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7:45:59 - die neue Ironman-Weltbestzeit von Marino Vanhoenacker!

Vanhoenacker Marino

Bereits vor dem Start um 7 Uhr morgens in Klagenfurt spürte man die Anspannung der Athleten und Organisatoren - alle wussten: an diesem Sonntag dem 3.7.2011 ist etwas Großes möglich. Die Temperaturen waren perfekt und die Wettervorhersage für den Tag versprach optimale Bedingungen. Natürlich konzentrierte sich alles auf Marino Vanhoenacker und der Applaus der tausenden Zuseher beim Schwimmausstieg brandete auf, als er bereits zu diesem Zeitpunkt eine Minute schneller war als die Weltbestzeit. Bereits nach der Hälfte der ersten Radrunde hatte Marino den schnellsten Schwimmer Albert Marko eingeholt und fuhr von da an ein einsames Rennen an der Spitze. Überraschend stark präsentierte sich Dominik Berger in der ersten Radrunde, er lag zwischenzeitlich auf Platz 3. Michael Weiss hatte wie immer relativ großen Rückstand nach dem Schwimmen. Er hielt sich aber diesmal am Rad etwas zurück, kam aber dennoch als Gesamt Zweiter zurück zur Wechselzone. Zu diesem Zeitpunkt war Marino bereits bei Laufkilometer 2 angelangt und lag schon 3 Minuten unter der Weltbestzeit. Mit einem unglaublichen Lauftempo von 3:48/km flog Marino dem Ziel entgegen und feierte ausgelassen beim Zieleinlauf unter dem Jubel der Zuseher die sensationelle Siegerzeit. Dahinter wurde dann auch klar, warum "Michi" diesmal am Rad etwas gebremster unterwegs war. Mit einer Marathonzeit von 2:42:27 lief er diesen um 13min schneller als 2010. Aus den Top 16 blieben nicht weniger als 15 Athleten unter der 3h Marke am Marathon - nicht weniger als 53 Männer blieben unter 9h, doppelt so viele wie 2010.

Bei den Damen war das Rennen eine Demonstration von Marybeth Ellis. Als Gesamt Sechste stieg sie aus dem Wasser und hatte bereits 3min Vorsprung auf Eva Dollinger. Beim Radfahren setzte sich die Deutsche Diana Riesler in Szene. Sie fuhr mit über 38km/h an allen Konkurrentinnen vorbei und setzte sich auf Rang 2 hinter Ellis. Eva Dollinger musste beim Radfahren einige Mitstreiterinnen ziehen lassen und wechselte als fünfte Dame in die Laufschuhe - das Thema Titelverteidigung war zu diesem Zeitpunkt bereits vom Tisch, denn ein Rückstand von 15min ist beim Marathon gegen Ellis nicht mehr aufzuholen. Marybeth Ellis lief einen ruhigen und kontrollierten Marathon und sicherte sich mit über 7min Vorsprung den Siegerscheck der Damen vor der stark laufenden Erika Csomor aus Ungarn. Sie fing Diana Riesler noch ab, die nach der starken Radleistung beim Marathon etwas zurücknehmen musste, sich aber noch Platz 3 sicherte. Eva Dollinger hielt ihren 5ten Platz nach dem Radfahren bis ins Ziel und Platz Sechs belegte eine weitere Österreicherin, Simone Helfenschneider-Ofner. Auch bei den Damen sorgten die optimalen äußeren Bedingungen für eine Leistungsexplosion, 2010 waren gerade einmal  7 Damen unter der 10h Marke, 2011 waren es insgesamt 30!!

Wie erging es den anderen bekannten Österreichern und Österreicherinnen:

Max Renko musste bereits nach dem Schwimmen mit Atemproblemen aufgeben. Ein ähnliches Problem wie heuer schon in St.Pölten. Dominik Berger musste schon auf der zweiten Radrunde seinem Anfangstempo Tribut zollen und belegte schlussendlich Rang 21. Stark unterwegs war Mario Fink, mit Platz 8 in der Gesamtwertung und als bester Agegrouper fand er sich mit einer Zeit von 8:31:38 mitten im Spitzenfeld wieder. Bernhard Keller belegte bei seinem ersten Ironman-Agegrouperrennen Platz 14. Alexander Frühwirth kam über Platz 22 nicht hinaus. Gerald Horvath belegte Platz 37 und "sprintete" auf der Zielrampe bei seiner ersten Langdistanz noch Stefan Weitgasser nieder - welcher gerade mit seinen Kindern ins Ziel einlief.

Barbara Tesar gab beim Laufen auf. Dominique Angerer belegte Rang 15 und Monika Stadlmann mit Profilizenz wurde 25igste.

Zusammenfassend lässt sich sagen, es war ein perfekter Wettkampf mit sensationellen Zeiten, Rekorden und Ergebnissen. Jedem Finisher herzliche Gratulation!