neun Legionäre ihre Brötchen bei Sporting Lissabon, so auch der Österreicher Janko Bozovic.

Das finnische Ensemble von Riihimäki Cocks darf nicht unterschätzt werden. Gleich zehn Legionäre stehen im Aufgebot des skandinavischen Klubs. 2016 konnte der Klub, der in der Nähe von Helsinki sein Dasein fristet, erstmals Champions-League-Luft schnuppern und in der Gruppenphase spielen.

Für den sechsfachen österreichischen Meister ALPLA HC Hard wird die Qualifikation nicht einfach. 2003 konnte man sich das letzte Mal für die Königsklasse im europäischen Handball qualifizieren. Am 6. September beginnt auch die nationale Meisterschaft. Für die Vorarlberger geht es dann zuhause gegen den Aufsteiger HSG Graz. Zeit zum Verschnaufen gibt es kaum, denn die Westösterreicher tanzen binnen zwölf Tagen auf drei Hochzeiten.

Zum Modus der Champions-League-Qualifikation sei lediglich gesagt, dass nur der Turniersieger in die Königsklasse aufsteigt. In der Gruppe D warten die Vereine aus Skopje (Mazedonien), Zaporozhye (Ukraine), Montpellier (Frankreich), Istanbul (Türkei) und Medvedi (Russland). Mitte September findet am Bosporus das erste Gruppenspiel findet. Die Klubs, die den zweiten und dritten Rang in der Qualifikation belegen, sind in der dritten Qualifikationsrunde zum EHF-Cup im Einsatz. Der Gegner steht noch nicht fest, zumal die Auslosung Mitte Oktober und einen Monat später die beiden Spiele ausgetragen werden. Das Kollektiv, das am Wochenende als Vierter die Tabelle abschließt, kann auch noch auf europäischem Parkett spielen. In der zweiten Qualifikationsrunde zum EHF-Cup wartet der Sieger des Duells zwischen Tivat (Montenegro) und Bocholt (Belgien). Am 7./8. Oktober muss man zuerst auswärts antreten, ehe eine Woche später ein Heimspiel wartet.