Die wohl spektakulärste Zielankunft der WM-Geschichte – Bildquelle: Veranstalter
Der TIROLER NUSSÖL WORLD TRIATHLON KITZBÜHEL 2013 feiert am 6. Juli eine spektakuläre WM- Premiere: erstmals führt die Strecke eines Triathlons sowohl für die Profis, als auch für die Agegrouper vom Schwarzsee auf das Kitzbüheler Horn, über den steilsten Radanstieg Österreichs. Bei der heutigen Pressekonferenz im Alpenhaus Kitzbühel wurde das neue atemberaubende Format offiziell vorgestellt.
Noch nie zuvor wurde ein WM- Bewerb auf einem der steilsten Anstiege Europas und mit einer Laufstrecke bergauf entschieden. Die spektakulärste Streckenführung aller Zeiten macht Kitzbühel 2013 zu einem wahrlich außergewöhnlichen WM- Stopp im Reigen der World Triathlon Series, mit Weltstädten, wie Auckland, London, Hamburg oder San Diego, erklärt auch Eventdirektor Herwig Grabner: „Bevor wir das Format komplett auf den Kopf stellen konnten, wollten wir die Athleten dazu befragen und haben durchwegs nur positive Resonanz erhalten. Viele große Namen des Triathlonsports richten ihre Saisonplanung, neben der EM, auch auf unser Rennen in Kitzbühel aus. Ausschlaggebend für das neue Format war auch ein Gespräch mit Olympiasieger Jan Frodeno, der gemeint hat: `Das ist eine geile Sache, traut`s euch drüber`.“
Internationale und nationale Stars sind begeistertDie Resonanz der Athleten ist enorm, bestätigen auch Österreichs Toptriathleten Andi Giglmayr, Luis Knabl und Lisa Perterer. „Von internationalen Kollegen bin ich schon öfters gefragt worden, warum wir nicht auf die Berge laufen, wenn wir schon einen Weltcupstopp im Herz der Alpen haben. Alle sind heiß auf den Schlagabtausch am Horn“, meint Österreichs Triathlon Nummer 1 Andi Giglmayr. Der Tiroler Luis Knabl versucht seinen Heimvorteil zu nützen: „Als ich erfahren habe, dass es heuer auf das Kitzbüheler Horn geht, habe ich es zuerst gar nicht glauben können, dass die ITU eine solch spezielle Strecke mit ins Programm aufnimmt. Aber egal, mit wem ich auch spreche, alle sind begeistert. Als Tiroler bin ich in den Bergen daheim, und ich werde mein Bestes geben und den Heimvorteil zu nützen versuchen.“
„Körperlich wird es auf dieser Radstrecke um das Verhältnis Kraft zu Gewicht gehen. Mit meinen 62kg rechne ich damit, dass ich ca. 370 Watt treten werde müssen. Die internationalen Athleten sind vielleicht auch deshalb so begeistert vom neuen Format, weil sie noch nicht wissen, was auf sie zukommt“, lacht Giglmayr: „Das Rennen wird beinhart, aber genial.“
Nicht weniger als 1003 Höhenmeter gilt es für die 130 weltbesten Triathleten am 6. Juli zurückzulegen. Nach dem spektakulären Startsprung und den 750 Metern Schwimmen im Schwarzsee, geht’s für die 130 weltbesten Athleten zunächst durch die Kitzbüheler Innenstadt und anschließend über 11,5km hinauf auf das Kitzbüheler Horn. „Nachdem die Athleten den absolut steilsten Streckenteil mit 22,3 Prozent Steigung absolviert haben, erfolgt bei der Brunnellenbahn der Wechsel auf die Laufstrecke“, erklärt Event Direktor Herwig Grabner. Nach einer Schleife über das Almenplateau folgt der letzte Anstieg der insgesamt 2,55km langen Laufstrecke zum Alpenhaus.
Idente Rennstrecke, selber Renntag für HobbyathletenNicht weniger als 1003 Höhenmeter warten am 6. Juli aber nicht nur auf die Profis, sondern auch auf die Hobbysportler, denn das ist heuer neu und ganz speziell: Amateure haben erstmals die Möglichkeit, sich auf der exakt selben Strecke und nur wenige Stunden vor dem Start der Profis mit ihren Vorbildern zu messen: „Wir setzen alles daran, dass bei den Age Group Athleten dieselben Bedingungen herrschen, wie bei den Profis, damit sich die Hobbysportler wirklich messen können. Damit möchten wir auch einen weiteren maßgeblichen Akzent setzen, Triathlon als Breitensport zu etablieren“, erläutert ÖTRV Präsident Walter Zettinig.
18 TV Stationen übertragen liveEine riesige Sache wird der Tiroler Nussöl World Triathlon Kitzbühel auch, was die TV- Übertragung angeht: 12 Kameras sind im Einsatz, neben ARD und BBC übertragen 18 weitere TV Stationen live. Auch die neue erwartete Siegerzeit ist TV- freundlich: Innerhalb von knapp einer Stunde soll der Sieger das Alpenhaus erreichen.
Aber auch für die Zuschauer wird jede Menge geboten sein: „Von einer Naturkulisse beim Alpenhaus aus kann das Publikum das Geschehen auf der gesamten Laufstrecke mitverfolgen, zudem gibt eine Liveübertragung auf eine überdimensionale Videowall, damit man keine Sekunde des Rennens verpasst. Wir wollen eine große Triathlonparty feiern, mit Livemusik und gastronomischer Versorgung durch das Alpenhaus“, erklärt Grabner. Für die Auffahrt mit der Kitzbüheler Hornbahn hat die Bergbahn AG Kitzbühel ein stark vergünstigtes Sonderticket zum Preis von Euro 5,– eingerichtet.
Das sagen die Athleten:Lisa Perterer, Kärnten (mit Platz 2. in Mexiko erfolgreichste ÖTRV Athletin aller Zeiten): „Ich habe mich extrem gefreut, als ich vom neuen Format erfahren habe. Ich mag die Berge, aber wie ich jetzt auch in Mexiko gesehen habe, werde ich einen guten Tag brauchen, um hier am Rad voll mithalten zu können. Aber ich bin mir sicher, dass mich unser neuer Trainer, Roland Knoll, der auch schon Jan Frodeno trainiert hat, gut darauf vorbereiten wird.“
Luis Knabl, Tirol: „Als ich erfahren habe, dass es heuer auf das Kitzbüheler Horn geht, habe ich es zuerst gar nicht glauben können, dass die ITU so eine spezielle Strecke mit ins Programm aufnimmt. Aber mit wem ich auch spreche, alle sind begeistert. Als Tiroler bin ich in den Bergen daheim, und ich werde mein Bestes geben und den Heimvorteil versuchen zu nützen.“
Andi Giglmayr, Salzburg, Nr. 1 im ÖTRV- Team: „Von meinen internationalen Kollegen bin ich schon öfters gefragt worden, warum wir nicht auf die Berge laufen, wenn wir schon einen Weltcupstopp in den Bergen, wie hier in Kitzbühel haben. Alle sind heiß darauf, auf das Horn zu fahren und zu laufen. Körperlich wird es auf dieser Radstrecke um das Verhältnis Kraft zu Gewicht gehen. Mit meinen 62kg rechne ich damit, dass ich ca. 370 Watt treten werde müssen. Das Rennen am 6. Juli ist im Vergleich zum vergangenen Jahr zwar kürzer, das Feld wird aber sicher stark auseinanderreißen. Die internationalen Athleten sind vielleicht deshalb so begeistert vom neuen Format, weil sie noch nicht wissen, was auf sie zukommt. Das wird ein beinhartes, aber geniales Rennen.“
Das sagen die Organisatoren:ÖTRV Präsident Walter Zettinig: „Wir setzen alles daran, dass bei den Age Group Athleten dieselben Bedingungen herrschen, wie bei den Profis, damit sich die Hobbysportler wirklich messen können. Damit möchten wir auch einen weiteren maßgeblichen Akzent setzen, Triathlon als Breitensport zu etablieren.“
Herwig Grabner, Eventdirektor ITU Tiroler Nussöl World Triathlon: „Bevor wir das Format komplett auf den Kopf stellen konnten, wollten wir die Athleten dazu befragen und haben durchwegs nur positive Resonanz bekommen. Viele große Namen des Triathlonsports richten ihre Saisonplanung auch auf dieses Rennen in Kitzbühel aus. Ausschlaggebend war auch ein Gespräch mit Olympiasieger Jan Frodeno, der gemeint hat: `Das ist eine geile Sache, traut`s euch drüber.“
Strecke:Distanz: 750 m Schwimmen / 11,55 km Radfahren / 2,55 km Laufen
Höhenmeter: 1.003 Meter
Österreichs bester Bergläufer, Markus Kröll, warnt davor, das Rennen auf den Radpart alleine zu beschränken: „Jeder denkt, dass dieses Rennen am Rad entschieden wird, aber auch die Laufstrecke hat es extrem in sich. Alles wird davon abhängen, wie man vom Rad absteigt, denn die letzten 2,5km zum Alpenhaus sind hart. Unmittelbar nach dem Wechsel geht es passagenweise sogar noch bergab, dann wieder Fahrt für die letzten Kehren auf Asphalt aufzunehmen, wird eine megaharte Partie.“
Zur Veranstalterwebseite: http://kitzbuehel.triathlon.org/
10.00 – 18.00 EXPO / Infopoint
10.00 Pressekonferenz PROs NV-Arena
11.30 Race Briefing PROs
10.00 – 18.00 Registrierung IRONMAN 70.3
10.00 – 16.00 Registrierung Iron Girl Run + Men Run
14.00 – 15.00 Sailfish Neopren Testschwimmen
16.30 Start Iron Girl Run + Men Run Änderungen vorbehalten
18.00 Pasta Party IRONMAN 70.3 + Siegerehrung Iron Girl Run + Men Run
8.00 – 9.30 Registrierung Ironkids
9.00 – 18.00 EXPO / Infopoint
9.00 – 13.00 Registrierung IRONMAN 70.3
9.15 – 9.45 Bike Check-In Ironkids
9.00 – 10.00 Sailfish Neopren Testschwimmen
10.00 Start Ironkids
12.00 Race Briefing English
13.00 Siegerehrung Ironkids
13.30 Race Briefing Deutsch
15.00 – 18.00 Bike Check-In IRONMAN 70.3 (Check-In nach Registrierungsnummern!!)
5.30 – 6.30 Wechselzone geöffnet
7.00 Start IRONMAN 70.3
9.00 – 18.00 EXPO / Infopoint
10.45 Erster Finisher
ab 11.00 Kleidersackrückgabe Street Ware | Finisher-Shirt Ausgabe
11.00 – 16.00 Relaxingzone
14.00 – 17.00 Bike Check-Out nachdem der letzte Athlet auf der Laufstrecke ist
16.30 – 18.00 Dinner
17.00 Slotvergabe
18.00 Siegerehrung öffentlich
Franz Helfenschneider lässt die frühen Triathlonjahre nochmals aufleben – Bildquelle: Homepage
Obwohl Triathlon nach wie vor als junge Sportart gilt, hat der Dreikampf in Österreich mittlerweile doch schon eine langjährige Tradition. Mittlerweile ist es bereits 30 Jahre her, seit der erste Triathlon auf österreichischem Boden am Klopeinersee stattfand. Der Österreichische Triathlonverband wurde im Jahr 1987 gegründet und feierte in Kitzbühel im letzten November sein 25-jähriges Jubiläum.
Vieles hat sich seitdem verändert und nur ganz wenige von uns waren von Anfang bis heute mit dabei. Das hat der 1950 in Neumarkt in der Steiermark geborene Franz Helfenschneider zum Anlass genommen, die frühen Jahre, speziell die Jahre 1985-1991 in einem tollen Archiv wieder hoch leben zu lassen. Der ehemalige Landessportwart des Oberösterreichischen Triathlonverbandes hat nicht nur tolle Fotos und Zeitungsartikel, sondern auch einige bewegte Bilder von den frühen Tagen unseres tollen Sports auf die Seite gestellt.
Zur Triathlon-Chronik
Die Planungsarbeiten für den 15. IRONMAN Austria am 30. Juni 2013 laufen auf Hochtouren. Mit 3000 angemeldeten Athleten zählt das Rennen in Klagenfurt am Wörthersee zu den beliebtesten und gleichzeitig größten IRONMAN-Veranstaltungen weltweit. Bereits jetzt hat das IRONMAN Austria-Team die Weichen für die Zukunft gestellt: Der 16. IRONMAN Austria wird am 29. Juni 2014 stattfinden.
“Der Rennkalender der IRONMAN-Serie ist in Europa inzwischen extrem dicht. Durch die herausragende Stellung des IRONMAN Austria ist es uns allerdings gelungen, den bei den Athleten sehr beliebten Termin in der letzten Juniwoche zu halten”, sagt Stefan Petschnig vom IRONMAN Austria-Team. Damit belebt das Rennen auch weiter die Zeit vor der Hauptsaison in Kärnten mit 50.000 zusätzlichen Nächtigungen und einem gesamtwirtschaftlichen Nutzen von sieben Millionen Euro.
“Eines der strategischen Geschäftsfelder, die gemeinsam von der Kärnten Werbung mit den Regionen bewirtschaftet werden, ist das Thema Natur Aktiv. Mit dem IRONMAN Austria hat Kärnten eine internationale Top-Veranstaltung, die der touristischen Ausrichtung und Angebotsgestaltung von aktiver Bewegung in der Natur ideal entspricht. Dass der IRONMAN Austria in der Schultersaison stattfindet, begrüße ich sehr. Somit ist gewährleistet, verstärkt zusätzliche Nächtigungen für die auslastungsschwächere Zeit zu generieren“, sagt Christian Kresse, Geschäftsführer der Kärnten Werbung.
Rekord für den “kleinen Bruder”Zum Ruf Kärntens als rot-weiß-rote Triathlon-Hochburg trägt inzwischen auch der 5150 Triathlon Klagenfurt (gesprochen: fifty-one-fifty) – dieses Jahr am 9. Juni 2013 – gewaltig bei. Bereits jetzt sind über 540 Athleten aus ganz Europa angemeldet, das ist ein neuer Rekord für die noch junge Veranstaltung. Warum 5150? Die Streckenlänge aus 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen ergibt genau 51,50 Kilometer und damit die klassische Triathlon-Distanz bei Olympischen Spielen. Unterschied zu anderen Triathlon-Rennen über die gleiche Distanz: Analog zur IRONMAN-Serie ist auch beim 5150 Triathlon das Windschattenfahren streng verboten.
Der DATEV Challenge Roth am 14. Juli ist erneut Austragungsort der Offiziellen Deutschen Triathlon-Meisterschaft der DTU (Deutsche Triathlon Union) in der legendären Langdistanz. Bis mindestens 2017 findet der Wettbewerb der besten deutschen Triathleten wieder im Rahmen des „Best old Race“ in der Triathlon-Hochburg Roth statt, wie schon einmal in den Jahren 2004 bis 2010. Im Jahr 2012 hatte der Challenge Roth bei seiner 11. Auflage sogar die Offizielle Triathlon-Europameisterschaft der ETU (Europäische Triathlon Union) ausgetragen und mit hoher Wettkampf- und Servicequalität sowie der typischen Rother Gastfreundschaft bei den Funktionären sowohl auf europäischer als auch auf deutscher Verbandsebene punkten können. Der Präsident der DTU, Dr. Martin Engelhardt, zur erneuten Vergabe der Deutschen Meisterschaft nach Roth: „Die Deutsche Triathlon Union freut sich, dass im Rahmen des DATEV Challenge Roth in den kommenden Jahren die Deutschen Meisterschaften über die Triathlon-Langdistanz stattfinden werden. Im fränkischen Roth ist in den letzten 25 Jahren ein Triathlon-Event entstanden, das zu den absoluten Highlights in Deutschland gehört und wie es weltweit nur wenige gibt. Als Dachverband arbeiten wir gerne und vertrauensvoll mit der Familie Walchshöfer und ihrem Team des DATEV Challenge Roth zusammen. Gemeinsam können wir sicherlich weitere positive Impulse für unsere faszinierende Sportart Triathlon setzen. Insgesamt ist es unser Streben, die nationalen Titelkämpfe bei qualitativ hochwertigen Veranstaltern auszurichten, so dass die Entscheidung für Roth nahezu zwangsläufig gefallen ist.“
Um die Deutsche Meisterschaft 2013 zu einem glanzvollen Ereignis für die Athleten zu machen und ein Zeichen in der Triathlon-Community zu setzen, wird in Roth schon seit Monaten kräftig die Werbetrommel gerührt. Das wichtigste Ziel ist bereits erreicht: Der DATEV Challenge Roth wird die teilnehmerstärkste DM ausrichten, die es je gegeben hat. Nach derzeitigem Stand sind es exakt 2.298 Einzelstarter, die für Deutschland an den Start gehen. Challenge-Geschäftsführer Felix Walchshöfer: „Mir liegt sehr viel daran, dass die Offizielle Deutsche Triathlon-Meisterschaft in der Langdistanz große Beachtung findet – in Deutschland und weit darüber hinaus. Hier in Roth können wir das garantieren. Ebenso wie beim Challenge Kraichgau, wo bereits am 9. Juni quasi die „Generalprobe“ mit der DM in der Mitteldistanz stattfindet. Wir wollen der DM mit unseren Möglichkeiten zu der Bedeutung und Aufmerksamkeit verhelfen, die sie unzweifelhaft verdient. Mit Blick auf unsere fast dreißigjährige Rother Triathlon-Historie finde ich es im Übrigen absolut richtig und gut, dass die Deutsche Meisterin und der Deutsche Meister im Langdistanz-Triathlon wieder in Roth gekürt werden“.
Große deutsche Namen am StartUm die Triathlon-Krone der DTU kämpft beim Klassiker DATEV Challenge Roth eine ganze Riege von deutschen Athleten innerhalb eines internationalen Weltklasse-Feldes. Siegchancen darf sich, eine perfekte Performance vorausgesetzt, sicherlich der international renommierte Triathlet Timo Bracht vom POWER HORSE Triathlon Team ausrechnen, der im Vorjahr zusätzlich zu seinem zweiten Challenge-Platz auch den Europameistertitel mit nach Hause nehmen konnte. Diesmal setzt er alles daran, seinen Namen in den Rother Geschichtsbüchern erstmals als Challenge-Sieger zu verewigen und sich gleichzeitig als Deutscher Meister ein Denkmal zu setzen. Auch Olympionike Maik Petzold und Nils Frommhold könnten für den Meistertitel infrage kommen. Im extrem stark besetzten Frauenfeld dürfen sich vor allen die Regensburgerin Sonja Tajsich und die Ditzinger Apothekerin Julia Gajer Chancen auf die Deutsche Meisterschaft ausrechnen. Beide Frauen durften in den letzten Jahren mehrfach auf dem Rother Siegertreppchen Platz nehmen (2012: Sonja Tajsich Zweite, Julia Gajer Dritte) und gehören international zur allerersten Riege im Triathlonsport der Frauen. Aber noch eine weitere weibliche Ausnahme-Athletin könnte ins Geschehen mit eingreifen: Die zweimalige (2003 und 2004) Challenge Roth-Siegerin Nicole Leder. Sie nimmt am 14. Juli in Roth Abschied von der Triathlon-Langdistanz. Bei ihrem allerletzten Wettkampf Deutsche Meisterin zu werden, wäre ihr zu gönnen.
Wer kann Filip Ospaly in diesem Jahr vom Thron stoßen?
Gelingt dem Tschechen Filip Ospaly sein vierter Sieg in Folge oder kann ihm erstmals einer seiner hochklassigen Konkurrenten den Rang ablaufen? Der Dominator der letzten drei Jahre ist und bleibt ein Phänomen und seine nach mittlerweile drei Siegen eigentlich logische Favoritenrolle ist bis zum letzten Jahr noch nicht in alle Köpfe der Triathlonszene durchgedrungen. Zu klingend waren die Namen der vermeintlichen Top-Favoriten. Andreas Raelert, Chris McCormack und Faris Al-Sultan waren nur einige der großen Namen, die gegen das bis vor wenigen Jahren noch relativ unbeschriebene Blatt den Kürzeren zogen. Auch in diesem stellt sich dem Top-Favoriten wieder ein starkes Starterfeld entgegen.
Von den großen Namen sticht einer besonders hervor – der Deutsche Andi Böcherer ist erstmals in Österreich bei einem IRONMAN 70.3 am Start. In den letzten Jahren konnte er sich zahlreiche Titel über die 70.3-Distanz holen. Das Highlight war mit Sicherheit der Gewinn des EM-Titels bei den IRONMAN 70.3 European Championships in Wiesbaden vor zwei Jahren. Bei ihm wird sehr viel von der Tagesform abhängen. Wenn er einen guten Tag erwischt, ist er einer der heißesten Sieganwärter.
Auch der Spanier Eneko Llanos hat wieder zu alter Form gefunden. Den Beweis lieferte er vor zwei Wochen beim IRONMAN 70.3 Mallorca, wo er sich unter anderem gegen den großen Favoriten Andreas Raelert durchsetzen konnte.
Der Belgier Bart Aernouts zeigte ebenfalls beim IRONMAN 70.3 Mallorca, dass mit ihm zu rechnen sein wird. Der Elfte des IRONMAN Hawaii 2012 belegte auf Mallorca den zweiten Gesamtrang und bewies dort bereits seine gute Form.
Der Deutsche Nils Frommhold war im letzten Jahr die Überraschung des Jahres. Bisher nur auf der Kurzdistanz unterwegs, konnte er bei der Challenge Walchsee auf seiner ersten Mitteldistanz mit Rang 3 überzeugen. Keine sechs Wochen später trat er zum ersten Mal über die Langdistanz an und konnte sich gleich den Sieg beim IRONMAN Arizona sichern. Auf diesen Mann wird am Sonntag zu achten sein.
Aus heimischer Sicht ist es vor allem Franz Höfer, Daniel Niederreiter, Georg Swoboda und Niko Wihlidal zuzutrauen, die österreichischen Fahnen hoch zu halten. Für Franz Höfer und Daniel Niederreiter stellt der IRONMAN 70.3 St. Pölten gleichzeitig ihr Saisondebut dar, während Niko Wihlidal bereits in Großsteinbach einen Sieg verbuchen konnte. Georg Swoboda wird nur eine Woche nach seinem Sieg beim Viennaman wieder motiviert ins Rennen gehen und zumindest beim Thema “Radbestzeit” ein kräftiges Wörtchen mitreden wollen. Auch der dreifache Langdistanz-Staatsmeister Andreas Fuchs wird versuchen, nur eine Woche nach seinem DNF beim IRONMAN Lanzarote seine Form unter Beweis zu stellen.
Bei den Damen ist die Titelverteidigerin Julia Gajer ebenfalls wieder mit dabei. Im letzten Jahr setzte sie sich gegen starke Konkurrenz durch. Auch heuer bekommt sie es wieder mit einigen Weltklasse-Athletinnen zu tun.
Nachdem der Defektteufel im letzten Jahr zugeschlagen hat, will Yvonne Van Vlerken wieder auf das oberste Treppchen beim IRONMAN 70.3 St. Pölten steigen. Unvergessen ihr Herzschlagfinale mit Erika Csomor vor einigen Jahren, wo sie sich im Zielsprint gegen die Ungarin durchsetzen konnte. Mit Rang 2 beim IRONMAN 70.3 Mallorca zeigte sie zuletzt gute Form, nun will sie mit Sicherheit ein Treppchen höher steigen.
Eine der zwei Top-Favoriten aus heimischer Sicht ist Lisa Hütthaler. Spätestens seit ihrem Sieg beim IRONMAN 70.3 Mallorca vor zwei Wochen, wo sie unter anderem Yvonne Van Vlerken in die Schranken weisen konnte, muss man die Niederösterreicherin als Mit-Favoritin auf der Liste haben.
Ein starkes Lebenszeichen gab letzte Woche auch die Kärntnerin Eva Wutti ab. Mit dem 5. Platz bei den ETU-Europameisterschaften in Barcelona gelang ihr nach einem eher durchwachsenen letzten Jahr erstmals wieder ein gutes Ergebnis. Mit Platz 4 im Jahr 2011 sowie dem Vize-Europameistertitel in Wiesbaden im selben Jahr hat sie bewiesen, dass sie auf der 70.3-Distanz zuhause ist.
Die starke Läuferin Sonja Tajsich konnte sich im letzten Jahr Platz 4 sichern. Den selben Platz konnte sie dann sensationell auch auf Hawaii erringen.
Neben den eben aufgezählten Favoriten sind mit der Schweizerin Daniela Ryf und die Deutsche Anja Beranek zwei weitere Athletinnen am Start, die ein kräftiges Wörtchen um den Sieg mitzureden haben werden.
Die komplette Starterliste mit allen Teilnehmern findet ihr hier.
Fotos: Bart Aernouts (c) Christian Jansky/commons.wikimedia.org, Sonja Tajsich (Dejan Tolo), Van Vlerken (c) Simplon