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Christoph Strassers Ziele für 2016

Foto: Karelly www.lupispuma.com

Die Saison 2016 steht für den dreifachen RAAM-Champ Christoph Strasser in der ersten Saisonhälfte im Zeichen der Rehabilitation. Für die Projekte in der zweiten Jahreshälfte will der Kraubather wieder top-fit sein. Das Race Across America wird er heuer aber auslassen.
 
Die Rehabilitation nach dem schweren Sturz letzten Jahres und der anschließenden Operation verläuft sehr gut. „Es geht mir wieder gut. Die gebrochene Kniescheibe, der Bändereinriss in der linken Schulter bereiten keine Probleme oder Schmerzen mehr. Nur die Beweglichkeit an der operierten Schulter - hier wurde Knochenmaterial aus der Hüfte entnommen - ist noch beeinträchtigt. Die Position am Aero-Lenker ist noch nicht optimal, aber das soll vollständig besser werden“, beschreibt der Steirer. 
 
Derzeit trainiert Christoph Strasser wieder 15 bis 20 Stunden pro Woche. „Vor allem sitze ich aufrecht am Ergometer. Zusätzlich mache ich Compex-Elektrostimulation während des Krafttrainings, um die Muskeln wieder aufzubauen.“
 
Ziele: Von RAA über Weltrekordversuch nach Australien
Christoph hat während der langen Stunden am Heimtrainer genug Zeit, um sich über die Saison 2016 Gedanken zu machen. „Ich verzichte heuer auf das RAAM. Meine fixen Saisonziele sind das Race Around Austria, das schwerste Langstreckenrennen Europas, und im Spätherbst peile ich einen Weltrekordversuch über die 24 Stunden auf der Bahn an. Zudem will ich die Saison mit einer Australien-Durchquerung ausklingen lassen“, so Strasser.
 
Kein RAAM 2016 
Nach drei Triumphen beim Race Across America verzichtet der 32-Jährige heuer auf sein Lieblingsrennen: „Das RAAM kommt sehr früh. Es ist unsicher, ob meine Schulter bereits im Juni tagelang in der Aeroposition ohne Komplikationen halten würde. Auch wenn Extremsportler oft als risikobereit oder draufgängerisch gelten, die sich nicht um ihre Gesundheit kümmern, kann ich für mich nur sagen, dass kein sportliches Ziel höher als die eigene Gesundheit einzustufen ist. Bis der transplantierte Knochen absolut fest verwachsen ist, vergeht bis zu einem Jahr. Das RAAM käme aber schon acht Monate nach der OP. Solange ich nicht wieder zu 100% fit bin, wäre ein RAAM verantwortungslos. Außerdem freue ich mich auf eine alternative Saisongestaltung, auf neue Herausforderungen. Nach sechs RAAM-Teilnahmen in sieben Jahren tut ein alternatives Programm meiner Motivation sicher gut. Ich möchte beim RAAM 2017 wieder am Start stehen, und dann mit voller Energie angreifen. Vom 24h-Rekord auf der Bahn und der Durchquerung Australiens träume ich schon seit Jahren, diese Ziele möchte ich 2016 realisieren.“