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Aufwärmen, warum eigentlich?

Man glaubt gar nicht wie wenige Läufer sich richtig aufwärmen. Es gehört mittlerweile zum guten Ton einfach loszulaufen. Nerviges Aufwärmen, das womöglich auch albern aussieht, macht keinen Spaß und hält vom Laufen ab. Das kann auch funktionieren. Wer nicht gerade lange still gesessen hat, sondern stattdessen gut in Bewegung war, kommt oft auch ohne Aufwärmprogramm auf, wenn er langsam genug losläuft und Gehphasen einhält. Überlegt man sich aber, was alles passieren kann, wenn man sich nicht aufwärmt, dann ist es vielleicht doch besser, die „albernen“ Übungen zu absolvieren.

Was passiert eigentlich beim Aufwärmen?

Kein Berufssportler würde mit dem Training beginnen, ohne sich gründlich aufzuwärmen. Das Aufwärmen hilft vor allem den Muskeln und den Gelenken. Es regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an. Es hat aber noch einen weiteren Zweck. Es gibt immer Schwachstellen im Körper. Die Aufwärmphase hilft, in sich hineinzuhorchen. Tut mir etwas weh? Bin ich irgendwo verspannt? Wie fühle ich mich gerade. Beim Aufwärmen geht der Sportler in sich. Ein erster Schritt, die Tagesform zu überprüfen und Schwachstellen aufzuspüren.

Wie wärmt man sich auf?

Aufwärmen soll Spass machen. Wer gern Musik hört, kann sich in einem Fitnessstudio zeigen lassen, welche Übungen besonders gut geeignet sind. In der Gruppe wird flott und zu schneller und langsamer Musik trainiert. Bei solchen Übungseinheiten lernt man ausserdem, wie man anfällige und besonders beanspruchte Muskelgruppen schonend aufwärmt.

Dehnen

Dehnen kann sinnvoll sein. Aber niemals im „kalten Zustand“. Das Dehnen folgt also auf das Aufwärmen. Es gibt jedoch viele Läufer, die davon überzeugt sind, dass ihnen das Dehnen nicht hilft. Das kann zwei Ursachen haben. Entweder sie machen etwas falsch oder es hilft ihnen tatsächlich nicht. Man muss nicht dehnen. Wer sich dabei nicht gut fühlt, lässt es daher besser. Das gilt auch für das Dehnen nach dem Sport. Wer hier Fehler macht, verschlimmert kleine Muskelverletzungen erheblich. Wem das Dehnen wichtig ist, der sollte es sich zeigen lassen.

Gymnastik und langsames Laufen.

Es ist nicht zwingend nötig, sich lange aufzuwärmen. Leichtes Laufen vorwärts oder auf der Stelle genügt zu Beginn. Das Schwingen der Arme (konzentriert und nicht ruckartig) lockert die Schultern. Rumpfbeugen sind außerdem sinnvoll, immer abwechselnd mit leichtem Laufen. Wer sich im Haus aufwärmt oder passenden Boden hat, kann ein paar Liegestütz einschieben, wie auch Kniebeugen. Es kann außerdem sinnvoll sein, den ersten Kilometer langsam zu laufen, dabei die Beine auch kräftig anzuziehen, dann wieder ein Stück zu gehen.