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Ermüdungsbrüche – Gefahr erkennen, Risiken minimieren.

Ein Ermüdungsbruch ist zunächst einmal ein Knochenbruch. Zu einer solchen Diagnose kommt es zumeist, wenn es bereits zu spät ist, denn Ermüdungsbrüche können sich mit Symptomen ankündigen, die oft nicht ernst genommen werden. Bei schweren Brüchen kann eine Operation notwendig werden.

Frühe Stadien erkennen

Kündigt sich ein Ermüdungsbruch an, so gibt es bereits erste Hinweise auf dem Röntgenbild. Ein drohender Bruch zeigt sich mit Rissen in der Knochenstruktur. In diesem Stadium ist eine Ausheilung gut möglich. Voraussetzung ist allerdings viel Ruhe. Wichtige Alarmsignale für den Betroffenen sind Schwellungen und Schmerzen. Werden die Anzeichen ignoriert, werden die Risse immer größer, bis der Knochen eines Tages bricht. Je nach Sportart sind verschiedene Knochen besonders gefährdet. Bei Läufern sind es vor allem die kleinen Knochen im Mittelfuß und im Sprunggelenk. Ein herkömmlicher Knochenbruch entsteht von jetzt auf gleich. Ein Ermüdungsbruch jedoch entwickelt sich so langsam, dass er trotz der starken Schmerzen nicht gleich erkannt wird. Kommt es zu einem Ermüdungsbruch während eines Wettkampfes, kann es passieren, dass sich der Sportler noch über die Ziellinie kämpft. Erst einige Stunden später nehmen die Schmerzen so deutlich zu, dass ein Krankenhaus aufgesucht werden muss. Ein Ermüdungsbruch braucht lange, bis er auskuriert wird. Ist die Ursache geklärt, muss sie für die Zukunft ausgeschaltet werden.

Wie kommt es zu einem Ermüdungsbruch

Solche Brüche entstehen aus Überforderung. Aus diesem Grund sind ehrgeizige Sportler eher betroffen. Vor allem sehr intensives Training vor einem Wettkampf oder schwere Überforderung in der Anfangszeit sind gefährlich. Es ist jedoch auch wichtig, die Ursache gründlich zu analysieren. Es gibt nämlich auch verschiedene Erkrankungen, die einen Ermüdungsbruch verursachen können. Kommt es z.B. zu einer Störung des Knochenstoffwechsels, besteht die Gefahr eines Bruches.

Ermüdungsbrüche verhindern

Neben intensivem Training gibt es noch weitere mögliche Auslöser. Frauen in den Wechseljahren sind besonders gefährdet. Ein Osteoporoserisiko beinhaltet auch immer die Gefahr von Knochenbrüchen, obwohl Sport grundsätzlich ein hervorragendes Mittel gegen Osteoporose ist. Eine Blutuntersuchung und eine Untersuchung der Knochendichte helfen, das Risiko überschaubar zu halten. Fehlbelastungen, nicht nur übermäßiges Training, können die Entstehung von Ermüdungsbrüchen außerdem begünstigen. Das ist dann der Fall, wenn Stellungsfehler vorliegen oder sehr einseitiges Training betrieben wird.