In unserem jährlichen Special zum IRONMAN 70.3 St. Pölten haben wir für euch auch in diesem Jahr wieder die komplette Starterliste des Rennens.
Der abschließende Halbmarathon soll für die Athleten zum Genuss werden. Der Laufbewerb wird im Bereich der Eventarena und dem östlichen und westlichen Traisenufer ausgetragen.
Die Strecke wird auf zwei Runden aufgeteilt und insgesamt 5mal durch die Eventarena geführt. Das Ziel befindet sich ebenfalls im Stadion.
Der Laufbewerb beginnt mit einer Runde durch die Eventarena und einer Runde auf der Laufbahn.
Die Athleten laufen anschließend im Gelände der Sportwelt NÖ bis zur Ausfahrt Dr.-Adolf-Schärf-Straße, danach auf dem Radweg Dr.-Adolf-Schärf-Straße bis zur Abzweigung zum östlichen Traisenufer. Die Laufrunde führt weiterführend über das östliche Traisenufer bis zur Brücke (Professor-Roland-Rainer-Weg) in das Regierungsviertel.
In einer Schleife über Landhaus Boulevard, Neue Herrengasse Millenniumsstraße, Franz-Schubert-Platz, ORF Niederösterrech, Neue Herrengasse laufen die Athleten zum westlichen Traisenufer, welches bei der neuen Holzbrücke beim Viehofner See wieder verlassen wird. Die Athleten kommen für die zweite Runde wieder über die neue Zufahrtsstraße und Bimbo-Binder-Promenade in die Eventarena.
Für den Laufbewerb sind 5 Labestationen vorgesehen. Die erste wird auf der Laufbahn aufgebaut. Weitere Versorgungsstellen werden in der Nähe der Dr.-Ferdinand-Sauerbruch-Gasse, Regierungsviertel und auf der Traisenpromenade eingerichtet.
So wird gewährleistet, dass ich zu jeder Zeit Läufer in der Arena befinden. Dies führt zu einer tollen Stimmung im Stadtion, welche nicht abklingt.
Nach der Rad-WM 1987 gibt es wieder ein Radrennen in Österreich, das sich teilweise auf einer Autobahn entscheidet. 18km der 90km langen Radstrecke des Austria IRONMAN 70.3 spielen sich zu Beginn auf der S33 ab.
Der Radbewerb wird in einer Runde von 90km durchgeführt. Gestartet wird aus der Wechselzone. Highlights der Streckenführung sind der 18km- Abschnitt auf der S33 – Anschlussstelle St. Pölten Nord- und die zwei Anstiege Hollenburg und Aggsbach.
Es wird auf der 90km Runde 2 Labestationen geben, in Krustetten nach etwa 25km und Gansbach nach 65km. Beim Austria IRONMAN 70.3 gibt es keine Selbstversorger-Stationen.
Die Radstrecke verläuft zunächst durch das Siedlungsgebiet von Ratzersdorf bis zur B1 Bundestrasse. Dort geht es von St. Pölten Nord auf die Schnellstraße S33 bis zur Anschlussstelle S33 Traismauer Nord / Hollenburg. Dann geht es Richtung Weinstraße.
Über Hollenburg und Krustetten führt der Radbewerb von Mautern auf die B33 durch die Wachau entlang der Donau. In Aggsbach zweigt die Radstrecke links in die Landesstraße L162 ab. Über das 556m hohe Gansbach führt der Radbewerb durch den Dunkelsteinerwald bis nach Weyersdorf, auf der L111 bis nach Pfaffing und danach Richung Schweinern bis nach Grünz. Links geht es weiter zum letzten Anstieg durch Obritzberg. Die Radstrecke verläuft weiter durch Großrust bis nach Weitern und über die Schloßbergstraße, L100 (Kremser-Landstraße), Dr.-Wilhelm-Steingötter-Straße und Dr.-Adolf-Schärf-Straße wird die Runde abgeschlossen.
Es wurde eine 90km Runde gewählt, um ein Maximum an Fairness und Sicherheit gewährleisten zu können.
Die Schwimmstrecke in St. Pölten bietet eine Einzigartigkeit in der IRONMAN-Geschichte: der Schwimmbewerb erstreckt sich über zwei Seen. Dazwischen gibt es nach etwa 1000m ein etwa 200m langen Landgang. Sowohl für die Athleten als auch die Zuschauer ist dies das erste Highlight nach dem Schwimmstart. Der zweite Teil des Schwimmbewerbs findet im Ratzersdorfer See statt und hat eine Länge von 900m.
Wir erwarten im Mai eine Wassertemperatur zwischen 18°C bis 21°C und empfehlen dringend mit Neoprenanzug zu schwimmen. Es wird im Uhrzeigersinn geschwommen, somit müssen alle Bojen links umschwommen werden. Die erste Wende ist nach ungefähr 300 Meter.
Gestartet wird in Wellen im östlichen Bereich des Viehofner Sees. Die PRO-Athlenten starten vom Steg, alle Anderen starten vom Wasser.
Welleneinteilung für den IRONMAN 2013
Zeit/time Welle/wave agegroup Farbe/colour 07:00 1 pro mixed 07:05 2 18m/25m yellow 07:15 3 alle w pink 07:25 4 50m+ white IM Relay grey 07:40 5 30m green 07:55 6 35m red 08:10 7 40m blue 08:25 8 45m black 08:30 9 Team Triathlon purpleQuelle: Veranstalter-Homepage -
Am Podium gemeinsam mit Georg Swoboda und Petr Vabrousek
Nachdem ich in Linz vergangenen Samstag wie so Viele den Wetterkapriolen zum Opfer gefallen bin und das Rennen nach 60km auf dem Rad am ganzen Körper zitternd im Rettungswagen beenden musste, galt es einen Ersatz in meiner Vorbereitung auf den Ironman Austria zu find – da bot sich die Halbdistanz beim Vienna City Triathlon an. Dort wollte ich versuchen auf der Donauinsel ein wenig die Favoriten zu ärgern und wie die meisten wahrscheinlich schon wissen gelang mir das auch mit einem Spitzenrennen, but from the beginning:
Herrlicher Sonnenschein bei der Anreise nach Wien – Balsam auf der noch etwas von letzter Woche zitternden Seele, aber die Ernüchterung folgte sogleich: Neoprenanzug daheim vergessen… aber ich versuchte es locker nehmen, weil ichs konnte zu dem Zeitpunkt eh nicht mehr ändern konnte. Und vielleicht wurde auch genau dieses Denken belohnt, nämlich genau in dem Moment als der Sprecher sagte: “Und da kommt auch schon Markus Ressler als Sieger der Sprintdistanz ins Ziel!” Bingo! – Noch komplett außer Atem musste ich ihn auch schon belästigen: “Markus du musst ma mal schnell as Leben retten, damit i net schon wieder erfrier” Danke noch mal an dieser Stelle.
Ich fühlte mich in den Armen zwar ein klein wenig wie das Michelin-Männchen, weil beim Schwimmen das Wasser in den etwas zu großen Neo kam, aber das hat wohl kaum bis gar keine Zeit gekostet, stieg ich doch mit der zweiten größeren Gruppe nach 20:28 als 15. (waren wohl kaum 1,9km ) genau an den Fersen von Georg Swoboda aus der 18 Grad frischen Neuen Donau – vielleicht könnte ich am Rad ja ein wenig mitfahren.
Gut gewechselt war es nach nicht einmal 4 – 5km auch schon um mich geschehen. Der Sound meiner Xentis Mark2 TT bekam Konkurrenz von einer sich von hinten rasend schnell nähernden Zippscheibe. Da ich vom Hören-Sagen wusste, dass ich in der Triathlonszene als guter Radfahrer gelte, ging ich auch gleich mit, machte aber vom Ehrgeiz gepackt den Fehler auch Führungsarbeit leisten zu wollen. Doch spätestens als wir einen gewissen Petr Vabrousek einholten, machte der aktuelle Staatsmeister auf der Ironman-Distanz Dampf und beendete die erste Runde mit einem Schnitt von 400 Watt schon außer meiner Sichtweite. Aber Mittlerweile hab ich mich ja auch auf Wikipedia schlau gemacht wer oder was der Tscheche ist: ein alter Fux! Gezählte !46 Top10 Platzierungen! – davon 2 Siege – bei Ironmanbewerben hat der Mann auf seinem Konto… und seine Erfahrung nützte er auch eiskalt aus: Bis KM91 – dem Ende der Radstrecke – fuhr er kontinuierlich immer hinter mir ohne sich an der Führungsarbeit zu beteiligen – auch wenn er mit wirklich fairem Abstand fuhr eine große Kraftersparnis auf der windanfälligen, flachen Strecke. Naja mir wars egal – ich wollte mein Rennen machen, konnte auch so einen 41,5km/h Schnitt fahren und beendete die flache Radstrecke nach 2h12min. – die 2. schnellste Radzeit, 8 Minuten hinter dem unglaublichen Split von Georg Swoboda (Respekt!). Übrigens sind wir wieder tolle 20km in strömendem Regen gefahren – Erinnerungen an Linz wurden wach.
Vabrousek lief die abschließenden knapp über 20km mit 3:30min/km an – nun gut, mitgehen oder nicht?! Selbst im Nachhinein kann ich es nicht genau sagen, ob meine Entscheidung meinen eigenen Lauf zu laufen die bessere war oder nicht – Mit einem 3:43min/km Schnitt lief ich im Endeffekt um nur etwas mehr als eine Minute langsamer als er. Was auf der Pendelstrecke schön zu sehen war: Wir kamen dem Führenden immer näher. Zweieinhalb Minuten fehlten mir dann im Ziel – aber bei meinem wohl bisher stärksten Rennen – bis jetzt – freu ich mich so unglaublich über den 3. Rang – so solls weitergehen!!!
Es freut mich sehr, dass auch ich von nun an Weisheiten von meinem Trainings- und vor allem Wettkampfalltag im Triathlonzirkus auf der triaguide-Page von mir geben darf.
Aber halt Mal! – Christoph Schlagbauer, wer verdammt ist das?! – Ah der Schlagi!
Bereits in meiner Schulzeit haben sich diese Frage immer wieder Schüler – sowie sogar manch Lehrer – gestellt und genau das setzt sich teilweise auch im Triathlonbereich fort. Gott sei Dank erleichtern mittlerweile Plattformen wie Facebook und so manch Ergebnisliste das auffinden solch nebensächlicher Informationen, wie Namen. Gleich vorweg – ihr dürft mich nennen wie ihr wollt, ich hör auf eh alles (z.B. auch auf: „Der Verruckte do drübn!“)
Viel wichtiger sind ja für Viele die Zahlen – also Zeiten und Platzierungen, die neben den Namen stehen und die für die Meisten ja auch der Grund und Ansporn sind Wettkampfsport zu betreiben. Natürlich ist es bei jedem Rennen auch mein Ziel diese so niedrig wie möglich zu halten und möglichst weit vorne zu stehen.
Nachdem ich 2011 mit Trainer Heinrich Sickl in die Triathlonszene eingestiegen bin, durfte ich vor allem im letzten und auch schon in diesem Jahr einige Erfolge auf der Halbdistanz feiern und das soll ja erst der Anfang gewesen sein. Von nun an könnt ihr hier sowie auf meinem eigenen Blog schlagbauer.blogspot.com verfolgen, wie es mir auf meinem weiteren Weg ergeht.
Natürlich setzte ich mir Ziele! Wie schön wäre es einmal auf Profi auf Hawaii zu starten oder einen Ironman zu gewinnen. Tja, wie schön wäre es auch 20 Luxuskarren und eine Villa auf den Hollywood-Hills zu haben – es ist kein Wunschkonzert. Ich werde versuchen mit akribischem Training auf lange Sicht Erfolge zu landen und mir dabei natürlich mit meinen 23 Jahren einige Zwischenziele dahin setzen.
2013 ist das zum Beispiel der Ironman Austria – ich will versuchen mich mit einer sub9 Zeit als bester Amateur für Hawaii zu qualifizieren…
also bleibt auf der Spur und verfolgt, ob gelingt!
Liebe Triaguide Fans! Den Mai des Jahres 2013 werde ich sicher noch lange in Erinnerung behalten. Wenn nicht mein Leben lang.
Zurückgekehrt vom Trainingslager in Mallorca stand zunächst die schriftliche Matura am Programm. Deutsch, Mathematik und Französisch galt es zu bewältigen. In Mallorca hatte ich 12 kg Handgepäck mit meinen Schulbüchern dabei, um zu lernen. Ich freue mich wirklich schon darauf, wenn ich es geschafft habe.
Gleichzeitig musste neben dem Lernen natürlich auch, wenn auch reduziert, weiter trainiert werden. Schließlich kommen bald die ersten und dann auch die wichtigsten Wettkämpfe des Jahres. Es kam, wie es kommen musste. Zuerst stellten sich Magenbeschwerden ein und kaum war die letzte Matura geschrieben auch eine starke Verkühlung. Normalerweise heißt es sich jetzt erholen, aber leider war genau an dem Wochenende das ÖTRV Qualifikationsrennen für die Junioren EM angesetzt worden. Nicht zu starten hätte bedeutet, eines meiner großen Ziele zu versäumen und deshalb war ich froh, dass ich am Vortag dann doch so weit beieinander war, starten zu können. Gott sei Dank war keine Zeit, sondern lediglich eine Platzierung – Platz 2 – die Qualinorm und so beschlossen mein Trainer Gerald und ich es sehr ruhig anzugehen.
Im Bundesleistungszentrum Südstadt wurden zuerst 800m geschwommen. Ich schwamm ganz ruhig und konnte dennoch unmittelbaren Kontakt mit meinen Konkurrentinnen Alina Hambrusch und Laura Karnouschek halten. Beim Laufen, das nach der Gundersen Methode absolviert wurde, konnte ich mich trotz Krankheit klar durchsetzen und freute mich über meine Beschickung zur Junioren EM vom 14.-16.6. in Alanya (TÜR).
Zwei Tage danach ging es zur Stellung. Schließlich wäre es schön, direkt im Anschluss an die Schule die Möglichkeit zu erhalten beim Bundesheer als Profi tätig sein zu dürfen. Tauglich bin ich mal. Auf das Aufnahmeergebnis muss ich allerdings noch warten.
Ein Tag dazwischen und schon hieß es um 5 Uhr Früh Treffpunkt Flughafen mit meinem Trainer Gerald, um nach Marokko zum ITU Punkterennen zu fliegen.
Die Anreise verlief perfekt. Dass in Marokko alles anders wäre als in Europa, erfuhr man schon von den netten Herren des Abholservice am Flughafen. Trotzdem oder gerade deswegen funktionierte dies aber perfekt. Larache liegt eineinhalb Fahrstunden nördlich der Hauptstadt Rabat und eine Stunde südlich vom nächsten Flughafen in Tanger. Auch im Hotel Espana fühlte ich mich schnell wohl. Vor Ort trafen wir meine Team Rio – Kollegen Lukas Hollaus und Theresa Moser, sowie Romana Slavinec und Christoph Leitner. Es war eine nette Zeit mit euch, danke!
Die ersten organisatorischen Probleme gab es dann am Tag vor dem Rennen, als wir schon um 16 Uhr zur Registrierung und zum Briefing abgeholt, schließlich aber erst wieder um 21 Uhr zurückgebracht wurden. Und das alles für Dinge, die man auch in 30 Minuten bewerkstelligen könnte und dafür, dass dann am Renntag alles anders kam.
Vor den Damen waren die Age Groups am Start. Da sich deren Start um 2 Stunden verzögerte, tat dies unserer auch. Mehr noch: Wir mussten warten, bis der letzte im Ziel war. Und wo ließ man uns warten: 15 Minuten lang im 17° kalten Wasser und das obwohl man sich vorher nicht mal gut aufwärmen konnte. Dennoch verlief der Start nicht schlecht. Mir war zwar bitterkalt, aber ich war in einer guten Gruppe. Kurz vor der ersten Boje wurden wir aufgrund der starken Strömung aber weit abgetrieben und mussten förmlich wieder zurückschwimmen. Ich hatte das Gefühl, dass das nicht alle taten, kann aber niemand beschuldigen. Auf einer langen Gerade zur zweiten Boje verlor ich kurz in einer großen Welle die Orientierung und damit den Anschluss an meine Gruppe mit Romana und Theresa. Viel zu weit zurück wechselte ich – auch noch schlecht – aufs Rad und kaum war ich in der Auffahrt zum Berg, der sechs Mal zu bezwingen war, sprang mir die Kette vom Umwerfer. Absteigen – reinlegen und schon war ich die Letzte des Feldes. Gemeinsam mit der Italienierin Priarone gelang es mir aber nicht nur Zeit, sondern auch Platz für Platz gut zu machen. Ich wechselte als 12. und kam mit diesem Platz auch ins Ziel. Um weiter nach vorne zu laufen, war entweder die Aufholjagd am Rad, oder der Maturastress, oder die Krankheit, oder am ehesten alles zusammen, zu viel für mich. Da ich aber nach Marokko gekommen war, um meine ersten Weltranglistenpunkte zu machen, hatte ich wenigstens ein Ziel erreicht.
Nach der Rückreise kommt nun eine Trainingswoche an deren Ende die ÖM im Sprinttriathlon steht. Danach noch drei Wochen bis zu meinem Hauptziel in der ersten Saisonhälfte: der Triathlon EM. Und was kommt in der Woche danach? Richtig geraten: die mündliche Matura und damit weiß ich jetzt schon, dass ich auch den Juni 2013 nie vergessen werde.
Alles Liebe,
Eure July
Sechs Österreicher hatten sich für das Rennen in der marokkanischen Küstenstadt Larache gemeldet. Bei den Damen wollte Julia Hauser die ersten Weltranglistenpunkte ihrer Karriere machen. Theresa Moser und Romana Slavinec wollten ihre Chance auf die U23-EM in Holten wahrnehmen. Bei den Herren gehörten Andreas Giglmayr mit Startnummer 3 und Lukas Hollaus mit 4 zu den Mitfavoriten, Christoph Leitner wollte seine Punktesammlung erhöhen. Leider musste Giglmayr die Reise aufgrund eines Infektes drei Tage vor dem Rennen stornieren.
Mit zwei Stunden Verspätung wurde das Rennen am Samstag, dem 18. Mai, gestartet. Die Damen starteten eine halbe Stunde vor den Herren. Geschwommen wurde in der Mündung eines Flusses, was zur Folge hatte, dass die Ebbe das Wasser Richtung Meer zog, die Wellen des Meeres aber der Strömung entgegenschlugen. Sehr unruhig verlief also die erste Disziplin im 17°C kalten Gewässer. Eine Vierergruppe, bestehend aus der Französin Nivoix, der Britin Milne und den Spanierinnen Godoy Contreras und Valino, übernahm das Kommando. Die Österreicherinnen Moser und Slavinec verloren eine Minute, die von einer Krankheit und Maturastress geschwächte Julia Hauser (siehe ihren Blog) noch 10 Sekunden mehr.
Slavinec war am Rad eine Klasse für sich. Sie fuhr Gruppe für Gruppe nach vorne und konnte so auf Platz vier liegend – aus der Spitzengruppe war Godoy herausgefallen – und mit bester Radzeit des gesamten Feldes in die Laufschuhe wechseln. Hauser sprang auf der ersten Runde noch die Kette raus, so dass sie sich auf einmal gemeinsam mit einer Italienerin am Ende des Feldes und mit beinahe 3 Minuten Rückstand wiederfand. Sechs sehr schwierige Runden waren am Rad zu überstehen. Die GDT-Athletin Hauser kämpfte beherzt mit der Italienerin und konnte so, nicht nur Platz für Platz gewinnen, sondern auch den Rückstand zur Spitze wieder verringern. Weniger gut ging es Theresa Moser. Die Skinfit Racing Athletin erwischte einen rabenschwarzen Tag, finishte dennoch, musste sich aber mit dem letzten Platz zufriedengeben. Vorne machten sich die drei führenden Damen den Sieg untereinander aus. Am Ende hatte Nivoix die Nase vor Valino und Milne vorne. Slavinec erkämpfte sich mit Platz Acht das beste internationale Resultat ihrer Karriere und Hauser mit Platz 12 ihre ersten Weltranglistenpunkte.
44 Herren waren am Start. Zu den schwierigen Bedingungen kam noch dazu, dass anscheinend einige die Strecke abkürzten und so das Rennen verfälschten. Auch bei den Damen war das bei ein bis zwei Athletinnen Thema gewesen. Disqualifiziert wurde dafür nur der Marokkaner Tebji, der als Lokalmatador anscheinend übermotiviert ans Werk ging. Hollaus und Leitner verpassten nur knapp die Spitzengruppe mit ungefähr 15 Mann. Leitner verpatzte auch noch seinen Wechsel und so musste er mit einer wesentlich kleineren Gruppe das Rennen 20 bis 30 Sekunden hinter der ersten Verfolgergruppe mit Hollaus bestreiten. Rennentscheidendes passierte auf dem Rad allerdings nicht. Nach dem zweiten Wechsel versuchte Hollaus in der ersten Laufrunde alles, um den Abstand nach vorne zu verringern. Asthmabeschwerden zwangen ihn aber zur Aufgabe. Auch Leitner kämpfte mit dem gleichen Problem. Er finishte aber auf Platz 28, konnte aber aufgrund der 5% Regelung keine Punkte mit nach Hause nehmen.
Alles in allem also ein durchmischtes Rennen der ÖsterreicherInnen in einem Teil unserer Welt, in der Triathlon noch etwas Neues und Anderes ist. Ein Umstand der Larache zwar schlecht organisiert, aber sehr sympathisch erscheinen ließ.
Ergebnis: Damen:1. Nivoix (FRA, 1:07:17)
2. Valino (SPA, 1:07:22)
3. Milne (GBR, 1:07:28)
8. Romana Slavinec (AUT, 1:09:07)
12. Julia Hauser (AUT, 1:10:45)
16. Theresa Moser (AUT, 1:15:32)
1. Gomar (SPA, 58:27)
2. Hernandez (SPA, 58:27)
3.Lescure (FRA, 58:46)
28. Christoph Leitner (AUT, 1:03:30)
Javier Gomez krönt sich zum neuen Euromapeister – Bild (c) 2013 Getty Images
Der Spanier Javier Gomez feierte am letzten Wochenende seine goldene Premiere. Zum ersten Mal trat der Silbermedaillen-Gewinner von London über die Mitteldistanz an und konnte sich prompt zum neuen ETU-Europameister küren.
Seit letztem Jahr liegt die Austragung der Europameisterschaften über die Double-Olympic Distance und die Langdistanz in der Obhut der Challenge-Family. Im Jahr 2013 fand die EM über die Mitteldistanz in Barcelona statt. Für Javier Gomez, der neben seinem “Hauptberuf” als einer der besten Kurzdistanz-Athleten gerne auch mal etwas neues wie zum Beispiel die Xterra-WM in Maui, die er letztes Jahr gewinnen konnte, ausprobiert, war die EM ein Heimspiel.
Und zuhause spielt es sich bekanntlich einfacher, wie einfach, konnte man in der Ergebnisliste sehen. Gomez dominierte den Bewerb nach Belieben und erzielte ein Traum-Debut in der katalanischen Küstenstadt Calella. “Ich finde nur ein Wort: spektakulär. Ich bin sehr glücklich mit meinem Ergebnis, der Atmosphäre und der tollen Organisation dieses Challenge-Bewerbs”, so der Spanier nach dem Rennen.
Der Däne Jens Toft stieg als Führender aus dem Wasser, nur 3 Sekunden später folgte Javier Gomez, der Russe Nikolay Yaroshenko und der Italiener Alberto Casadei. Toft ging auch als Führender auf die Radstrecke, doch Javier Gomez schloss gleich danach auf und startete kurz darauf auf der Abfahrt seinen Angriff. Der Spanier kam als Führender zum zweiten Wechsel und drehte auf der Laufstrecke dann richtig auf. Mit klarer Laufbestzeit und einer Gesamtzeit von 4:05:07 gewann Gomez schließlich mit mehr als 6 Minuten Vorsprung auf die beiden Dänen Martin Jensen und Jens Toft. Chris McCormack landete auf dem 6. Gesamtrang.
Im Damenrennen konnte die Dänin Camilla Peterson einen eindrucksvollen Sieg feiern und sich zum zweiten Mal in Folge den Sieg bei der Challenge Barcelona sichern. Als schnellste Schwimmerin stieg die Deutsche Ricarda Lisk aus dem Wasser, dicht gefolgt von der Polin Maria Czesnik und Petersen. Am Rad nahm die Dänin dann das Zepter in die Hand und konnte sich von ihren Verfolgern absetzen. Mit Radbestzeit kam sie mit komfortablen Vorsprung in die zweite Wechselzone und brauchte, ähnlich wie Javier Gomez bei den Männern, die Führung nur noch verwalten. Mit einer Zeit von 4:35:34 überquerte Pedersen als neue Europameisterin die Ziellinie, sechs Minuten vor der Irin Eiemar Mullan. Platz 3 sicherte sich Czesnik, Platz 4 ging an Ricarda Lisk. Die Kärntnerin Eva Wutti, die mit drei Minuten Rückstand auf das Radfahren gewechselt war, konnte sich mit zweitschnellster Radzeit noch nach vorne schieben. Sie beendete das Rennen auf dem starken fünften Rang.
Ergebnis ETU Europameisterschaft 2013 Challenge Barcelona Herren1 GOMEZ, JAVIER 6 ESP 0:23:25 (2) 2:27:16 (4) 4:05:07 1:50 0:47 1:11:49 (4)
2 JENSEN, MARTIN 35 DEN 0:23:55 (7) 2:26:59 (3) 4:11:12 1:59 0:54 1:17:25 (10) 0:06:05
3 TOFT, JENS 3 DEN 0:23:22 (1) 2:28:41 (6) 4:13:13 1:40 0:50 1:18:41 (14) 0:08:06
4 CIAVATTELLA, JONATHAN 26 ITA 0:23:55 (8) 2:27:48 (5) 4:14:23 2:14 0:50 1:19:35 (18) 0:09:16
5 NICHOLLS, RITCHIE 7 GBR 0:25:15 (14) 2:32:47 (12) 4:15:20 1:50 0:49 1:14:39 (7) 0:10:13
6 MCCORMACK, CHRIS 2 AUS 0:24:36 (12) 2:33:09 (14) 4:16:07 1:45 1:06 1:15:31 (8) 0:11:00
7 YAROSHENKO, NIKOLAY 1 RUS 0:23:48 (4) 2:32:45 (11) 4:18:43 1:46 0:54 1:19:31 (17) 0:13:36
8 AMATRIAIN ARRAIZA, RAUL 5 ESP 0:28:34 (50) 2:33:04 (13) 4:18:43 1:56 0:43 1:14:25 (6) 0:13:36
9 CASADEI, ALBERTO 30 ITA 0:23:53 (6) 2:32:30 (10) 4:19:23 1:44 0:54 1:20:22 (23) 0:14:16
10 LOPEZ DIAZ, CARLOS 37 ESP 0:23:50 (5) 2:34:06 (20) 4:20:33 1:55 0:50 1:19:53 (20) 0:15:26
1 PEDERSEN, CAMILLA 51 DEN 0:26:07 (4) 2:41:46 (1) 4:35:34 1:54 0:52 1:24:54 (6)
2 MULLAN, EIMEAR 54 IRL 0:29:43 (7) 2:45:47 (3) 4:41:11 1:56 0:56 1:22:50 (2) 0:05:37
3 CZESNIK, MARIA 59 POL 0:26:04 (2) 2:49:11 (8) 4:42:35 2:19 0:57 1:24:05 (4) 0:07:01
4 LISK, RICARDA 66 GER 0:26:04 (1) 2:50:45 (11) 4:44:38 2:06 0:57 1:24:47 (5) 0:09:04
5 WUTTI, EVA 63 AUT 0:29:46 (9) 2:42:00 (2) 4:45:47 2:08 0:50 1:31:02 (16) 0:10:13
6 FERRER, ISABELLE 56 FRA 0:29:51 (11) 2:54:28 (16) 4:54:31 2:30 0:58 1:26:44 (10) 0:18:57
7 PETTERSEN MOE, METTE 58 NOR 0:27:51 (6) 2:53:39 (14) 4:56:03 2:49 0:57 1:30:46 (15) 0:20:29
8 DOGANA, MARTINA 69 ITA 0:29:55 (12) 3:00:30 (33) 5:00:54 2:18 0:59 1:27:12 (11) 0:25:20
9 KOMANDER, EWA 55 POL 0:29:45 (8) 2:55:26 (21) 5:01:53 2:25 0:56 1:33:20 (23) 0:26:19
10 HARESIGN, ELEANOR 62 GBR 0:30:58 (15) 2:57:03 (24) 5:03:08 2:21 1:00 1:31:46 (18) 0:27:34
Lisa Perterer holt sensationell den 2. Platz
Die Kärntnerin Lisa Perterer hat erneut ein Triathlon Topergebnis abgeliefert. Diesmal war in der mexikanischen Gluthitze von Huatulco nur eine Brasilianerin schneller und verhinderte den ersten Weltcupsieg einer Österreicherin in der Verbandsgeschichte. Alois “Luis” Knabl erreichte im Herrenrennen Platz 19 und sicherte sich damit weitere wichtige Weltranglistenpunkte.
Für Perterer war der zweite Weltcupplatz in Huatulco bereits der dritte Podiumsplatz in einem Weltcup in ihrer noch jungen Karriere. Nach soliden Schwimm- und Radleistungen war erneut die Stärke von Perterer beim Laufen ausschlaggebend für den zweiten Gesamtrang. Mit der schnellsten Laufzeit schob sich die 21-jährige Villacherin noch bis auf 38 Sekunden an die Brasilianerin Pamela Oliveira heran, die schon 2:33 Min. vor Perterer vor dem abschließenden Lauf lag. “Ich hatte ein solides Schwimmen und war am Rad ohne größere Probleme unterwegs. Die Beine waren zwar müde aber beim Laufen ging’s dennoch sehr gut. Ich freue mich sehr über das dritte Podium meiner Karriere und sehe den nächsten Rennen sehr zuversichtlich entgegen”, freute sich Perterer über ihre Leistung und USD 6.000,– an Preisgeld.
Anders als bei Perterer der Rennverlauf bei Luis Knabl. Als bekannt schneller Schwimmer war Knabl auf Platz drei nach 1.500 Schwimmmetern. Auf der Radstrecke entwickelte sich in der Folge ein harter Kampf zwischen 19 Athleten die die Spitzengruppe bildeten. Der Franzose Raphael Aurelien war es dann, der bei Halbzeit des Radsplits dem Feld enteilte und als Erster die zweite Wechselzone erreichen sollte. Knabl war indes auf der vorletzten Runde noch in einen Sturz verwickelt, konnte das Rennen aber vorsetzen und wechselte als 15. zum Lauf. Dort ging es für den jungen Tiroler in einem Kampf um jede Sekunde darum Weltranglistenpunkte zu holen. Schlussendlich erreichte er mit Platz 19 das Ziel. Der Tagessieg ging an Artem Parienko aus Russland.
Gesamtergebnis ITU Weltcup Huatulco/MEX1. Pamela OLIVEIRA (BRA), 2:16:10
2. Lisa PERTERER (AUT), + 0:38 Min.
3. Yuliya YELISTRATOVA (UKR), + 0:47 Min.
1. Artem PARIENKO (RUS), 2:03:12
2. Luciano TACCONE (ARG), + 0:12 Min.
3. Irving PEREZ (MEX), + 0:32 Min.
19. Alois KNABL (AUT), + 5:53 Min.
2000 Ishigaki: 2. Johannes ENZENHOFER
2003 Hamburg: 2. Kate ALLEN
2007 Kitzbühel: 2. Eva DOLLINGER
2007 Salford: 3. Kate ALLEN
2011 Edmonton: 3. Lisa PERTERER
2012 Cancun: 3. Lisa PERETER
2013 Huatulco: 2. Lisa PERTERER