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ETU Europameisterschaft auf der Mitteldistanz

Foto: Srdjan Stevanovic/Getty Images

Bei traumhaftem Wetter und einzigartiger Kulisse am Fuße des Zahmen Kaisers fand heute bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl die ETU Europameisterschaft auf der Mitteldistanz statt. Mit Lisa Hütthaler und Thomas Steger durften zwei Österreicher über Bronze jubeln. Der Europameistertitel ging bei den Damen an Julia Gajer (GER) und bei den Herren an Guilio Molinari (ITA), der zudem das Rennen zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden konnte.

Bronze für Steger bei Heim-EM

Pünktlich um 09:00 Uhr starteten die Herren heute ins Rennen. Die 1,9 km Schwimmstrecke absolvierte Florian Angert (GER) am schnellsten. 45 Sekunden dahinter stieg der Brite David Mcnamee, gefolgt von einer Gruppe mit unter anderem Guilio Molinari und dem ÖTRV-Kurzdistanzspezialisten Alois Knabl, aus dem Wasser. Mit +1:37 min Rückstand wechselte Thomas Steger aufs Rad. Während Molinari bereits auf den ersten Kilometern Druck machte und die Führung übernahm, konnte Steger Boden gut machen und sich auf den ersten 30 km auf den 3. Rang vorarbeiten. In die Top-10 vorarbeiten konnte sich zudem der Oberösterreicher Christian Birngruber, der aber auf den letzten Kilometern mit einer Reifenpanne zu kämpfen hatte. Molinari wechselte mit eineinhalb Minuten Vorsprung auf Angert und mit über 3:30 min auf Steger auf die Laufstrecke um den Walchsee. Steger startete danach eine starke Aufholjagd, musste jedoch einen 30-Sekunden Penalty absitzen, da er in der Wechselzone den Laufweg abkürzte. Molinari sicherte sich neben seinem dritten Sieg hier in Walchsee ungehindert den Europameistertitel. Der Tiroler Thomas Steger kam leider nicht mehr an Angert heran und wurde mit +2:49 min ausgezeichneter Dritter. „Durch den Penalty kam ich komplett aus dem Rythmus. Ich bin aber selbst schuld. Es war ein Kampf bis zum Schluss. Der dritte Platz fühlt sich aber wie ein Sieg an. Die Stimmung war großartig, jeder schreit deinen Namen“, freute sich der 24-Jährige im Ziel.

Bronze auch bei den Damen

Fünf Minuten nach den Herren gingen heute die Damen ins Wasser. Die Deutsche Julia Gayer wechselte vorne mit zwei Konkurrentinen auf die Radstrecke. Bereits nach den ersten Kilometern heftete sich Lisa Hütthaler an ihre Fersen. Gayer holte bis zur Wechselzone 4:41 min Vorsprung auf die Österreicherin heraus und ging als Erste auf den Halbmarathon. Hütthaler selbst hatte nach dem Wechsel auf die Laufstrecke mehr als zwei Minuten Vorsprung auf die Dänin Maja Stage Nielsen. Diese konnte aber zulaufen und die Österreicherin auf der dritten von vier Runden um den See einholen. Somit gab es auch im Damenbewerb Bronze für Österreich zu bejubeln. „Nach fünf Operationen innerhalb eines Jahres und einen dadurch späten Trainings- und Saisonstart bin ich überglücklich hier Bronze geholt zu haben“, freut sich Hütthaler.

Gold, Silber und Bronze bei Para und Altersklassen Athleten

Auch im Para-Triathlon und bei den Alterklassen Athleten wurden die Europameister gesucht. Oliver Dreier (SIG Harreither, OÖ) kürt sich in der Klasse PT3, wie auch der Tiroler Martin Falch (Raika Tri Team Telfs, T) in der Klasse PT 4 zum Vize-Europameister. Österreichs Altersklassen Athleten durften bei der Heim-Europameisterschaft über fünf Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen jubeln.

ETU Challenge Walchsee-Kaiserwinkel Europameisterschaft, Damen (inoffiziell)

1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21 km Laufen

1. Julia Gajer (GER), 4:18:29 h

2. Maja Stage Nielsen (DEN), 4:19:49 h

3. Lisa Hütthaler (HSV Marathon Wiener Neustadt, NÖ), 4:21:36 h

6. Elisabeth Gruber (SU TRI STYRIA, STMK), 4:29:31 h

10. Sylvia Gehnböck (Triathlonverein NCB-Triteam, NÖ), 4:37:10 h

 

ETU Challenge Walchsee-Kaiserwinkel Europameisterschaft, Herren (inoffiziell)

1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21 km Laufen

1. Giulio Molinari (ITA), 3:49:31 h

2. Florian Angert (GER), 3:50:56 h

3. Thomas Steger (pewag racing team, K), 3:52:20 h

11. Christian Birngruber (pewag racing team, K), 04:01:20 h

14. Alois Knabl (Raika Tri Team Telfs, T), 4:05:40 h

18. Christoph Lorber (HSV Triathlon Kärnten, K), 4:09:03 h

19. Franz Höfer (KTM Tri Team, S), 4:09:44 h