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Triathlon

GARMIN Forerunner 745 – 3 Disziplinen – 1 Uhr

Triaguide - Mi, 2020-09-16 15:05

 Der nächste Wettkampf kommt bestimmt und bis dahin heißt es trainieren, trainieren, trainieren. Um dabei die eigene Leistung zu analysieren und das Wohlbefinden nicht aus den Augen zu verlieren, bringt Garmin den neuen Forerunner 745 – den Nachfolger des 735XT – auf den Markt. Eine detaillierte Analyse der physiologischen Messwerte, Vorschläge für das nächste Workout und eine verbesserte Ermittlung der Erholungszeit unterstützen bei der Jagd nach persönlichen Bestzeiten. 

Der neue Forerunner 745 im Überblick (UVP: 499,99 €; Verfügbarkeit: ab sofort)

  • Neu: GPS Lauf- und Triathlonuhr mit kompaktem Gehäuse und 1,2“ Display
  • Neu: Multisport-Apps für Triathlon, Pool- und Freiwasserschwimmen, Laufbahn und mehr
  • Neu: Physiologische Messwerte wie Trainings- und Leistungszustand, Trainingsbelastung, VO2Max und mehr
  • Neu: Herzfrequenzmessung am Handgelenk – auch unter Wasser, PulseOx-Sensor und Body Battery
  • Neu: Workout-Empfehlungen basierend auf physiologischen Messwerten
  • Neu: Verbesserte Erholungszeit – berücksichtigt Training, Stress etc.
  • Neu: Garmin Pay und Garmin Music
  • Neu: Barometrischer Höhenmesser, GPS, GLONASS und Galileo
  • Neu: Automatische Unfallerkennung
  • Neu: Menstruationszyklus-Tracking via Garmin Connect
  • Neu: Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden im GPS-Modus 

Erweiterte Features für ein zielführendes Training

Damit sich Athleten nun noch besser auf einen Wettkampf oder einen Trainingszyklus vorbereiten können, gibt der neue Forerunner 745 von Garmin Aufschluss über wichtige Metriken wie die VO2Max, die Trainingsbelastung, den Trainings- und Leistungszustand sowie den aeroben und anaeroben Trainingseffekt. Zudem erhalten Sportler, basierend auf ausgewählten Messwerten, Empfehlungen für das nächste Workout. Gekoppelt mit einem zusätzlichen Running Dynamics Pod oder einem kompatiblen Brustgurt, wie dem neuen HRM-Pro, können Läufer ab sofort alle sechs Laufmetriken tracken und im Anschluss an das Training analysieren. Mit dem Garmin Coach stehen Trainingspläne für fünf und zehn Kilometer sowie die Marathondistanz, zur Verfügung. 

Dabei misst die Uhr die Herzfrequenz am Handgelenk rund um die Uhr – auch unter Wasser. Schwimmer erhalten mit dem neuen Forerunner 745 unter anderem Auskunft über die Distanz, die Schlagzahl, die Geschwindigkeit oder den Critical Swim Speed. Gekoppelt mit einem Wattmesspedalsystem, wie dem Vector 3, zeichnet die Uhr Daten zur Links-/Rechtsverteilung, der Zeit im Sitzen und im Stehen sowie der geleisteten Kraft auf dem Rad auf. 

Basierend auf Werten zur Trainingseinheit, dem Stresslevel, Schlaf oder auch sonstigen Aktivitäten über den Tag verteilt, ermittelt der Forerunner nun noch genauer die Erholungszeit für eine optimale Regeneration. Zusätzlich gibt der PulseOx-Sensor Auskunft über die Sauerstoffsättigung im Blut, die Qualität des Schlafs und die Höhenakklimatisierung. Die Body Battery informiert über das Energielevel und hilft dabei die beste Zeit für eine Aktivität zu ermitteln. 

Frauen bekommen Unterstützung durch das Menstruations-Tracking. Der Tracker fördert es, die einzelnen Phasen des Zyklus besser zu verstehen und mit der täglichen Gesundheit und Fitness in Verbindung zu bringen. So kann die nächste Trainingseinheit perfekt auf den aktuellen Zustand abgestimmt werden. 

Ein smarter Begleiter – 24/7

Der neue Forerunner 745 kommt mit einem 1,2“ großen Display und einem kompakten Gehäuse, welches besonders für Triathleten mit schmalem Handgelenk angenehm zu tragen ist. Der integrierte Musikspeicher macht es möglich, Offline-Playlists von Spotify, Deezer und Amazon Music direkt auf der Uhr zu speichern und diese beim Training zu hören. Dank Garmin Pay kann der Geldbeutel während Outdoor-Aktivitäten zuhause bleiben. Gekoppelt mit einem Smartphone ist es möglich Smart Notifications direkt auf der Uhr zu erhalten. Für mehr Sicherheit sorgt die automatische Unfallbenachrichtigung: Sollte während einer Aktivität etwas passieren, wird der Echtzeitstandort an vorinstallierte Notfallkontakte über das Smartphone gesendet. Strecken, welche bei Garmin Connect, Strava oder Komoot erstellt werden, lassen sich nahtlos mit dem FR 745 synchronisieren. 

Der Forerunner 745 bietet eine Akkulaufzeit von bis zu einer Woche im Smartwatch-Modus, 21 Stunden im UltraTrac-Modus, bis zu 16 Stunden im GPS-Modus und bis zu sechs Stunden im GPS-Modus mit Musik. Er ist in den stylischen Farben Schwarz, Pastellgrün, Magma-Rot oder Steinweiß erhältlich.

Ab sofort ist zudem der neue Brustgurt HRM-Pro erhältlich. Neben Laufeffizienzwerten zeichnet der Gurt die Herzfrequenz auch unter Wasser auf und übermittelt die Daten via ANT+ oder Bluetooth an das entsprechende Trainingsgerät. Der HRM-Pro kann Daten während einer Aktivität selbstständig speichern und überträgt diese dann im Nachgang – so ist es möglich, die Uhr beim Fußballtraining in der Tasche zu lassen und die Leistung im Anschluss zu analysieren.

Neben einem intensiven Training ist auch die Ernährung ein essenzieller Baustein einer optimalen Wettkampfvorbereitung. Wie die Ernährung aussehen sollte, welche Nährstoffe besonders wichtig sind und wie sich Profisportlerinnen wie die Triathletin Anne Haug ernähren, können Sie hier nachlesen.

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Kategorien: Triathlon

400 Millionen Umsatz – Canyon mit Rekordjahr

Triaguide - Di, 2020-09-15 18:21

Aus der Koblenzer Garage als Radsport Arnold im Jahr 1985 gestartet, zählt Canyon heute zu den weltweit führenden Bike-Herstellern. Das im September endende Geschäftsjahr schließt das Koblenzer Unternehmen mit einem Rekordergebnis ab: Canyon erwartet einen Umsatz von 400 Millionen Euro damit ist das Unternehmen um über 30 Prozent zum Vorjahr gewachsen. Aus dem Fahrradhersteller von einst ist durch den stetigen Erfolg ein globaler, mit seinem Direktvertrieb digitaler Champion geworden. „Technologie, globale Expansion und sportliche Erfolge wir haben viel geschafft und erreicht, mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Erfolgsgeschichte geschrieben“, sagt Roman Arnold, Gründer von Canyon. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um weiter in die Offensive zu gehen, alle Chancen zu nutzen – „und die sind großartig“, freut sich Roman Arnold. Er selbst will die Geschicke mitgestalten und Canyon weiterentwickeln. Auch nach über 30 Jahren ist Canyon immer noch sein Fokus. Canyon bleibt Canyon, aber in der Kontinuität wird es auch Veränderungen geben“, ergänzt Roman Arnold. 

Nach fast fünf Jahren prüft der derzeitige Investor an der Seite von Canyon, TSG Consumer Partners LLC, in Zusammenarbeit mit Canyon eine Rekapitalisierung, um einen neuen Eigenkapitalpartner für die nächste Expansionsphase des Unternehmens zu gewinnen. „Gemeinsam mit TSG haben wir Großes erreicht, eine echte Growth Story geschafft“, lobt Roman Arnold die Zusammenarbeit: „Für die zurückliegende Zeit kann ich mir keinen besseren Partner an unserer Seite vorstellen: Wir haben den US-amerikanischen Markt erfolgreich erschlossen und eine Website gelauncht, die im E-Commerce ihresgleichen sucht. „Die Zahlen belegen den guten Support: Seit Beginn der Partnerschaft hat sich der Umsatz von 150 auf 400 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Gemeinsam mit TSG hat Canyon jetzt die Suche nach einem genauso gut passenden, neuen Partner eingeleitet. Die Kriterien sind klar, die Messlatte hängt sehr hoch: „Wir haben uns mit TSG kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Gemeinsam haben wir es geschafft, die Company auf ein neues Level zu heben“, betont Roman Arnold. Mit neuer Unterstützung will Canyon dann die nächsten Etappen nehmen: „Wir haben eine Größenordnung erreicht, in der wir für Wachstum und Innovationen, so wie wir sie vorhaben, zusätzliche Kapitalgeber brauchen“.

In den Strukturen noch stärker werden 

Auch die Strukturen in der Leitung von Canyon werden so angepasst, dass sie für die Zukunft gut aufgestellt sind: Roman Arnold wechselt nach über 30 Jahren in der operativen Leitung in den neu gegründeten Beirat von Canyon. Damit übergibt er ab dem 1. Oktober seinen Posten als CEO an den bisherigen operativen Geschäftsführer Armin Landgraf. „Ich bin weiterhin mit Herz und Seele bei Canyon, aber zukünftig in einer neuen Position“, erklärt Roman Arnold. „Als Beiratsvorsitzender werde ich eine wichtige Funktion bei Canyon innehaben, die Geschäftsführung in allen zentralen Fragen der Entwicklung von Canyon unterstützen und die strategischen Weichenstellungen mitbestimmen“.

Mit Armin Landgraf wird ein in der Fahrradbranche erfahrener und bereits bei Canyon etablierter Manager neuer CEO. Der Verantwortungsbereich von Lothar Arnold als Geschäftsführer Finanzen (CFO) bleibt unverändert. Gemeinsam bilden die beiden das neue Geschäftsführungsteam. „Mit der neuen Konstellation haben wir die Weichen gestellt, um Canyon auf der Erfolgsspur zu halten, kommende Herausforderungen zu meistern und die Wachstumschancen zu nutzen. Kurz: Wir sind gerüstet, Canyon noch stärker zu machen“, sagt Roman Arnold.

Für Armin Landgraf ist es eine folgerichtige und von langer Hand geplante Entwicklung, jetzt die Rolle des CEO zu übernehmen. Er verantwortet bereits seit Anfang 2019 als COO den gesamten operativen Bereich bei Canyon. Zuvor hatte er mit langjähriger Erfahrung als Geschäftsführer in Unternehmen der Fahrradindustrie und in der Strategieberatung hohe Kompetenz bei der Führung und Entwicklung von Unternehmen bewiesen. Als CEO der Fahrradsparte der niederländischen Pon-Gruppe führte er unterschiedliche Marken in zahlreichen Regionen und sammelte umfassendes Know-how in allen Produktsegmenten der Fahrradbranche. 

„Ich bin Roman sehr dankbar und fühle mich geehrt, dass er mich in diese Position ausgewählt hat. Canyon hat eine starke Basis, ein großartiges Team und eine wunderbare Community, und ich freue mich sehr darauf, den Erfolgskurs , sagt Armin Landgraf. Die nächsten Etappen von Canyon zeichnen sich jetzt schon ab: Wir werden uns weiterhin auf die Entwicklung neuer Technologien und Produkte, eine kontinuierliche Erweiterung unseres E-Bike- Portfolios, den Ausbau unseres Serviceangebots sowie die Stärkung unserer globalen Markenpräsenz konzentrieren“, erklärt Armin Landgraf. Ich werde viel Energie investieren, damit wir unsere Position als digitaler Champion noch ausbauen und der Branche weiterhin vorausfahren.

Roman Arnold: wichtige Funktion als Beiratsvorsitzender 

Roman Arnold wird als Beiratsvorsitzender weiterhin die Geschicke von Canyon mitgestalten und begleiten, die Strategien und Ziele gemeinsam mit der Geschäftsführung formulieren und unternehmerische Impulse geben. „Die Zeit, die ich durch die neue Aufgabenverteilung gewinne, werde ich gezielter und fokussierter für Canyon und meine Leidenschaft fürs Bike einsetzen können“, freut sich Roman Arnold . Er wird zukünftig wieder mehr am Pure Cycling Erlebnis arbeiten, wieder näher an den Innovationen, der Technologie und den Athleten dran sein. Ich fahre seit über 30 Jahren auf dem großen Kettenblatt. Ich schalte nun einen Gang runter, bin dafür auf der langen Strecke gut unterwegs“, erklärt er seine persönliche Motivation und wie er die kommenden Jahre für Canyon effektiv nutzen möchte. 

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Kategorien: Triathlon

Laura Lindemann sichert sich WM-Bronze

Triaguide - Sa, 2020-09-05 20:55

Großer Erfolg für Laura Lindemann und die Deutsche Triathlon Union (DTU). Die Potsdamerin hat bei den Triathlon-Weltmeisterschaften, die dieses Jahr aufgrund der Coronakrise nicht als Serie, sondern als ein Rennen in Hamburg ausgetragen wurden, die Bronzemedaille gewonnen – an dem Ort, an dem Daniel Unger vor 13 Jahren mit dem Gewinn des Weltmeistertitels für einen der bisher größten Erfolge deutscher Triathleten auf den kurzen Distanzen gesorgt hat. Bei den Männern belegte Lasse Lührs als bester Deutscher Rang zwölf.

„Ich bin natürlich sehr glücklich, dass für mich eine Medaille herausgesprungen ist“, sagte Lindemann. Es ist für die 24-Jährige ehemalige Junioren-Welt- und -Europameisterin der bisher größte Moment ihrer Karriere. Und den feierte sie ausgerechnet in einem Heimrennen in jener Stadt, in dem sie mit einem dritten (2017) und einem zweiten Rang (2018) in Rennen der World Triathlon Serie (WTS) und dem Gewinn des Vize-Weltmeistertitels im Mixed Relay (2019) ihre bisher größten Erfolge im Elitebereich schaffte.

Titel an Georgia Taylor-Brown

Den WM-Titel am Samstag (5. September) sicherte sich in Hamburg die Britin Georgia Taylor-Brown (54:16 min), die mit neun Sekunden vor Flora Duffy (Bermuda/54:25) und 23 Sekunden vor Lindemann (54:39) gewann. Taylor-Brown, die wie auch die beiden anderen Medaillengewinnerin zu einer Spitzengruppe gehörte, die sich auf den ersten Kilometern auf der Radstrecke bildete, setzte sich zu Beginn der Laufstrecke ab.

Für Lindemann begann das Rennen nicht gerade ideal. Aus dem Wasser kam sie bei dem Wettbewerb über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen als 20., hatte dann auch noch Probleme, aus ihrem Neoprenanzug zu kommen. Trotzdem schaffte sie es auf dem Rad schnell, zu der zu diesem Zeitpunkt etwa 20-köpfigen Spitzengruppe aufzuschließen und verhielt sich anschließend taktisch sehr geschickt. „Ich wäre natürlich gerne etwas weiter vorne aus dem Wasser gekommen, aber auf dem Rad ist es dann gut gelaufen, sodass ich eine gute Ausgangssituation vor dem zweiten Wechsel hatte.“

Lindemanns starker 5-Kilometer-Lauf

In jenem zweiten Wechsel unterlief ihr dann ein weiteres Wechselmissgeschick, als sie Probleme hatte, sich ihren linken Schuh überzustreifen. „Da war ich sauer auf mich, auch wenn es mit kalten Füßen und Händen nicht einfach war, in den Schuh zu kommen“, sagte Lindemann. Sie ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, sondern schob sich von Rang zehn immer weiter nach vorne und eroberte etwa zwei Kilometer vor dem Ziel den dritten Rang und damit die erhoffte Medaille. Auch wenn die letzten Kilometer „super hart waren. Ich war am Limit“, so Lindemann.

Lisa Tertsch (Darmstadt/55:56) lief dank der zweitbesten 5-Kilometer-Zeit aller Athletinnen noch auf Rang 16 nach vorne. Marlene Gomez-Islinger (Weiden in der Oberpfalz/56:15) belegte im ersten WTS-Rennen ihrer Karriere Rang 22. Lena Meißner (Saarbrücken), die anfangs noch zu der 20-köpfigen Führungsgruppe auf dem Rad gehörte, wurde 32. (56:39). Anja Knapp (Dettingen/Erms) kam auf Rang 50 ins Ziel (57:51), Caroline Pohle (Leipzig) auf Platz 54 (58:23).

Lührs schrammt knapp an Top Ten vorbei

Lasse Lührs verpasste am Ende ein Top-Ten-Resultat nur um neun Sekunden, sicherte sich mit Platz zwölf jedoch sein bestes Resultat in der WTS – zuvor war das Rang 14 im Vorjahr in Hamburg gewesen. „Ich bin definitiv sehr zufrieden mit der Platzierung, ich bin bester Deutscher und habe mein bestes WM-Resultat erzielt“, sagte der 24-Jährige. Er befand sich im Rennen über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) nach einem „soliden Schwimmen“ in der Verfolgergruppe von acht Spitzenreitern, darunter dem späteren Sieger Luis und dem deutschen Justus Nieschlag (Lehrte). „Wir haben es leider nicht ganz geschafft, den Vorsprung auf der Radstrecke aufzuholen“, sagte Lührs, der rund 15 Sekunden nach der ersten Gruppe, die sich zu Beginn der Radstrecke gebildet hatte, die zweite Wechselzone erreichte: „Es war ein hartes Rennen und ich habe gemerkt, dass ich um die Top 10 mitrennen kann.“

An der Spitze setzten sich zu Beginn der Laufstrecke aus der achtköpfigen Spitzengruppe Vincent Luis, sein Landsmann Léo Bergere und der Portugiese Vasco Vilaca ab. Das Trio blieb bis 500 Meter vor dem Ziel zusammen, dann konnte sich Luis von seinen Mitstreitern lösen und siegte nach 49:13 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung vor Vilaca und fünf Sekunden vor Bergere.

Lührs hatte 48 Sekunden Rückstand auf den Sieger (49:51). Zweitbester Deutscher wurde überraschend der erst 21-jährige Tim Hellwig in seinem ersten WTS-Rennen. Er machte seine Ankündigung war, das Rennen mitbestimmen zu wollen – und war auf dem Rad in der Verfolgergruppe immer wieder vorne zu finden. Sein Mut wurde mit Rang 17 belohnt (50:01). Jonas Breinlinger (Saarbrücken), der als Zehnter aus dem Wasser gekommen war und nur knapp den Sprung in die Spitzengruppe verpasst hatte, belegte Rang 28 (50:26). Der von Oberschenkelproblemen gehandicapte Nieschlag wurde 30. (50:33). Valentin Wernz (Saarbrücken) und Jonas Schomburg (Langenhagen), der als Zweiter aus dem Wasser kam, auf dem Rad aber den Anschluss an die Spitzengruppe verlor, belegten die Ränge 34 (50:42) und 35 (50:43). 

Am Sonntag folgt die WM im Mixed Relay. Im Vorjahr überraschte Deutschland als Vize-Weltmeister. „Wir werden alles geben und hoffentlich wieder so weit vorne wie möglich zu landen“, sagt Lindemann.

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Kategorien: Triathlon

Feuersinger holt sensationell WM-Top10

Triaguide - Sa, 2020-09-05 20:51

In Hamburg wurden heute die Triathlon Weltmeister gekürt. Nachdem alle anderen WM-Serienbewerbe corona-bedingt abgesagt werden mussten, wurden die ITU-Weltmeister nach 2008 wieder in einem Rennen eruiert. Während Vincent Luis (FRA) seinen Titel vom Vorjahr verteidigte und sich die Britin Georgia Taylor-Brown den WM-Titel bei den Damen sicherte, überquerte Österreichs amtierende Sprint-Staatsmeisterin, die 22-jährige Therese Feuersinger, sensationell auf dem 10. Platz die Ziellinie.

Feuersinger gestaltete Rennen mit
Bei den Damen kam Therese Feuersinger als Dritte aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel setzte sie sich mit der Britin Jessica Learmonth über weite Teile der 20km langen Radstrecke ab und bestimmte das Tempo mit. Nach 55:32 min überquerte die Tirolerin sensationell auf dem 10. Platz die Ziellinie. Julia Hauser wurde 28. und Lisa Perterer musste das Rennen frühzeitig beenden. Zur Weltmeisterin kürte sich Georgia Taylor-Brown (GBR).

„Es ist der Wahnsinn! Es war einfach so gut von Anfang bis zum Ende! Ich habe einen richtig guten Start erwischt. Das Radfahren auf den ersten Runden mit der Britin zu zweit war richtig hart. Beim Laufen habe ich versucht das Rennen nach Hause zu bringen. Ich bin einfach nur voll zufrieden“, so Feuersinger überglücklich im Ziel.

Auch ÖTRV-Sportdirektor Robert Michlmayr freut sich für die 22-Jährige: „Das hat sie sich richtig verdient, weil sie das Rennen von Anfang an mitbestimmt hat. Es war eine starke Vorstellung und ein ganz großes Versprechen für die Zukunft.“

Ergebnis ITU Triathlon Weltmeisterschaft, Hamburg (GER), Damen
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Radfahren)

1. Georgia Taylor-Brown (GBR), 54:16 min
2. Flora Duffy (BER), 54:25 min
3. Laura Lindemann (GER), 54:39 min
10. Therese Feuersinger (Wave Tri Team TS Wörgl, T), 55:32 min
28. Julia Hauser (Triathlonclub Kagran, W), 56:28 min
DNF Lisa Perterer (HSV Triathlon Kärnten, K)

Es waren 65 Athletinnen aus 27 Nationen am Start.

Herrenrennen nicht wie erhofft
Dass Luis Knabl zu den besten Schwimmern im Triathlonzirkus zählt, hat der Tiroler heute wieder eindrucksvoll bewiesen. Zwischenzeitlich führte er das Feld auf den 750 Schwimmmetern an und als Fünfter stieg er aus dem Wasser. Das Rennen musste Österreichs Sprint-Staatsmeister aber dennoch frühzeitig beenden. Eine Aufholjagd startete hingegen Lukas Hollaus nach dem Schwimmen. Mit der viertschnellsten Radzeit sorgte er für eine gute Ausgangsposition für den abschließenden Lauf. Er überquerte als 25. die Ziellinie. Sein Trainingspartner Lukas Pertl wurde 51. Seinen zweiten WM-Titel holte sich der Franzose Vincent Luis.

„Es war ein solides Rennen von Lukas Hollaus. Der Rennverlauf war gut für ihn. Insgesamt hätten wir uns bei den Herren ein besseres Resultat erhofft. Aber es läuft nicht immer, wie man es sich erhofft“, so ÖTRV-Sportdirektor Michlmayr über das Herrenrennen.

Ergebnis ITU Triathlon Weltmeisterschaft, Hamburg (GER), Herren
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Radfahren)

1. Vincent Luis (FRA), 49:13 min
2. Vasco Vilaca (POR), 49:15 min
3. Leo Bergere (FRA), 49:18 min
25. Lukas Hollaus (TV Zell/See, S), 50:19 min
51. Lukas Pertl (TRI TEAM Hallein, S), 52:18 min
DNF Luis Knabl

Es waren 65 Athleten aus 25 Nationen am Start.

Gesamtergebnisse

Die Bewerbe wurden nicht wie üblich im Zentrum der Hansestadt ausgetragen, sondern ohne Zuseher im Hamburger Stadtpark. Für die Teilnahme war im Vorfeld ein negativer PCR-Test und ein ärztliches Attest notwendig.

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Kategorien: Triathlon

7:36:56 – Michael Weiss gewinnt Austria Triathlon in Fabelzeit

Triaguide - Sa, 2020-09-05 19:39

Einer der ruhigsten Morgen in der Geschichte des Austria Triathlons, spiegelglatter See bei 21° Wassertemperatur. Die Startaufstellung und Stimmung kurz vor dem Start versprach beste Rennunterhaltung. Getreu dem Motto „Fast, Hard, Legendary“ hat nicht nur der Sieg von Michael WEISS Wellen geschlagen. „Podersdorf ist immer für eine Überraschung gut, ob Wind, Hitze oder wechselnde Bedingungen, hier sind Bestzeiten möglich.“ Spielt Organisator Daniel Döller auf das harte und spektakuläre Rennen an.

Staatsmeisterschaft Lang-/Ironman-Distanz (3,8km swim/ 180km bike / 42km run):

Das Schwimmen beendete der Deutsche Per VAN-VLERKEN als Erster, doch die eigentlichen Verfolger Michael WEISS, Paul RUTTMANN, Christian STÖRZER sowie Maximilian HAMMERLE jagten den Führenden mit hohem Tempo. Bereits in der 3ten Runde konnte Michael WEISS die Führung übernehmen und zeigte, was viele für unmöglich hielten. Er beendete die Raddistanz mit einer neuen Split-Bestzeit in 04:01:00, das ist auf der Radstrecke eine Weltbestzeit. Mit über 11 Minuten Vorsprung auf seine Verfolger begab er sich auf die Laufstrecke und verpasste nur knapp die Langdistanz Weltbestzeit. Dennoch, mit einer Siegerzeit von 07:36:56, ein würdiger Staatsmeister 2020!

Unterdessen boten die Damen ein Rennen, das dem der Männer nichts nachstand. Verena WALTER aus Deutschland holte sich die Führung auf der Langdistanz von Jacqueline KALLINA aus Österreich und brachte das Rennen als Siegerin unter 9 Stunden zu Ende. Streckenrekord in Podersdorf bei den Damen!

In der Staatsmeisterschaft der Damen konnte Jacqueline KALlINA von Beginn an die Führung behalten, auch wenn die Zweitplatzierte Gabriele OBMANN auf der Radstrecke fast aufgeschlossen hatte. Jaqueline KALlINA startete erst das dritte Mal auf der Langdistanz und beendete den Austria Triathlon mit einer sensationellen Zeit von 09:08:29.

Ergebnis Ironman-/Lang-Distanz (Männer):

  1. Platz Michael WEISS / AUT / 7:36:56 / Tri Runners Baden
  2. Platz Maximilian HAMMERLE / AUT / 7:55:11 / Triathlonclub Dornbirn
  3. Platz Christian STÖRZER / GER / 7:56:40 /
  4. Platz Georg ENZENBERGER / AUT / 7:59:02 / FH OÖ Sports Team
  5. Platz Per VAN-VLERKEN / GER / 08:0056 / LC Dübener Heide

Ergebnis Ironman-/Lang-Distanz (Frauen):

  1. Platz Verena WALTER / GER / 8:49:02 / Iserlohner Tri Team
  2. Platz Simona KRIVANKOVA / CZE / 8:58:22 / Rocktechnik Triathlon
  3. Platz Alena STEVENS / SVK / 9:06:29 / TRI Tatry Triathlon Team
  4. Platz Jaqueline KALLINA / AUT / 09:08:29 / Team Ausdauercoach
  5. Platz Gabriele OBMANN / AUT / 09:15:11 / Athletik Club Donau Chemie
  6. Platz Constance MOCHAR / AUT / 09:17:04 /Schwimmaktivclub Klagenfurt

Microsoft Word – PA – AT33.docx

Halb-Distanz (1,9km swim/ 90km bike/ 21km run):

Schon auf der Schwimmstrecke setze sich der Deutsche Frederic FUNK an die Spitze des Feldes und ging mit rund zwei Minuten Vorsprung auf das Verfolgerfeld in die Wechselzone. Der Vorsprung konnte auf dem Rad ausgebaut werden und setzte nach einem souveränen Lauf einen neuen Streckenrekord von 03:43:31.

Die Damen boten ein langes Duell zwischen Simone KUMHOFER (AUT) sowie Laura JANSEN (GER), bis sich Laura JANSEN bei Lauf-km 10 von Simone KUMHOFER absetzte und in der letzten Hälfte einen Vorsprung von 5 Minuten auf der Laufstrecke erwirkte. Die Siegerzeit bei den Damen lag bei 4:11:45, welche rund 17 Minuten schneller als im Vorjahr war.

Ergebnis Halb-Distanz (Männer):

  1. Platz: Frederic FUNK / GER / 3:43:31 / Triathlon Grassau
  2. Platz: Christian HAAS / ITA / 3:53:10 / SU TRI STYRIA
  3. Platz: Lászlo TARNAI / HUN / 3:53:51 / Tiszakécske VSE

Ergebnis Halb-Distanz (Frauen):

  1. Platz: Laura JANSEN / GER / 4:11:45 / Ski Club Heidelberg Triathlon
  2. Platz: Simone KUMHOFER / AUT / 4:16:12 / OMNi BiOTiC Powerteam
  3. Platz: Lisa GERSS / GER / 4:19:26 / Mtv Bad Pyrmont

Über den AUSTRIA TRIATHLON

Der AUSTRIA TRIATHLON in Podersdorf wird 2020 zum bereits 33. Mal ausgetragen und ist damit einer der traditionsreichsten Triathlons Österreichs. Am 5.9.2020 sollen die Staatsmeisterschaften über die Triathlon Langdistanz ausgetragen werden, dabei werden an diesem Rennwochenende über 2.200 StarterInnen erwartet. Damit ist der AUSTRIA TRIATHLON eine der größten Sportveranstaltungen des Burgenlandes und bringt knapp EUR 3 Mio. Wertschöpfung für die Region. Aufgrund der flachen Streckenführung gilt der AUSTRIA TRIATHLON zudem als guter Boden für schnelle Zeiten. So ist etwa eine der weltweit schnellsten jemals gefahrenen 180 km Rad-Zeiten in Podersdorf aufgestellt worden. Trotzdem wissen all jene, die sich schon einmal durch die Podersdorfer „Hölle“ (ein Abschnitt der Laufstrecke trägt diesen Beinamen) gekämpft haben, dass einem dieser Triathlon wirklich alles abverlangt. Daher gilt für den AUSTRIA TRIATHLON und alle StarterInnen stets das Motto: FAST. HARD. LEGENDARY.

STATEMENTS:

Jaqueline KALINA (4. Platz, Lang-Distanz): „Geniales Schwimmen am spiegelglatten Neusiedlersee, danach kämpft man klassisch gegen Podersdorf… Wind, Hitze und einem Selbst. Hammer Rennen!“

Michael WEISS (1. Platz Lang-Distanz): „In Podersdorf ist die Radstrecke sowie Laufen, du hörst für eine Sekunde auf zu treten und du stehst. Die Strecke verzeiht keine Schwäche!“

Frederic Funk (1. Platz Lang-Distanz): „Superfit, aber ein super harter Kampf gegen sich selbst. Beim Laufen wurde die letzte Rennhärte noch durch Gegenwind und extreme Hitze abgefragt!“

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Kategorien: Triathlon

Road to Podersdorf – Special der triaguide TALK.SHOW

Triaguide - Do, 2020-09-03 19:42

Zum Auftakt des wohl größten europäischen Triathlonwochenendes im Jahr 2020 haben wir uns mit einigen Protagonisten unterhalten.

Unsere Gäste:

Jacqueline Kallina
Simone Kumhofer – Omni Biotic – Kooperationsmanagement Spitzensport Tom Berger – Geschäftsführer Laoa1.at
Michi Weiss
Paul Ruttmann

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Kategorien: Triathlon

„Schwarze Rennen“ vs. ÖTRV-Bewerbe – Solidarität wäre gut

Triaguide - Mi, 2020-09-02 01:11

Ein Kommentar von triaguide Herausgeber Andreas Wünscher

Dass man sich Ende August/Anfang September 2020 über Vorgänge bei Triathlonbewerben streiten kann, ist grundsätzlich einmal sehr positiv und war nach der unerwarteten Corona-Situation im März gar nicht nicht so absehbar. Nach dem Ausbruch einer Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown auf der ganzen Welt hätten Anfang Mai nicht viele darauf gewettet, dass wir im Jahr 2020 noch Triathlonveranstaltungen in Österreich erleben werden.

Doch es gab und es gibt sie – sie sind nicht ganz so, wie wir es gewohnt sind und wie wir sie lieben – doch es gibt sie – es ist Schwimmen, Radfahren und Laufen und es ist ein Wettkampf. Wir müssen uns nicht nur im Sport an strenge Regeln halten. Beim Betreten eines Supermarktes müssen wir einen Mund-Nasenschutz aufsetzen, wir können nicht unserer Lieblingsmannschaft im Stadion zujubeln und auch die Reisefreiheit ist nach wie vor eingeschränkt.

Bei einer politischen Führung, die zu Beginn an vieles richtig gemacht hat, aber nach und nach Fehler und Kollateralschäden zu verantworten hat, die nicht notwendig gewesen werden, ist es wichtig, mit guten Konzepten aufzuwarten. Ein umfangreiches und überlegtes Konzept haben unter Federführung des ÖTRV eine Gruppe von Funktionären, technischen Delegierten, Veranstaltern und Experten im April diesen Jahres ausgearbeitet. Ziel dieser stundenlangen Sitzungen war es, Richtlinien zu erstellen, die einen sicheren Ablauf eines Triathlonevents in Covid-Zeiten garantieren sollen.

Dieses Konzept war letztlich die Arbeitsgrundlage der Veranstalter, eine Guideline für einen verantwortungsvollen Ablauf und ein Argument bei so manch schwierigen Verhandlungen mit Behörden. Schon im Juli, zum Zeitpunkt der ersten wagen Lockerungsschritte, konnten mittelgroße Triathlonevents in Österreich auf dieser Grundlage reibungslos durchgeführt werden.

Die wohl umstrittenste Regelung, die nicht viel Liebe findet, sind dabei die Einzelstarts. Sie sollen eine Entzerrung des Feldes schon zu Beginn garantieren und die Sicherheitsabstände auch an kritischen Punkten, wie etwa den Wechselzonen, wahren. Bei IRONMAN-Veranstaltungen gibt es seit Jahren Rolling Starts, die auch in Nicht-Corona-Zeiten zum Alltag gehören. Also nichts völlig Neues. Doch nicht alle sind Fans von solchen Starts. Ich zähle auch nicht dazu und liebe das Duell „Mann gegen Mann“.

Doch in Zeiten wie diesen sollten und müssen wir uns alle einschränken und so halte ich den Einzelstart für eine sehr sinnvolle Maßnahme, die wir bei unserem eigenen Bewerb im Oktober auch umsetzen wollen. Alle Veranstalter hatten sich diesem vom ÖTRV ausgearbeiteten Konzept angeschlossen und das Rennen erfolgreich umsetzen können.

Einen anderen Weg hingegen gingen die Veranstalter des 1/10 Man in Vösendorf. Das Team rund um Georg Swoboda veranstaltet diesen Sprint-Triathlon, der genau ein Zehntel der IRONMAN-Distanz ausmacht, nun bereits seit einigen Jahren und der Bewerb ist zum Fixpunkt des Triathlonkalenders geworden.

Die Veranstalter, zu denen neben dem Team rund um Georg Swoboda auch der Bürgermeister von Vösendorf zählt, haben sich für einen anderen Weg entschieden. Sie ließen in 50er-Gruppen starten und hielten sich in diesem Punkt nicht an die vorgegebenen Maßnahmen des Triathlonverbandes, sodass dieser der Veranstaltung die Genehmigung als „offizieller“ Triathlonbewerb bereits rund zwei Wochen vor dem Event entzog.

Diese Genehmigung ist unabhängig von der behördlichen Genehmigung, somit waren die Veranstalter veranstaltungsrechtlich auf der „sicheren“ Seite. Doch aus „sportrechtlicher“ Sicht war die Veranstaltung nicht legal und nach dem Punkt und Strich der Regeln wären die ÖTRV-Lizenznehmer nicht startberechtigt gewesen.

In diesem Punkt war der ÖTRV bereits im Vorfeld deeskalierend und verlautbarte, dass kein Athlet mit einer Sperre oder Strafe zu rechnen hätte (ausgenommen wären Kaderathleten), wenn sie in Vösendorf starten.

Was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass der Bewerb nicht von offiziellen Kampfrichtern kontrolliert wurde, die auch im Normalfall das sportliche Regelwerk des Bewerbs kontrollieren und exekutieren sollen.

Als beispielhafte Darstellung wähle ich eine andere Sportart. Stellt euch vor, ein Fußballverein würde mangels schnellen Stürmern beschließen, sich nicht an die Regeln der FIFA, UEFA oder des ÖFB zu halten und ein Meisterschaftsspiel ohne Abseits und Gelbe/Rote Karten zu spielen. Schiedsrichter wären Fans des Heimvereins und die Spieldauer wäre nach der Laune der Fans bemessen.

Dieses, zugegeben sehr überspitzt formulierte Beispiel soll veranschaulichen, warum es wichtig ist, sich einem sportlichen und organisatorischen Regelwerk zu unterziehen.

Der 1/10 Man in Vösendorf fand letztes Wochenende statt und ging, sofern ich das aus der Ferne betrachten konnte, gut über die Bühne. Was genau die Veranstalter dazu bewogen hat, sich von den Vorgaben des Verbandes loszusagen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Eine unüberlegte Trotzreaktion kann ich mir persönlich nicht vorstellen, denn leichtfertig geht ein Veranstalter mit dieser Erfahrung diesen Schritt nicht. Meinem Vernehmen nach waren es auch logistische Gründe, die den Veranstalter zu diesem Schritt zwangen.

Nun verfasste der Niederösterreichische Triathlonverband nach dem Event in einem Facebook-Post eine deutliche Distanzierung von den Geschehnissen in Vösendorf und stichelte dabei, vielleicht auch etwas unbedarft, in eine längst geschlossen geglaubte Wunde.

Zeiten, wo sich große Veranstalter mit den Verbänden verworfen haben, teils unterschiedliche Regelwerke exekutierten, wovon niemand profitierte, sollten ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Die Distanzierung von 1/10 Man erfolgte ohnehin schon, da man die Genehmigung nicht erteilte. In den meisten Punkten teile ich die Meinung des NÖTRV, doch bei einem Punkt bin ich mir nicht so sicher.

Auch wenn ich nicht persönlich vor Ort war. Die Kommunikation im Vorfeld und die Bilder, die ich vom Geschehen gesehen habe, weisen auf eine vorbildliche Durchführung und Einhaltung eines Hygienekonzepts hin. So fair muss man sein. Es gab keinen Triathlon, wo ich bisher war, wo alles zu 100 Prozent eingehalten werden konnte, so wird es bestimmt auch in Vösendorf gewesen sein.

Doch der Wille, ein sicheres Rennen für die Teilnehmer zu bieten, war mit Sicherheit auch in Vösendorf da und scheint, wie wir alle hoffen, auch gelungen zu sein.

Dennoch stören mich zwei Dinge und wer mich kennt, weiß, dass ich ehrlich und direkt bin.

Ich finde es schade, dass die Triathlonszene und die Veranstalterszene nicht an einem Strang zieht, gerade in diesen für uns alle so schweren Zeiten. Vieles wäre einfacher gewesen, wenn auch dieses Rennen unter den offiziellen Regeln stattgefunden hätte – die letzten Wochen haben gezeigt, dass sie im Grunde gut funktionieren. Ich würde bei meiner Veranstaltung nichts lieber machen als einen normalen Massenstart, aber ich halte mich an die Vorgaben. Einerseits, weil ich sie gerade in dieser sensiblen Phase für wichtig erachte, andererseits auch aus Solidarität mit jenen Veranstaltern, die dieses komplizierte und wohl auch etwas kostspieligere Konzept bisher umgesetzt und damit nach außen hin auch Einigkeit demonstriert haben.

Die zweite Sache, die mich sogar noch wesentlich mehr stört, ist der Stellvertreterkrieg, der auf Social Media abgeht. Die unreflektierte und unüberlegte Verdammung eines Verbandes, dem es „eh nur um das Kassieren von Lizenzgebühren“ geht, hängt mir persönlich zum Hals heraus. Die meisten Verfasser dieser Posts haben wenig Ahnung, was es bedeutet, Verantwortung zu tragen, und das meist sogar ehrenamtlich. Dass mit Lizenzgebühren Kampfrichter oder Jugendtrainingslager finanziert werden, dass man ein ausgearbeitetes Regelwerk und hohe Veranstaltungsstandards hat. Nein, im Verband läuft längst nicht alles perfekt, in keinem. Aber in knapp 30 Jahren Erfahrung in verschiedensten Sportarten und Ländern kann ich eines sagen – wir können in Österreich von Glück reden, einen stabilen und soliden Verband zu haben.

Ich appelliere daher an alle Sportler, an alle Veranstalter. Lasst Solidarität, speziell in diesen schweren Zeiten, nicht nur ein Wort sein. Lebt sie – seid solidarisch mit Veranstaltern, die zum Teil ums Überleben kämpfen, aber seid auch solidarisch mit einem Verband, der nichts Böses im Sinn hat, wenn er Regeln aufstellt, die man nicht gut finden muss, aber die schon gut überlegt sind. Denn nur so werden wir hoffentlich wieder eine gute und hoffentlich „normale“ Triathlonsaison 2021 erleben können.

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Kategorien: Triathlon

6 ÖTRV-Athleten für WM in Hamburg nominiert

Triaguide - Di, 2020-09-01 19:59

In Hamburg (GER) werden am kommenden Wochenende nicht nur die Team-Weltmeister gesucht. Die Internationale Triathlon Union gab bekannt, dass der Weltmeistertitel im Triathlon nicht über die World Triathlon Series vergeben wird, sondern im einzig verbliebenen WTS Rennen in Hamburg. Ein 7-köpfiges rot-weiß-rotes Team wurde dafür vom ÖTRV nominiert.

Nominierungen
Einzelrennen Elite Frauen

Lisa Perterer (HSV Triathlon Kärnten, K)
Julia Hauser (Triathlonclub Kagran, W)
Therese Feuersinger (Wave Tri Team-TS Wörgl, T)

Einzelrennen Elite Männer
Alois Knabl (Raika Tri Telfs, T)
Lukas Hollaus (TV Zell/See, S)
Lukas Pertl (TRI TEAM Hallein, S)

Ersatzathlet Mixed Team Relay
Leon Pauger (Triathlonclub Dornbirn, V)

Startlisten Elite
Startliste Mixed Team Relay

Die Bewerbe werden auf Grund der COVID-19-Pandemie ohne Zuseher und nicht wie üblich im Herzen der Hansestadt, sondern im Hamburger Stadtpark ausgetragen. Es gelten eigene Schutzbestimmungen: „Zusätzlich zu einem Online-Fragebogen benötigt jeder Athlet zur Einreise ein ärztliches Attest mit einem negativen SARS-CoV-2 PCR-Test, welcher nicht älter als 48 Stunden sein darf. Beim Eingang zum Veranstaltungsgelände im Stadtpark werden nochmals medizinische Daten erhoben. Wie auch bei Veranstaltungen in Österreich findet das Briefing online statt“, so ÖTRV-Sportdirektor Robert Michlmayr.

Startzeiten
Samstag, 05. September 2020
16:00 Uhr Elite Herren
18:00 Uhr Elite Damen

Sonntag, 06. September 2020
13:31 Uhr Mixed Team Relay

Die Rennen werden live auf triathlonlive.tv bzw. auf ARD (Einzelrennen) und ZDF (Teambewerb) übertragen.

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Kategorien: Triathlon

CHALLENGE Davos wegen Unwetter abgebrochen

Triaguide - Sa, 2020-08-29 19:53

Es sollte die Rückkehr des Weltklasse-Triathlon in der Realwelt werden. Alles schien angerichtet – ein Top-Starterfeld, ein in seiner Genauigkeit einzigartig ausgearbeitetes Covid-19-Präventionskonzept, ein durch die PTO aufgefettetes Preisgeld. Die Vorzeichen waren bestens. Doch in einer Saison, wo so absolut nichts rund läuft, ist es wenig überraschend, dass dies auch in Davos nicht der Fall war. Trotz nicht gerade ermunternder Wetterprognosen war man sich von Veranstalterseite sicher, das Rennen durchführenzu können.

Die Enttäuschung unter den Athleten war groß, aber gleichzeitig hatten sie volles Verständnis für die soeben von der Organisation von CHALLENGEDAVOS getroffene Entscheidung: Das Rennen musste wegen sehr schlechter Wetterbedingungen abgesagt werden. Während das Rennen gerade erst begonnen hatte und die männlichen Profis nur zwei Kilometer auf dem Rad fuhren, entwickelte sich der strömende Regen zu einem schweren Gewitter, so dass die Sicherheit der Athleten nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Obwohl die Enttäuschung groß war, vielleicht sogar noch größer bei den Altersklassenfahrern, die noch nicht einmal die Chance hatten, CHALLENGEDAVOS zu starten, wurde die Organisation mit der vielleicht besten Geste behandelt, die man sich vorstellen kann: Die Athleten versammelten sich in Massen und spendeten ihnen einen ohrenbetäubenden und vor allem langen Applaus. „Es versteht sich von selbst, dass uns dies so viel bedeutet“, erklärt Jort Vlam, CEO von CHALLENGEFAMILY. „Und um ehrlich zu sein: Das CHALLENGEDAVOS-Team hat es wirklich verdient. Sie haben ihr Bestes getan, um ein großartiges Rennen zu veranstalten, und sie haben einen so großartigen Job gemacht. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Athleten das anerkennen und mit einer so schönen Geste belohnen, trotz dieser großen Enttäuschung auch für sie. Leider kontrolliert niemand das Wetter, und dies war die einzig richtige Entscheidung.

Natürlich waren auch die Profis – die sich alle auf ein Rennen in einem so überragenden Feld freuen – enttäuscht. Die Frauen kamen gerade aus dem Wasser, als die männlichen Führenden nach rund 1,5 km auf dem Flüelapass umdrehen mussten. Sebastian Kienle, der zu diesem Zeitpunkt etwa auf dem zehnten Platz lag, war enttäuscht, kehrte aber mit einem Lächeln im Gesicht zurück. Titelverteidiger Pieter Heemeryck, der etwa eine Minute vor Kienle lag, war ebenfalls enttäuscht, verstand aber auch, dass dies die einzig richtige Entscheidung war, und so dachten alle Profis dasselbe.

CHALLENGEDAVOS war – aufgrund der COVID-19-Maßnahmen – 27 Wochen nach CHALLENGEWANAKA das erste Rennen im Kalender der CHALLENGEFAMILY 2020. Einschließlich eines Weltklasse-Pro-Feldes waren 600 Athleten auf der Startliste zugelassen.

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Kategorien: Triathlon

Triathlon-WM in Hamburg: auch im Einzel werden WM-Titel vergeben

Triaguide - Mi, 2020-08-26 19:36

Die Gewinner der Einzelrennen des Hamburg Wasser World Triathlons am 5. September 2020 dürfen sich in diesem Jahr Triathlon-Weltmeister nennen. Das hat der Vorstand des Triathlon-Weltverbands World Triathlon in einer Telefonkonferenz beschlossen. Diese Entscheidung folgte der Absage des Groupe Copley World Triathlon Montreal und des MS Amlin World Triathlon Bermuda, welche bis dato die einzigen zwei anderen verbliebenen Events der World Triathlon Series 2020 waren.

Da der Hamburg Wasser World Triathlon nunmehr die einzig stattfindende World Triathlon Series-Veranstaltung der Saison 2020 ist, traf World Triathlon die Entscheidung, die Weltmeistertitel im Rahmen der Rennen im Hamburger Stadtpark zu vergeben, während die Mixed Relay-Weltmeisterschaften am 6. September ebenfalls in Hamburg stattfinden. Die besten deutschen Kurzdistanz-Triathleten, darunter Laura Lindemann, Jonas Schomburg und Justus Nieschlag, werden dann mit den besten Triathleten der Welt um die WM-Medaillen kämpfen, darunter die amtierenden Weltmeister Katie Zaferes (USA) und Vincent Luis (FRA), ebenso wie der zweifache Olympia-Medaillengewinner Jonathan Brownlee (GBR) und mehrfache Weltmeister wie Mario Mola (ESP), Flora Duffy (BER) oder Vicky Holland (GBR). Die Anzahl der Startplätze wird um 10 Athleten je Geschlecht erweitert, um jeweils 65 Startern den Wettkampf zu ermöglichen.

Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU): „Diese Entscheidung unterstreicht, welch großes Vertrauen die ITU in Hamburg als Ausrichter dieser Rennen hat. Die Zuverlässigkeit der vergangenen Jahre vor allem bezüglich der Austragung der Mixed Relay WM wird nun belohnt. Mich freut es auch besonders für die deutschen Athletinnen und Athleten, denn nun können sie auf heimischen Boden um WM-Medaillen im Einzel kämpfen. Das war zuletzt 2007 der Fall, als Daniel Unger zu Gold stürmte. Eine Chance, die nicht allzu viele in ihrem Sportlerleben bekommen.“

„Ich möchte den Organisatoren, der Deutschen Triathlon Union und den Mitarbeitern des World Triathlon für ihr Engagement und ihre Bemühungen danken, diese Gelegenheit unter solch herausfordernden Bedingungen zu ermöglichen. Wir wissen es zu schätzen, dass sie allen Athleten und Trainern, die nach Deutschland reisen, um trotz einiger Reisebeschränkungen an den Wettkämpfen teilzunehmen, geholfen haben und dass sie eine Veranstaltung und eine Strecke organisiert haben, die, da bin ich mir sicher, großartig sein werden“, erklärte Marisol Casado, Präsidentin des World Triathlon World Triathlon und IOC-Mitglied. „Der Sport kann ein großartiges Instrument auf dem Weg der Genesung sein, wir kehren langsam zu dieser neuen Normalität zurück, und wir tun alles, was wir können, um die Athleten, Organisatoren, nationalen Verbände und alle unsere Partner auf dieser Reise zu unterstützen. Die Gesundheit und Sicherheit aller Athleten hat für uns oberste Priorität, und in diesem Sinne werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um ein großartiges Ereignis zu organisieren und die Weltmeister zu krönen“, sagte sie.

„Dass neben der Mixed Team-WM auch die Weltmeister der World Triathlon Series im Rahmen des HAMBURG WASSER World Triathlon gekürt werden, ist für uns als Veranstalter und die Stadt Hamburg als Gastgeberstadt eine grandiose Geschichte. Wir fühlen mit den Organisatoren der beiden abgesagten Rennen, denn als Veranstalter sitzen wir momentan alle im selben Boot“, so Oliver Schiek, Managing Director der IRONMAN Germany GmbH. „Trotzdem, oder genau deshalb werden wir alles dafür geben, der Triathlon-Welt ein magisches Event zu bieten, das auch unter streng kontrollierten Bedingungen die Herzen aller Triathlon-Fans höher schlagen lassen wird. Die absolute Weltspitze des Triathlon wird zu Gast in Hamburg sein, und mit den Live-Übertragungen auf den öffentlich-rechtlichen Sendern bringen wir das spannendste Triathlon-Event des Jahres außerdem in die heimischen Wohnzimmer.“

Weitere Informationen unter: hamburg-triathlon.org

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Kategorien: Triathlon

Challenge Davos mit Weltklassefeld

Triaguide - Mi, 2020-08-26 18:44

In wenigen Tagen – am 28. und 29. August – findet die CHALLENGEDAVOS zum insgesamt vierten Mal statt. Es gilt als das erste CHALLENGEFAMILY-Rennen im Kalender 2020 und damit auch als der erste grosse Triathlon in der Schweiz. Trotz vieler coronabezogener Anpassungen werden sich viele internationale Triathlonstars die Gelegenheit nicht entgehen lassen, endlich wieder an einem offiziellen Rennen teilzunehmen. Mit Sebastian Kienle, Vorjahressieger Pieter Heemeryck, Laura Philipp und dem Schweizer Immogen Simmonds haben mehrere namhafte Athleten ihren Start angekündigt.

Das Programm des Multisport-Events hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert. Aufgrund der entwickelten Hygienestandards wurde das Swim&Run Kids von Samstag- auf Freitagabend um 18.00 Uhr verlegt. Danach wird der NightRun über 6 km wie geplant zum zweiten Mal stattfinden. Am Samstag stehen wieder drei Triathlons über die olympische und die mittlere Distanz sowie ein kürzeres Format für Anfänger auf dem Programm.

Die Athletinnen und Athleten können sich auf die beliebte Radstrecke freuen, die auf den 2383m hohen Flüelapass führt, der komplett für den Verkehr gesperrt sein wird. Neu in diesem Jahr ist das Aquabike-Format, bei dem eine 1,9 km lange Schwimmstrecke und eine 54 km lange Radstrecke absolviert werden müssen.

Schutzmaske nicht vergessen

In Zeiten der Corona wartet eine Sonderausgabe von CHALLENGEDAVOS auf alle Athleten. Einige Teile des Programms mussten aufgrund der aktuellen Situation ersetzt oder gestrichen werden, da Zusammenkünfte großer Menschenmengen nicht erwünscht sind. Das Briefing wird daher online abgehalten, die EXPO muss geschlossen bleiben und die Siegerehrung kann nur virtuell stattfinden. Darüber hinaus sind in bestimmten Bereichen des Veranstaltungsortes Masken vorgeschrieben.

Weltelite-Athleten wieder im Wettkampf

Auf der Mitteldistanz starten neben den nationalen und internationalen Eliteathleten um 10.45 Uhr rund 400 Athleten der Altersklasse vom Davosersee über den Flüelapass bis zum Ziel im Stadion Davos. Die Athletinnen und Athleten müssen 1,9 km Schwimmen, 54 km Radfahren und nicht zuletzt einen Halbmarathon absolvieren. Die Organisatoren freuen sich sehr, das wohl stärkste professionelle Starterfeld in dieser Klasse seit der ersten Ausgabe von CHALLENGEDAVOS im Jahr 2017 präsentieren zu können. Angeführt wird das Starterfeld von keinem Geringeren als dem mehrfachen Eisendistanz-Sieger Sebastian Kienle. Neben Kienle ist auch das Profi-Feld der Männer sehr stark. Der Hawaii-Meister 2014 trifft unter anderem auf den Vorjahressieger und Mitfavoriten Pieter Heemeryck aus Belgien und den Sieger des CHALLENGEROTH 2019, Andreas Dreitz aus Deutschland. Weitere internationale Athleten wie Joe Skipper (GBR), Maurice Clavel (GER), Ronnie Schildknecht (SUI), Boris Stein (GER), Andreas Böcherer (GER), Jan van Berkel (SUI), Andreas Salvisberg (SUI) und Manuel Küng (SUI) werden am Start sein. Aus österreichischer Sicht ist mit Thomas Steger vom pewag racing team ein Spezialist für Rennen mit vielen Höhenmetern am Start. Auch im professionellen Frauenfeld wird ein mehr als spannendes Rennen erwartet. Die beiden bekanntesten Namen auf der Startliste sind Laura Philipp (GER) und der Schweizer Hoffnungsträger Immogen Simmonds. Beide hatten ein erfolgreiches Jahr 2019 und gehören zu den Top-Favoriten auf den Sieg. Neben dem Duo sind mit Fenella Langride (GBR), Nina Derron (SUI) und den beiden deutschen Starterinnen Lena Berlinger und Anne Reischmann weitere internationale Athletinnen am Start.

PTO erhöht Preisgeld

Da CHALLENGEDAVOS im Jahr 2020 eines der wenigen Triathlon-Rennen für Profis sein wird, hat die PTO (Professional Triathletes Organisation) angekündigt, zusätzlich 21.000 Euro an Preisgeldern zu verteilen. Ziel der Organisation ist es, Profisportler in Zeiten mit wenig oder keinem Wettkampf finanziell zu unterstützen.

Wettervorhersage

Nach der aktuellen Wettervorhersage werden am Renntag viele Wolken und Regen den Himmel über den Alpen beherrschen. Für den Fall, dass ein sicheres Schwimmen aufgrund schwieriger Wetterbedingungen nicht garantiert werden kann, wird ein Duathlon durchgeführt.

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Kategorien: Triathlon

Leidenschaft „Garten Ironman“

Triaguide - Di, 2020-08-25 14:13

Mentalcoach Wolfgang Seidl über seine neue Leidenschaft

Was haben ein IRONMAN und ein Garten gemeinsam? Das Bewusstsein, dass große Dinge sich Schritt für Schritt entwickeln können. Jeder Sportler weiß, dass man eine Langdistanz nicht von heute auf morgen bestreiten kann und eine gezielte Vorbereitung notwendig ist. Ähnlich ist es bei der Entwicklung eines Gartens. Ich darf euch heute ein paar Eindrücke  über die Entwicklung unseres Naturschaugartens in der Steiermark vermitteln.

Nach meiner aktiven Triathlon Karriere, mit dem letzten großen Rennen bei der Ironman WM 2012 auf Hawaii, wo ich als viert-bester Österreicher die Ziellinie überquerte, brauchte ich neue Herausforderungen. Im Jahr 2014 hatten meine Freundin und ich einen Traum, einen konventionellen Acker in ein Gartenparadies zu verwandeln. Wir hatten null Gartenerfahrungen, und viele hielten uns für verrückt, so etwas auf die Beine zu stellen. Jesse Owens, Amerikanischer Leichtathlet und mehrfacher Olympiasieger sagte einmal:

„Wir alle haben Träume.
Aber damit die Träume Realität werden braucht es  eine ganze Menge
 Entschlossenheit, Hingabe, Selbstdisziplin und Anstrengung.“

Und mit dieser Entschlossenheit und Hingabe packten wir gemeinsam an und verbrachten jede freie Minute damit, unseren Traum, Realität werden zu lassen.

(März 2015 – nackte Erde, viel Platz für Neues) Das Anfangen, der erste Schritt ist wie überall der kritische Punkt. Bestimmt erlebst du das auch immer wieder: Beim Aufstehen am Morgen, beim Aufräumen, beim Kochen oder bei der Arbeit. Wenn der erste kleine Schritt geschafft und der Anfang erst mal gemacht ist, dann ist der Bann gebrochen. (April 2015 – der nächste Schritt ist der Bauerngarten) Wann immer Hürden auftreten, liegt es an uns, ob wir weitermachen oder aufgeben. Egal ob im Wettkampf, im Job oder im privaten Bereich. Auch wir hatten während unseres Projekts viele Hürden, die uns immer wieder an unsere persönlichen Grenzen brachte. Aber schon Goethe sagte: „Auch aus Steinen, die einen in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (August 2015 – die Entwicklung schreitet voran) Jeder Sportler, der einmal von null beginnt, wird merken, wie groß die ersten Schritte sind und wie schnell die Entwicklung am Beginn voran schreitet. Doch hat man einmal ein gewisses Niveau erreicht, verlangsamt sich die Entwicklung und es entsteht der Eindruck, es geht nichts weiter. Auch in unserem ersten Gartenjahr, war die Verwandlung unglaublich, wir lernten so viel Neues und unsere Beziehung zur Natur reifte von Tag zu Tag. (August 2016 – Arbeit wird immer mehr zu Spaß und Leidenschaft) Eine Leidenschaft für etwas zu haben, ist wichtig. Sie bestimmt, ob wir ein durchschnittliches Leben führen oder ein außergewöhnliches. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir unserer Leidenschaft folgen sollen. Aber warum machen das so wenige Leute? So viele scheinen in ihren alltäglichen Leben gefangen zu sein. Das Problem ist, dass wir oft denken, Leidenschaft sei etwas, das uns in die Wiege gelegt wird. Das ist es aber nicht. Eine Leidenschaft ist etwas, das wir entwickeln, Schritt für Schritt. Wir werden weder damit geboren, noch kommt Leidenschaft von selbst. Wir müssen sie vielmehr für uns selbst finden. So war es auch für mich persönlich beim Projekt Garten. Am Beginn war vieles noch sehr mühsam für mich, mittlerweile ist der Garten zu meiner Leidenschaft gereift. (Mai 2020 – Der NATUR-Schaugarten ist sehr vielfältig geworden) Mittlerweile sind jedes Jahr neue Bereiche, mehr Pflanzen und eine unglaubliche Artenvielfalt hinzugekommen. Der Garten wächst, so wie auch Sportler von Jahr zu Jahr reifen. In diesem wundervollen Umfeld bietet meine Freundin Gartenführungen für Gruppen, sowie verschiedene Kurse an, die sich an altem Brauchtum und den Jahreskreisfesten orientieren. Zu den Schaugartentagen kann man den Garten besuchen, seine eigenen Runden drehen und im kleinen Hofladen stöbern (Termine findet man auf unserer Homepage oder auf der Facebook Seite) Betriebsausflüge und Busreisen bis 60 Personen sind in den Sommermonaten herzlich Willkommen. Aber auch kleine Gruppen ab 5 Personen können exklusive Gartenführung mit monatsbezogenen Aktivitäten, wie Räucherbündel binden oder Kräutersalz herstellen, genießen. Wer jetzt glaubt, der Garten hat mich vollkommen eingenommen irrt. Als selbständiger Mentalcoach genieße ich die Abwechslung, einerseits die Coachings mit Sportlern, stressgeplagten Menschen und Unternehmen und andererseits die Arbeit im Garten. Ein abwechslungsreiches Leben, das ich nicht mehr eintauschen möchte. (Juni 2020 – Mein Kraftplatz im Garten)

Emil Zátopek ein Ausnahme- Leichtathlet sagte einmal:

„Wenn du laufen willst, lauf eine Meile.
Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon.“

Dieser Spruch lässt sich auch gut auf unseren Naturschaugarten umlegen:

„Wenn du Gemüse pflanzen willst, kauf dir ein Hochbeet.
Wenn du ein neues Leben kennen lernen willst, dann errichte einen Garten“

Wir freuen uns, Dich bald bei uns am Schwalbenhof begrüßen zu dürfen.

Be strong,

Wolfgang & Kerstin

Die nächsten Schaugarten Tage bei uns am Schwalbenhof, im steirischen Thermen & Vulkanland sind am:   

So.13.09.2020
So.27.09.2020
So.25.10.2020

Mehr Informationen über den Schaugarten von Wolfgang und Kerstin findest du unter https://amschwalbenhof.at/

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Kategorien: Triathlon

IRONMAN Emilia-Romagna abgesagt

Triaguide - Mo, 2020-08-24 14:41

Auch der IRONMAN Emilia-Romagna und das am selben Wochenende geplante 70.3-Rennen fallen dem Corona-Virus zum Opfer. Dies hat IRONMAN heute in seiner mittlerweile schon üblich lautenden Presseaussendung verlautbart.

Erst eine Woche Verschiebung, dann Absage

Besonders bitter ist in diesem Fall die Tatsache, dass man das Event vor wenigen Wochen aufgrund einer Regionalwahl noch verschoben hat. Die angemeldeten Teilnehmer, die ihre Urlaubsplanungen und Hotelbuchungen vorgenommen haben, mussten noch einmal umplanen, um nun doch die Absage des Events zu erhalten.

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Kategorien: Triathlon

Leon Pauger holt ersten Europacupsieg

Triaguide - Sa, 2020-08-22 15:20

Beim zweiten internationalen Triathlon nach dem Corona-Lockdown gingen heute erstmals auch österreichische Athleten an den Start und zeigten gleich groß auf. Beim ETU Europacup im Olztyn (POL) feierte der Vorarlberger Leon Pauger seinen ersten Sieg bei einem Kontinentalcup. Bei den Damen erreichte die Tirolerin Magdalena Früh mit Platz acht einen Top10-Platz.

Pauger siegt bei Herren
Beim Rennen über die Sprintdistanz stieg Leon Pauger gleich hinter Landsmann Lukas Kollegger aus dem Wasser. Mit dem schnellsten Wechsel fuhr er auf der 20km langen Radstrecke einen kleinen Polster von knapp 30 Sekunden auf seine Verfolger heraus. Der 21-jährige Vorarlberger war dann auch anschließend auf der Laufstrecke nicht einzuholen. Er überquerte elf Sekunden vor dem Deutschen Tim Siepmann als Erster die Ziellinie.

„Die Freude über meinen ersten Europacup-Sieg in meiner Karriere ist riesig. Ich habe gewusst, dass ich in guter Form bin und das Ziel war ein Top-5-Platz oder ein Podium, wenn es super läuft. Dass es nun der Sieg ist, ist umso schöner. Das Schwimmen lief richtig super, ich konnte als Erster auf das Rad steigen. Dann habe ich sofort Gas gegeben, damit sich eine Gruppe löst. Nach drei Kilometern war ich schon alleine, ich habe mich richtig gut gefühlt. Die erste Runde im Lauf war richtig hart, in der zweiten Runde habe ich gewusst, dass es reicht. Insgesamt habe ich im Lauf nur etwa fünf Sekunden verloren. Die letzten hundert Meter konnte ich sogar noch genießen“, so der Vorarlberger in einem ersten Statement.

Ergebnis ETU Europacup Olztyn (POL), Herren
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen)

1. Leon Pauger (Triathlonclub Dornbirn, V), 54:41min
2. Tim Siepmann (GER), 54:52min
3. Jonas Osterholt (GER), 54:59min
15. Martin Demuth (1. SVG Hohe Wand, NÖ), 55:41min
19. Christoph Pölzgutter (Tria Team NÖ West, NÖ), 55:54min
23. Lukas Kollegger (Schwimmaktivclub Klagenfurt, K), 56:11min
34. Alexander Bründl (Tri Swimmers Wels, OÖ), 58:20min

Gesamtergebnis Herren

Top10 für Früh
Bei den Damen konnte sich Magdalena Früh nach dem Schwimmen in der 14-köpfigen Spitzengruppe am Rad positionieren. Nach den abschließenden fünf Laufkilometern überquerte die 19-jährige Tirolerin in 1:01:31h die Ziellinie. Sie holte damit ihre zweite Europacup-Top10-Platzierung. Die zweite Österreicherin, Tanja Stroschneider, belegte Rang 17. Der Sieg ging an die Italienerin Beatrice Mallozzi.

Ergebnis ETU Europacup Olztyn (POL), Damen
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen)

1. Beatrice Mallozzi (ITA), 59:58min
2. Lisa Tertsch (GER), 1:00:01h
3. Alberte Kjaer Pedersen (DEN), 1:00:38h
8. Magdalena Früh (1. TTC Innsbruck, T), 1:01:31h
17. Tanja Stroschneider (team.bikepirat.at, NÖ), 1:03:55h

Gesamtergebnisse Damen

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Kategorien: Triathlon

Kaindl und Hauser neue Aquathlon-Staatsmeister

Triaguide - Sa, 2020-08-22 15:16

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Österreichischen Triathlonverbandes wurden die Staatsmeistertitel im Aquathlon vergeben. Am Ressnigteich in Ferlach ging der Titel bei den Damen an Olympiakandidatin Julia Hauser, die ihren ersten Staatsmeistertitel feiern darf. Bei den Herren holte sich der 21-jährige Tjebbe Kaindl, nach dem Sprint-Staatsmeistertitel im Vorjahr, seinen bereits zweiten nationalen Titel.

Das Rennen fand unter optimalen Bedingungen statt. Es wurde auf Grund der behördlichen Auflagen und des ÖTRV-Präventionskonzeptes im Einzelstartmodus ausgetragen.

Ergebnis ÖSTM Aquathlon, Ferlach (K), Damen
(1.000m Schwimmen, 5.000m Laufen)

1. Julia Hauser (Triathlonclub Kagran, W), 30:36 min
2. Lisa Perterer (HSV Triathlon Kärnten, K), 31:24 min
3. Yasmin Rieger (TRI X Kufstein, T), 34:11 min

Ergebnis ÖSTM Aquathlon, Ferlach (K), Herren
(1.000m Schwimmen, 5.000m Laufen)

1. Tjebbe Kaindl (Wave Tri Team TS Wörgl, T), 28:10 min
2. Peter Luftensteiner (PSV Tri Linz, OÖ), 29:42 min
3. Oliver Janny (TrumerTriTeam, S), 30:17 min

Gesamtergebnisse

Stimmen zum Rennen

„Es war ein gutes Rennen. Es war zwar voll aus der Trainingswoche heraus, da der Fokus auf Hamburg liegt (Anm.: WM-Serienrennen am 5./6. September 2020), aber ich bin sehr zufrieden. Vor allem wenn man gewinnt, ist man immer zufrieden, so die 26-jährige Wienerin über ihren ersten Staatsmeistertitel.

„Voll cool! Super lässig! Super Schwimmen, super Laufen, einfach ein super Tag!“, so Kaindl über Staatsmeistertitel Nummer zwei.

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Kategorien: Triathlon

Nina Kraft verstorben

Triaguide - Mi, 2020-08-19 09:24

Die frühere deutsche Profi-Triathletin Nina Kraft ist tot. Die mehrfache IRONMAN-Siegerin, die ihre turbulente Karriere im Jahr 2014 beendet hatte, lebte in den letzten Jahren zurück gezogen in Florida.

Kraft erlangte traurige Berühmtheit, als sie im Jahr 2004 als Siegerin des IRONMAN Hawaii des EPO-Dopings überführt und daraufhin gesperrt wurde. Nach Ablauf der Sperre kehrte Kraft 2006 wieder auf die Wettkampfbühne zurück und gewann noch einige IRONMAN-Bewerbe, bevor sie sich im Jahr 2014 endgültig aus dem Profisport zurückzog.

Das Portal tri-mag berichtet, dass die 51-jährige an Depressionen gelitten haben soll und beruft sich dabei auf Berichte aus dem Umfeld.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen.

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Kategorien: Triathlon

Sekundenkrimi beim 3. starlim City TRIATHLON Wels

Triaguide - So, 2020-08-16 21:01

Rund 200 Triathletinnen und Triathleten stürzten sich heute Früh von der spektakulären Startrampe, dem „SilberHolz-Steg“, in die Traun und machten den 3. starlim City TRIATHLON Wels powered by HUMER Anhänger zu einem vollen Erfolg. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen wurde der Bewerb als Einzelzeittriathlon mit 20sek Startintervall abgehalten.
Es galt 750m stromabwärts in der Traun zu schwimmen, 20km durch die Welser Innenstadt zu radeln und zum Abschluss noch 5km entlang des Traunufers zu laufen. Durch den Startmodus war das Rennen heuer besonders spannend, da der direkte Vergleich „Mann gegen Mann“ fehlte. Den diesjährigen Sieg sicherte sich Kilian Bauer (GER) vor Peter Luftensteiner und Lokalmatador Alexander Bründl (ex aequo). Bei den Damen siegte Sigrid Herndler vor Susanne Aumair u. Petra Autengruber.

Wegen dem Startmodus als Einzelzeittriathlon gestaltete sich der Rennverlauf heuer besonders knapp. Lange Zeit lieferten sich die Spitzenathleten ein „virtuelles“ Kopf-an-Kopf-Rennen. Trotz Sturz gelang es Peter Luftensteiner mit nur knapp 25sek Rückstand auf Kilian Bauer, und 20sek Vorsprung auf Alexander Bründl in die Laufschuhe zu wechseln. Mit der tagesschnellsten Laufzeit holte Lokalmatador Alexander Bründl immer mehr auf. Am Ende konnte Kilian Bauer aber trotzdem seinen Vorsprung vom Radfahren ins Ziel retten. Luftensteiner und Bründl überquerten zeitgleich die Ziellinie. Gerald Will, Welser Triathlon Urgestein, war nach dem Schwimmen und Radfahren immer noch in der Spitzengruppe zu finden. Beim Laufen musste er aber die Youngsters ziehen lassen und er beendete sein Rennen am 9. Gesamtrang und gewann seine Altersklasse überlegen.

Bei den Damen war das Rennen ganz in oberösterreichischer Hand. Sigrid Herndler und Susanne Aumair absolvierten nahezu zeitgleich die Schwimmstrecke und auch am Rad war noch keine Favoritin zu erkennen. Beim abschließenden 5km Lauf entlang des Traunufers hatte jedoch Sigrid Herndler die schnelleren Beine und sicherte sich den Gesamtsieg bei den Damen, gefolgt von Susanne Aumair und Petra Autengruber.

Ergebnisse: https://time2win.at/event/165/results

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Kategorien: Triathlon

Spannendes Duell beim 32. VOLKSBANK Ausee Triathlon

Triaguide - So, 2020-08-16 11:40

Ein mehr als einzigartiger Triathlon ging diesen Samstag, 15. August 2020 am Ausee, Blindenmarkt, über die Bühne. Es war der 32. VOLKSBANK Ausee Triathlon presented by Ford Eigenthaler, der in vielerlei Hinsicht positiv anders war und zum vollen Erfolg wurde.

Erstmalig in der 32jährigen Geschichte war in Ausee aufgrund der COVID-19 Präventionsmaßnahmen kein Massenstart möglich. Die Athleten gingen in drei Wellen (9:30 Uhr, 11:00 Uhr, 12:30 Uhr) einzeln ins Rennen. „Wir wollten die Sicherheit der Teilnehmer möglichst hochhalten,“ so Veranstalter Christoph Schwarz. „Durch diese Präventionsmaßnahmen konnten am Gelände und auf den Strecken die Abstände gewährleistet werden und trotzdem litt die Qualität des Rennens nicht darunter.“ Verändert wurden auch Teile der Strecke. Die Schwimmstrecke über 750m im Ausee III wurde dieses Jahr gegen den Uhrzeigersinn geschwommen. So konnte ein Kreuzungspunkt vermieden werden. Die bewährte Radstrecke wurde nicht verändert. Der Mix aus knackigen Anstiegen und rasanten Abfahrten sorgt für spannende Duelle und bietet den Athleten einen spannenden Rad-Part. Neu war 2020 die Laufstrecke, statt den traditionellen Runden rund um den Ausee I gab es eine neue Laufstrecke, die aus einer Runde bestand. „Die Laufstrecke ist flach, teilweise schattig und ladet auf jeden Fall zu flotten Zeiten ein,“ resümiert ein glücklicher Finisher im Ziel

In der dritten Welle gingen neben zahlreichen Agegroup Athleten auch einige Kader-Athleten an den Start. Vorjahressieger Michael Weiß musste kurzfristig wegen einer Verletzung absagen und hatte somit keine Chance seinen Titel zu verteidigen. Bei den Herren setzte sich Oliver Janny mit einer Zeit von 59:43 durch. Er siegt mit nur 3 Sek. Vorsprung vor dem Slovenen Klemen Bojanc (59:46). Dritter wurde der Lokalmatador Christoph Pölzgutter. Mit einer Zeit von 1:00:14 sicherte er sich außerdem den Vereinsmeistertitel des Tria Team NÖ West. Im Damenfeld siegte Carolina Sandhofer mit einer Zeit von 1:10:21 vor Nicole Bauer (1:13:55) und Viktoria Kneissl (1:15:59).

Eine weitere Premiere waren die akademischen Meisterschaften für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Zahlreiche Studenten und Absolventen gingen an den Start und duellierten sich über die 750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen. Mag. Georg Denev vom Universitätssportinstitut Wien ist mit der Premiere mehr als zufrieden: „Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass der Fachverband ÖTRV diese akademischen Meisterschaften im Triathlon ermöglichte. Eine tolle Sache, welche in sehr guter Kooperation mit dem ÖTRV und dem Team des Veranstalters reibungslos über die Bühne ging.“ Auch ÖTRV Sportdirektor-Stv. Mag. Oliver Laaber blickt positiv auf die vergangene Veranstaltung. „Diese Premiere der akademischen Meisterschaften im Triathlon hat abermals bestätigt, dass die Umsetzung neuer Projekte möglich ist, auch in einem besonderen Jahr 2020.“, so Laaber. „Mein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen des Universitätssportinstituts Wien, dem Veranstalter der Bestzeit GmbH, alle freiwilligen Helfern und natürlich den Teilnehmern, ohne die, eine solch großartige Meisterschaft nicht möglich gewesen wäre.“

Auch seitens des Veranstalters wird ein großes Dankeschön wie jedes Jahr, allen Partnern, Sponsoren und besonders den freiwilligen Helfern und Anrainern ausgesprochen. „Erst wenn alle gemeinsam anpacken, wird so ein Rennen möglich“, meint Schwarz zufrieden. „Wir sind sehr dankbar so treue Helfer zu haben, die auch unter diesen besonderen Umständen, dabei sind, mithelfen und ein Teil des großen Ganzen sind“.

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Kategorien: Triathlon

Perterer und Hollaus neue Staatsmeister über Olympische Distanz

Triaguide - Sa, 2020-08-15 20:11

Nach den Österreichischen (Staats-)Meisterschaften vor wenigen Wochen auf der Sprintdistanz standen heute bei idealen Bedingungen jene auf der Olympischen Distanz auf dem Programm. In Thiersee holte sich Lisa Perterer bei den Damen ihren zweiten Staatsmeistertitel nach 2019 im Aquathlon. Bei den Herren verteidigte Lukas Hollaus seinen Titel auf dieser Distanz vom Vorjahr. Die Bewerbe wurden im Einzelstartmodus unter Einhaltung der behördlichen COVID-19-Auflagen und des ÖTRV-Präventionskonzepts ausgetragen.

Neuauflage des Duells Feuersinger/Perterer ging an Perterer
Nach der Sprint-Staatsmeisterschaft Ende Juli kam es heute erneut zum Duell zwischen der Tirolerin Therese Feuersinger und der Kärntnerin Lisa Perterer. Nach dem Schwimmen deutete alles daraufhin, dass auch dieses Mal die Tirolerin die Nase vorne haben sollte. Mit einem Riesenvorsprung von knapp 2:30 min (!) ging die Lokalmatadorin nach 1.500 m Schwimmen auf die Radstrecke. Perterer wechselte schnell und startete die Aufholjagd. Die Olympiastarterin konnte am Rad Zeit gutmachen und nach dem zweiten Wechsel setzte sie sich mit der schnellsten Laufzeit bei den Damen an die Spitze. Mit 45 Sekunden Vorsprung krönte sich Lisa Perterer zur Staatsmeisterin und entschied das Duell gegen Feuersinger diesmal letztendlich klar.

Ergebnis Österreichische Staatsmeisterschaft, Thiersee, Damen
Olympische Distanz (1.500m Schwimmen, 40km Radfahren, 10km Laufen)

1. Lisa Perterer (HSV Triathlon Kärnten, K), 2:06:23h
2. Therese Feuersinger (Wave Tri-Team TS Wörgl, T), 2:07:08h
3. Romana Slavinec (Kolland Topsport Asics Gaal, STMK), 2:21:49h

Eine weitere Erfolgsmeldung aus den Triathlonreihen gibt es von den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften: Olympiakandidatin Julia Hauser (Triathlonclub Kagran, W) holte sich über 5.000m den Staatsmeistertitel.

Hollaus verteidigt Titel
Ein starkes nationales Feld stand bei den Herren am Start. Von Kurz- bis Mittel- und Langdistanzathleten war alles vertreten. Hatten beim Schwimmen die Kurzdistanzspezialisten Martin Demuth und Leon Pauger die Nase vorne, waren es auf der Radstrecke die Langdistanzathleten Paul Ruttmann und Thomas Steger mit ihren Zeitfahrrädern. Der spätere Sieger sollte aber wie auch bei den Damen erst auf der Laufstrecke gekürt werden. Nach zwei verpatzten Wechsel startete der Salzburger Lukas Hollaus seine Aufholjagd auf der Laufstrecke. Mit einer überlegenen Laufbestzeit konnte der Olympiakandidat seinen Titel vom Vorjahr souverän verteidigen. Es ist dies bereits der dritte auf dieser Distanz.

Ergebnis Österreichische Staatsmeisterschaft, Thiersee, Herren
Olympische Distanz (1.500m Schwimmen, 40km Radfahren, 10km Laufen)

1. Lukas Hollaus (TV Zell/See, S), 1:53:19h
2. Leon Pauger (Triathlonclub Dornbirn, V), 1:54:22h
3. Tjebbe Kaindl (Wave Tri-Team TS Wörgl, T), 1:57:06h

Gesamtergebnis

Stimmen

Lisa Perterer
„Verletzungsbedingt bin jetzt zweieinhalb Wochen keinen Schritt gelaufen und wusste daher nicht, wie es heute wird. Die Pause hat sich aber ausgezahlt! Ich bin hier mit dem Ziel hergekommen den Titel zu holen und freue mich sehr, das es geklappt hat. Nach dem Aquahtlontitel im Vorjahr der nächste in meiner Sammlung.“

Lukas Hollaus
„Es war ein richtig hart verdienter Titel und ein extrem cooler Fight mit Leon (Anm: Pauger). Ich habe die Rückstände immer gewusst und immer alles im Blick gehabt. Es war alles ziemlich kontrolliert, nie am Limit. Nach 5 km Laufen war ich nur mehr ganz knapp hinter ihm. Da habe ich gewusst, dass ich einfach nur konstant weiter laufen muss.“

Julius Skamen (ÖTRV-Vizepräsident und Präsident Tiroler Triathlonverband)
Die Athleten waren alle begeistert. Es war das größte Starterfeld seit langem auf dieser Distanz. Was mich ganz besonders freut, ist das Feedback der Top-Athleten, dass sie abseits der internationalen Wettkämpfe auf heimischen Boden wieder richtig Spaß hatten.

Nicht nur der Veranstalterverein sondern auch der Verband und u.a. Profiveranstalter Andreas Klingler haben sich bemüht, um hier tolle Staatsmeisterschaften auf die Beine zu stellen. Wir sind stolz, weil wir diese wieder einmal auf Tiroler Boden austragen durften. Es ist die einzige Triathlon-Großveranstaltung in diesem Jahr in Tirol. Ein großer Erfolg war auch das große Kinderstarterfeld im Rahmen des Kinder Triathlonzuges am Vormittag mit heimischen Teilnehmern und Athleten aus dem benachbarten Bayern.

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